Geschäftsflächenbericht Österreich | 2021/22

Geschäftsflächenbericht Österreich|2021/22 Wir leben Retail

Wir leben Immobilien.

Vorwort

geschäft haben entgegen mancher Unkenrufe zu keinem drastischen Rückgang des Flächenbedarfs geführt, sondern kreative Hybridformen von On- und Offlinehandel hervorgebracht. Schon jetzt entfällt ein beachtlicher Teil der Neuvermietung auf diese „neuen Retailer“. Vor allem aber stimmen sie höchst optimistisch für die Nachhaltigkeit der Erholung und die robuste Zukunft des Markts für Einzelhandelsim- mobilien. Es ist eine Periode mit großen Herausforderungen und ebenso großen Chancen für die Anbieter von Einzelhandelsflächen. Wir laden Sie herzlich ein, mit den Experten des EHL-Retailteams darüber zu sprechen, wie Sie diese optimal für sich nutzen können.

Nach eineinhalb Jahren, in denen der Handel ebenso wie die Gastronomie von noch nie dagewesenen Einschränkungen beeinträchtigt waren, erlebt der Markt für Einzelhandelsimmobilien ein bemerkens- wertes Revival: Die Tristesse der Lockdownperioden ist einer wahren Aufbruchstimmung gewichen. Neue, spannende Einzelhandelskonzepte drängen in die Lücken, die sich durch Flächenreduktionen etablier- ter Händler auftun, und die soeben noch gebeutelte Gastronomie sucht in einem Ausmaß Neuflächen, wie wir es seit Jahren nicht kannten. Tatsächlich hat die Krise den Strukturwandel im Handel beschleunigt und zu dem erhofften, aber nicht immer erwarteten Modernisierungsschub beigetragen. Die starken Zuwachsraten im Online-

KommR Mag. Michael Ehlmaier FRICS Geschäftsführender Gesellschafter EHL Immobilien GmbH

Mag. Stefan Wernhart MRICS Geschäftsführer EHL Gewerbeimmobilien GmbH

Mag. Mario Schwaiger Einzelhandelsimmobilien | Bereichsleiter EHL Gewerbeimmobilien GmbH

DI Alexandra Bauer MRICS Market Research | Bereichsleiterin EHL Gewerbeimmobilien GmbH

Überblick Einzelhandel Wien

Executive Summary

Zahlreiche Neuvermietungen: Der Markt ist wieder in Bewegung

städtische Standorte auch für Branchen attraktiv, die traditionell mehr in peripheren Lagen angesiedelt sind. Der im Herbst 2021 eröffnete IKEA City Store könnte bei erfolgreicher Entwicklung Signalwirkung für weitere Einzelhändler haben.

Die coronabedingte Nachfrageschwäche ist vorüber, der Markt für Einzelhandelsimmobilien ist so lebhaft wie lange nicht: Die Nachfrage nach Flächen, die durch Nichtverlängerung von Mietverträgen frei- werden, ist hoch. Zahlreiche Newcomer betrachten die aktuelle Situation als einmalige Chance, sich in besonders attraktiven Lagen zu etablieren.

Strukturwandel: Weniger Mode, mehr Sport und Dienstleistung

Der Strukturwandel in Einkaufsstraße und Einkaufs- zentren hat sich deutlich beschleunigt. Der Anteil von Mode und Schuhhandel geht zurück. Auf dem Vormarsch sind Sport inkl. Fahrradhandel sowie Dienstleistungen und Gastronomie. Zudem geht die durchschnittliche Filialgröße zurück, was ebenfalls größere Vielfalt ermöglicht.

Hybridkonzepte (Online / Offline) weiter auf dem Vormarsch

Die Flächennachfrage seitens onlinefokussierter Unternehmen ist zu einem quantitativ relevanten Marktfaktor geworden; Logistikflächen für On- line-Supermärkte, Flagshipstores in Bestlagen, die primär der Imagebildung von Onlinemarken und dem Service für Onlinekäufer dienen, gewinnen immer stärker an Bedeutung.

Investment: Versorger erzielen Spitzenpreise, Zurückhaltung bei EKZ

Supermärkte und andere Einzelhandelsimmobilien mit Nahversorgungscharakter zählen aktuell zu den gefragtesten Immobilieninvestments, und die Renditen sind auf das Niveau von Top-Büroob- jekten oder guten Wohnimmobilien gefallen. Bei Investitionen in Einkaufszentren und große Fach- marktzentren sind die Investoren in der gegenwär- tigen Umbruchsphase hingegen zurückhaltend.

Gastronomiebranche setzt wieder auf Expansion

Die Gastronomiebranche, von internationaler Systemgastronomie bis zu innovativen heimischen Konzepten, erlebt einen starken Aufschwung, der sich auch in außergewöhnlich starker Expansionslust niederschlägt. Dabei ist der Stellenwert attraktiver und ausreichend großer Gastgärten so hoch wie nie zuvor.

Wichtige Marktkennzahlen

Wirtschaftsdaten Österreich 2021 (Prognose) Arbeitslosenquote (Eurostat)

5,0% 2,3% 2,2% 3,5 % 2,4 %

Zurück in die Stadt? Das Experiment IKEA City Store und seine Folgen

Wirtschaftswachstum

Inflationsrate

Bauinvestitionen

Private Konsumausgaben

Der Trend zum Onlineshopping und zunehmende Einschränkungen für den Autoverkehr machen inner-

Quelle: WIFO-Konjunkturprognose | OeNB (Inflationsrate)

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© PicMyPlace

© SCW

Österreichischer Einzelhandelsmarkt

Forcierter Strukturwandel

Der positive Aspekt dieses Trends ist ein überdurch- schnittlich breites Angebot an freiwerdenden Flächen in guten und sehr guten Lagen, das Newcomern exzellente Startmöglichkeiten eröffnet. Daher ist es alles andere als Zufall, dass 2021 rekordverdächtig viele neue Konzepte an den Start gehen. Innovationen kommen dabei von vielen Seiten, auch, aber nicht nur, von Unternehmen, die eigentlich als Pure-Online-Player gelten. So werden verstärkt auch von klassischen Markenartiklern in sehr guten Lagen Flagshipstores bzw. Showrooms angemietet, die primär der Stärkung der Marke dienen. Zwei gute Beispiele in der Wiener Innenstadt aus dem Bereich E-Cars sind etwa die Showrooms des schwedischen E-Auto-Herstellers Polestar an der Ecke Wallnerstra- ße / Herrengasse und der Porsche Holding Salzburg mit ihrem „Mooncity-Vienna“-Konzept in der Kärnt- ner Straße 26 in einer Fußgängerzone. Weniger auffällig, aber quantitativ sogar relevanter ist die Anmietung von Flächen für die Auslieferung von online bestellten Produkten. Insbesondere Online-Supermärkte aus dem Lebensmittelbereich müssen Bestellungen sehr rasch abarbeiten, dafür sind klassische Logistikzentren nicht geeignet. Statt- dessen müssen Einzelhandelsflächen in Kundennähe angemietet werden. Beispielsweise vermittelte EHL gegen Ende der ersten Jahreshälfte 2021 450 m² Erdgeschoßfläche im „Trienna“ im 3. Wiener Gemein- debezirk an JOKR, ein expansives Online-Supermarkt- konzept aus den USA. Darüber hinaus werden in praktisch allen Wiener Bezirken weitere Flächen für Unternehmen aus dieser Branche gesucht.

Der Markt für Einzelhandelsimmobilien hat die Pandemie bemerkenswert gut überstanden. Trotz mehrerer Lockddownphasen, die insgesamt rund ein Jahr dauerten und den Großteil der Handelsbranchen, zahlreiche Dienstleister und praktisch die gesamte Gastronomie betrafen, sind die Leerstandraten in gu- ten und sehr guten Lagen nur in bescheidenem Maß gestiegen. Auch gute Fachmarktzentren in kleineren Städten haben sich überraschend stabil gehalten. Dass die Branche Corona mit einem blauen Auge überstanden hat, liegt nur zum Teil an den umfangrei- chen staatlichen Unterstützungen und dem Entgegen- kommen von Immobilieneigentümern, die den meisten Handelsunternehmen und Gastronomiebetrieben das Überleben ermöglichte. Auch das starke Comeback des privaten Konsums nach Ende der Coronabe- schränkungen und vor allem die rasche Entwicklung neuer Konzepte im stationären Handel, in der Gas- tronomie und den Dienstleistungsbranchen haben für eine deutliche Verbesserung der Situation gesorgt. Der Erfolg dieser innovativen Ansätze wird für die mit- tel- und langfristige Entwicklung entscheidend sein, denn aus den traditionellen Bereichen kommen nur verhaltene Impulse. Die Textilbranche, nach dem Le- bensmittelhandel der größte Abnehmer von Flächen, ist tendenziell auf Optimierungskurs. Die Filialnetze werden ausgedünnt, und die durchschnittliche Größe der Filialen geht zurück. Auch bei anderen großen Tra- ditionsbranchen wie Schuhe oder Elektro / Elektronik geht der Flächenbedarf tendenziell eher zurück.

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auch die TQSR-Group (Burger King, Coffeeshop Com- pany, Rosehill – vormals Rosenberger) plant weitere Expansionen, sowohl mit ihren einzelnen Konzepten als auch neuen Multibrand-Konzepten an österrei- chischen Raststätten. Bis Ende 2022 sollen die 14 Standorte bei laufendem Betrieb umgebaut und unter der Dachmarke „Rosehill Foodpark“ insgesamt sechs Gastro-Konzepte etabliert werden. Auch Dienstleister mieten im steigenden Maß klassi- sche Einzelhandelsflächen. Ähnlich wie Onlinehändler nutzen diese ihre Standorte zur Verbesserung ihrer Sichtbarkeit und damit zur Stärkung ihrer Marke. Ein Beispiel dafür ist der Personaldienstleister Trenkwal- der, der auf Vermittlung der EHL-Retailabteilung vor kurzem eine Erdgeschoßfläche im THE ICON VIENNA übernommen hat und demnächst einzieht.

Auf Wachstumskurs sind auch Single-Brand-Stores, teilweise von Marken, die vor allem im Onlinegeschäft stark positioniert sind. Ein prominentes Beispiel ist der holländische E-Bike-Spezialist QWIC, der für seinen Österreich-Start an einem exzellenten Standort am Schottenring eine große Filiale eröffnete (ebenfalls mit EHL-Beteiligung). Auch aus den traditionellen Einzelhandelsbereichen gibt es wieder öfter gute Nachrichten. Spektakulär ist der Start der europäischen Bekleidungskette PEPCO, die auf einen Schlag einen Großteil der Filialen der CCC-Gruppe (verlässt Österreich) übernimmt und darüber hinaus noch Standorte (aktuellen Planun- gen zufolge binnen Jahresfrist 30 bis 40) sucht. Ebenfalls aktiv auf der Suche sind andere bekannte Non-Food-Discounter wie TEDi, Action, KiK oder NKD. Profitieren können davon nicht nur primär die ohnehin starken Standorte, sondern durchaus auch mittelgroße Einkaufs- und Fachmarktzentren sowie Einkaufsstraßen mit lokaler Bedeutung. Stärker noch als im Einzelhandel ist die Aufbruchstim- mung in der Gastrobranche zu spüren. Insbesondere die internationale Systemgastronomie ist klar ex- pansiv unterwegs. Die meistbeachtete Neueröffnung war zuletzt die der US-Burgerkette „Five Guys“, die am Topstandort Am Graben immer wieder für lange Warteschlangen sorgt. Aber auch KFC – Kentucky Fried Chicken ist sehr aktiv und eröffnete etwa im September 2021 ein von EHL vermitteltes neues Drive-In im Fachmarktzentrum SC17 in Brunn am Ge- birge. Davor starteten heuer bereits das KFC Parndorf (März 2021) und ein KFC im 1100 Columbus, dem ehemaligen Columbus Center (August 2021). Aber

Einzelhandelsflächen gehen zurück

So lebhaft das Geschehen auf der Vermietungsseite ist, so ruhig verläuft die Flächenproduktion, insbeson- dere im Segment der reinen Einzelhandelsprojekte. Neue Flächen entstehen hauptsächlich im Rahmen von Mixed-Use-Objekten, ein wesentlicher Teil davon in den Erdgeschoßen großer Wohnbauprojekte. Gleichzeitig werden kontinuierlich Flächen an schwä- cheren Standorten aus dem Markt genommen, vor allem betrifft das sehr kleine Fachmarktzentren oder Single-Tenant-Objekte in peripheren Lagen. Daraus resultiert netto ein Rückgang der gesamten Ver- kaufsfläche, was in Anbetracht der Überversorgung mit Handelsflächen eine durchaus nachvollziehbare Entwicklung ist.

Entwicklung der Verkaufsflächen in Österreich

2,0 % 1,5 % 1,0 % 0,5 % 0,0 % -0,5 % -1,0 % -1,5 % -2,0 % -2,5 %

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022p 2023p

Quelle: RegioPlan 2021

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© No Panic Coffee

© shutterstock

Gastronomie auf Expansionskurs Die Gastrobranche zählt aktuell wieder zu den aktivsten Nachfragern nach zusätzlichen Flächen. Offensichtlich gibt es nach dem coronabedingten Stillstand bei Expansionsplänen nun auch einen gewissen Nachholeffekt, und zahlreiche Unterneh- men machen sich jetzt daran, die in den zurücklie- genden beiden Jahren entwickelten Konzepte auch tatsächlich umzusetzen.

Besonders großen „Appetit“ auf neue Standorte haben internationale Ketten, speziell aus der System- gastronomie. Dabei werden auch teure Spitzenlagen gesucht, etwa im Bereich des „Goldenen U“ Kärntner Straße / Graben / Kohlmarkt oder in der Mariahilfer Straße. Doch auch kleinere heimische Gastronomieunter- nehmen setzen auf Wachstum und arbeiten daran, das Konzept erfolgreicher Einzelstandorte an an- derer Stelle zu duplizieren. So mietete heuer nach Vermittlung von EHL das bisher nur in der Währin- ger Straße vertretene Café „No Panic Coffee“ eine Fläche in der Lindengasse (7. Bezirk) an.

„Deutlich verbesserte Ertragslage motiviert zu höheren Investitionen“

Etablierte Lagen im Fokus

Die Investitionsfreude wird dabei durch die sehr positive Ertragsentwicklung befeuert: Die diversen Coronaunterstützungen haben die lockdownbeding- ten Verluste großteils abgefangen. Die Senkung der Mehrwertsteuer auf fünf Prozent bei gleichzeitig stark überdurchschnittlichen Preissteigerungen (4,4 Prozent im Jahr 2020) wiederum sorgt aktuell für deutlich gestiegene Profitabilität. Zudem hat sich sehr rasch gezeigt, dass die Pan- demie den Österreichern auch nicht die Lust aufs Ausgehen verdorben hat. Mit schwächerer Auslas- tung haben aktuell eigentlich nur noch Lokale zu kämpfen, die stark vom Städtetourismus abhängen, aber auch hier zeigen die jüngsten Zahlen bereits wieder eine deutliche Erholung.

Im Fokus stehen weiterhin gut etablierte Ausgeh- und Freizeitlagen, in Wien insbesondere die Bezirke innerhalb des Gürtels. Zunehmend werden aber auch Möglichkeiten in den Stadtentwicklungsgebieten in den Randbezirken sondiert. Stark wachsende Bevöl- kerungszahlen, wenig Konkurrenz und vergleichswei- se günstige Mieten eröffnen dort immer wieder gute Chancen für Gastronomiebetriebe mit lokalem Fokus. Unabhängig von der Lage gilt, dass Gastgärten wichtiger sind denn je, einerseits im Hinblick auf mögliche künftige Coronaeinschränkungen, ande- rerseits, weil die steigenden Durchschnittstempe- raturen auch dafür sorgen, dass die Gartensaison tendenziell länger wird, und das Leben generell vermehrt im Freien stattfindet.

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Bunter denn je – der neue Branchenmix

Fast noch markanter als die Verschiebung zwischen den Einzelhandelsbranchen ist der stark steigende Anteil anderer Sektoren im Nutzungsmix von Ein- zelhandelsflächen. Von rund 30 Prozent wird dieser binnen fünf Jahren auf mehr als die Hälfte wachsen, lauten die aktuellen Prognosen. Verantwortlich dafür sind Gastronomiebetriebe und Dienstleister, etwa aus dem Gesundheitsbereich. Diese auf den ersten Blick unterschiedlichen Ein- zelentwicklungen haben aber doch einen gemein- samen Nenner: Waren in Filialen auszustellen oder zu verkaufen, ist nicht mehr das wichtigste Ziel. Imageaufbau, Stärkung des Markenprofils, Service und Beratung, die Ergänzung und Optimierung von Onlineangeboten im Rahmen von Filialen und Flagshipstores sowie Dienstleistungs- und Freizeitan- gebote gewinnen immer stärker an Bedeutung. Im- mobilieninvestoren, die auf diese Trends rechtzeitig, konsequent und kompetent reagieren, haben gute Aussichten auf nachhaltigen Erfolg.

Der kontinuierliche Wandel in Geschäftsstraßen und Einkaufszentren hat sich während und nach der Pandemie deutlich beschleunigt. Insbesondere der Branchenmix verändert sich stärker und schneller. Die massivsten Rückgänge sind in den Bereichen Mode und Schuhe zu verzeichnen. Diese Branchen sind vom Aufstieg der Onlinekonkurrenz besonders betroffen, auch die führenden Ketten dünnen ihre Filialnetze tendenziell aus, und die Filialgrößen wer- den vielfach reduziert. Vereinzelte Insolvenzen wie „Pimkie“ oder „Promod“ fallen quantitativ hingegen nicht so stark ins Gewicht. Sehr positiv ist, dass an attraktiven Standorten für freiwerdende Flächen gute Nachfrage aus anderen Branchen herrscht. Aus dem eher traditionellen Spektrum sind diese etwa Non-Food-Discounter wie die in London ansässige PEPCO Group, Action oder TEDi, KiK und NKD, die immer stärker auch in gute bis sehr gute Lagen drängen. Ein anderer Trend ist die Tendenz zur Spezialisierung. So bekommen klassische, breit sortierte Sportge- schäfte immer mehr Konkurrenz durch Spezialan- bieter, vor allem im boomenden Bereich Bike und E-Bike. Eine vielbeachtete Neueröffnung war der Österreich-Start der holländischen E-Bike-Spezialis- ten QWIC am Schottenring 26 (1010 Wien), die auch von EHL begleitet wurde. Branchenunabhängig ist die Bereitschaft gestiegen, in Flagshipstores und Showrooms zu investieren, bei denen der direkt in der Filiale erzielte Umsatz nicht die Schlüsselrolle spielt. Vielmehr geht es bei auf- wendig gestalteten Flagshipstores an prominenten Standorten wie beispielsweise dem neuen AlphaTau- ri-Store (Graben 10 – vormals Nespresso Flagship), Premium-Modemarke der Red Bull GmbH, der im November 2021 eröffnen soll, um die Schärfung des Markenprofils und um die Unterstützung der Onlineverkäufe.

Branchenmix innerstädtischer Einkaufszonen

100 %

3 % 3 %

8 % 5 %

10 %

12 %

13 %

12 %

80 %

12 %

40 %

60 %

30 %

20 %

40 %

20 %

25 %

27 %

20 %

15 %

13 %

9 %

10 %

7 %

6 %

0 %

2010

2020p

2030p

n Gastronomie n Dienstleistungen n Lebensmittel n Fashion n Sonstiger Handel n Sonstige n Leerstand

Quelle: RegioPlan 2021

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Daten und Fakten Wiener Innenstadt

Verkaufsfläche City

208.900 m 2

Verkaufsfläche je Einwohner

0,11 m 2 146 m 2 37,8 %

Ø Shopgröße

Filialisierungsgrad Leerstandsrate Fluktuationsrate

4,4 %

11,3 %

Quelle: Standort + Markt 2020/21

© Goldenes Quartier, Gregor Titze

Der Wiener Einzelhandelsmarkt

Wien ist nicht anders

sorgt haben, zählt das anhaltend große Interesse internationaler Retailer an einem Neueinstieg in Wien. So wie vor der Krise zählt die Stadt zu den gefragtesten Einzelhandelsdestinationen in Europa. Neustarts wie die des prominenten Huawei-Stores auf der Kärntner Straße oder der Schweizer Cho- colaterie Läderach im Donauzentrum belegen das eindrucksvoll. Ein weiterer Treiber des Comebacks ist die Gastrono- mie, die speziell in der zweiten Jahreshälfte in hohem Maß neue Flächen suchte. Die Nachfrage kommt dabei sowohl von internationalen Konzernen als auch von erfolgreichen heimischen Gastronomen, die aktuell stark auf Expansion setzen. Entsprechend dem österreichischen und den inter- nationalen Trends sind attraktive Außenbereiche für die meisten Unternehmen zu einem Muss gewor-

In Anbetracht der bedeutenden Rolle des Städtetou- rismus für wesentliche Teile des Wiener Einzelhan- dels und der gehobenen Gastronomie wäre es keine große Überraschung gewesen, wenn Wien etwas län- ger als der gesamtösterreichische Markt gebraucht hätte, um sich von den Folgen der Pandemie zu erholen. Tatsächlich aber fällt der Aufschwung 2021 in der Bundeshauptstadt ähnlich massiv aus wie im Rest des Landes. Der Markt ist stark in Bewegung, einerseits dünnen viele Ketten ihre Filialnetze aus, andererseits stoßen sehr viele Newcomer in diese Lücken und nutzen die aktuelle Umbruchsituation, um gleich an sehr guten Standorten starten zu können.

Zu den vielen positiven Faktoren, die 2021 für ein bemerkenswertes Comeback des Marktes ge-

Verkaufsflächen (in m 2 ) und Leerstandsrate (in %) in den Wiener Einkaufsstraßen

250.000

18 % 16 % 14 % 12 % 10 %

200.000

150.000

10,1 %

5,7 %

8 % 6 % 4 % 2 % 0 %

100.000

4,4 %

2,4 %

50.000

Innere Mariahilfer Str.

City

Landstraßer Hauptstraße

Favoritenstraße

Leerstand

EH-nahes Angebot

Leerstandsrate (in %)

Einzelhandel

Quelle:

2020/21

8

Passantenfrequenz in den wichtigsten Wiener Einkaufsstraßen im Vergleich 2018/20

38.906 (-24%)

58.454 (-21%)

Mariahilfer Straße

27.523 (-51%)

40.124 (-46%)

Kärntner Straße

33.648 (+6%)

32.191 (-3%)

Favoritenstraße

36.008 (-54%)

27.009 (-55%)

Graben

17.098 (-46%)

18.773 (-44%)

Rotenturmstraße

12.628 (-15%)

16.115 (-1%)

Neubaugasse

14.003 (-25%)

12.932 (-25%)

Meidlinger Hauptstraße

15.144 (-23%)

12.231 (-13%)

Landstraßer Hauptstraße

9.395 (-64%)

15.509 (-59%)

Kohlmarkt

Donnerstag

Samstag

Quelle: WKO

Zunehmend entdecken Einzelhändler und Gastrono- men aber auch das Potenzial der großen Stadtent- wicklungsgebiete im Norden und Süden der Stadt. Die stark wachsende Bevölkerungszahl in diesen Lagen eröffnet attraktive Marktchancen bei (noch) überschaubarer Konkurrenz. Das nutzen nicht mehr nur die klassischen Nahversorger wie der Lebens- mittelhandel; beispielsweise suchen auch Fitness- studios kleinere Flächen von 150 bis 250 m², um lokale Zielgruppen zu erreichen. Auch Branchen, die wie etwa der Möbelhandel nicht nur lokale Märkte ansprechen, sondieren mittlerweile verstärkt Ansie- delungsmöglichkeiten.

den – Gastroflächen ohne Gastgarten sind hingegen weiterhin schwierig zu vermarkten.

Überraschend stark präsentiert sich auch das Luxussegment. Die weiterhin deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau liegenden Tourismuskennzahlen werden zumindest teilweise durch einheimische Konsumenten kompensiert. Auch deswegen hat sich die Flächennachfrage in den absoluten Toplagen auf einem weiterhin hohen Preisniveau stabilisiert.

Neue Chancen für Nebenlagen

Miete Top Einkaufsstraßen

Erfreulich ist, dass vom Aufschwung aber auch die sonst oft weniger beachteten Standorte jenseits der Toplagen profitieren. So werden auffällig viele Flächen in den an die Innenstadt angrenzenden Bezirken gesucht, sowohl vom klassischen Einzel- handel als auch für Gastronomie, Dienstleister und immer öfter Online- / Offline-Hybridkonzepte.

Nettomiete EUR/m 2 /Monat

Kohlmarkt

250 - 650 200 - 450 150 - 350 30 - 130 35 - 180

Graben

Kärntner Straße Rotenturmstraße

Innere Mariahilfer Straße

Neubaugasse

35 - 120 Quelle: EHL Market Research | Q3 2021

Passantenfrequenzen 2021

75.000

60.000

45.000

30.000

15.000

0

Jänner

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

Mariahilfer Straße: Kärntner Straße:

Donnerstag Donnerstag

Samstag Samstag

Quelle 2021: hystreet.com

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Einkaufsstraßen Wien

Wien | Mariahilfer Straße

Museumsquartier

Bedarfsgruppen

Kurzfristbedarf Bekleidung

Hausrat, Elektrowaren Sonstiges Wohnungseinrichtung

Kaufhaus- Projekt

Leerstand EH-begl. Angebot

Bundesheer Store (im Umbau)

Öfferl Bio-Bäckerei

Bergspezl

Shopping Mall Shopwechsel (Auswahl)

Hansaton World of Hearing

Lage

Gerngross

Intersport Flagship

Fußgängerzone Begegnungszone

Biogena

Stand: Q3 2021

Fielmann Flagship

Stand: Oktober 2021

Motto Brot

Quelle:

Half Price

INTERNATIONAL PROPERTY CONSULTANTS

CHARTERED SURVEYORS

Meter

0

100

200

Westbahnhof

Teufel Sound

IKEA Wien Westbahnhof

kel und insbesondere für den Fahrradbereich wider. Aus der Branche ist auch in den kommenden Jahren mit zusätzlicher Flächennachfrage zu rechnen, vor allem auch seitens Single-Brand-Stores und auf bestimmte Sportarten spezialisierter Händler. Gleichzeitig wird die Einkaufsstraße auch immer mehr zur Ausgehzone. Die Lokalszene ist stark expansiv, der Erfolg von Gastronomiebetrieben wie Sägewerk, Freiraum oder des Le Burger macht offen- bar Lust auf mehr. Aktuell suchen mehrere Interes- senten, vor allem aus dem Bereich der Systemgas- tronomie, nach Flächen. In der Gesamtschau können der Mariahilfer Straße jedenfalls gute Zukunftsperspektiven bescheinigt werden, und von diesen werden auch umliegende Seitenstraßen profitieren. Insbesondere wird das spürbar werden, wenn die drei derzeit aktiven Groß- baustellen abgeschlossen sind und auch die neue U-Bahn-Station fertiggestellt werden wird. Zusätzlich schlägt derzeit auch die wegen des eher niedrigen Tourismusanteils gute „Coronaresistenz“ positiv zu Buche.

Veränderung ist in Österreichs bedeutendster Ein- kaufsstraße ohnehin eher die Regel als die Ausnah- me. Aber der aktuelle Wandel, den die Mariahilfer Straße gegenwärtig durchlebt, ist deutlich rascher und tiefgreifender als in den letzten Jahren. Dabei ist der Abriss des Möbelhauses Leiner (siehe rechte Seite) zwar die im Straßenbild auffälligste Zäsur, doch sind parallel mehrere Trends zu beobachten, die das Bild der Shoppingmeile nachhaltig verän- dern werden. Die vielleicht wichtigste Entwicklung ist der sinkende Anteil des dominanten Mode- und Schuhsektors. Hier gibt es einige Rückzüge zu vermelden; so schlossen 2020 und 2021 etwa Dressmann (2020 / Mariahilfer Str. 85-87) und CCC (2021 / Mariahilfer Str. 77) ihre Pforten. Neueröffnungen aus den Branchen Textil und Schuhe gab es hingegen nur vereinzelt. Sehr gut entwickelt sich allerdings der Sportartikel- sektor. In der jüngeren Vergangenheit haben sich etwa Intersport oder der Outdoor-Spezialist Berg- spezl angesiedelt. Dieser Trend spiegelt die deutlich steigenden Ausgaben der Österreicher für Sportarti-

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© IKEA

© k18/SIGNA

Großprojekte Mariahilfer Straße

IKEA City Store / MA-HÜ 10 -18*

Für den Gesamtmarkt bedeutend ist die radikale Abkehr von konventionellen Konzepten für den Mö- belhandel: Kein Parkplatz, kein Möbellager, direkt ge- kauft und mitgenommen können nur Kleingegenstän- de werden. Die Möbelbranche (und nicht nur diese) wird jedenfalls haargenau beobachten, ob sich dieses Konzept bewährt. Tut es das, kann dies eine Rückkehr zahlreicher großer Einzelhändler von peripheren an innerstädtische Standorte inspirieren. Während das eine Möbelhaus startet, entsteht das zweite Großprojekt anstelle des Leiner-Möbelhauses. Mit viel Innovation und Qualität möchte der Immobi- lien- und Handelskonzern SIGNA das traditionsreiche Warenhauskonzept an diesem prominenten Standort mit neuem Leben erfüllen. Damit ist das Projekt „MAHÜ 10 -18“ ein beachtenswerter Gegenentwurf zu den aktuellen Trends zu Single-Brand-Stores und tendenziell kleineren Einheiten. Auf rund 68.000 m² Bruttogeschoßfläche wird neben dem sehr großzügig konzipierten Retailbereich auch ein Hotel mit 150 Zimmern entstehen. * vorläufiger Projektname

Zwei spektakuläre Großprojekte auf der Mariahilfer Straße werden nicht nur richtungsweisend für die Zu- kunft der wichtigsten österreichischen Einkaufsstraße sein, sondern auch große Signalwirkung für den ös- terreichischen Einzelhandelsmarkt insgesamt haben und unter anderem die Kräfteverhältnisse zwischen innerstädtischen Standorten und Einkaufsmöglichkei- ten an der Peripherie verschieben. Bereits fertiggestellt und pünktlich zum Beginn der Herbstsaison 2021 eröffnet wurde der IKEA City Store neben dem Westbahnhof. Für die unmittelbare Umgebung ist das Projekt vor allem deswegen von Bedeutung, weil es der in den vergangenen Jahren mit einigen Problemen kämpfenden Äußeren Mariahilfer Straße neue Impulse geben wird. Die ausgezeichnete Resonanz in den ersten Wochen seit dem Start lässt hoffen, dass diese stark genug sein werden, um einen neuen Aufschwung für die traditionsreiche Einkaufs- straße einzuleiten. Auch für die Shops im Westbahn- hof sollte die zusätzliche Frequenz Auftrieb bringen.

Onlinehandel in Österreich auf dem Vormarsch Onlineanteil an den gesamten Einzelhandelsausgaben in Prozent

18 15 12

9 6 3 0

Quelle: RegioPlan 2021 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021p 2022p 2023p

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Einkaufsstraßen Wien

Wien | Innenstadt

Die Wiener Innenstadt als wichtigster touristischer Hotspot Österreichs ist vom globalen Einbruch des Städtetourismus stärker betroffen als alle anderen Teilmärkte. Insbesondere die stark gesunkene Zahl der einkaufsfreudigen Gäste aus Asien, Nordamerika oder Russland hat für manche Retailer aus dem Luxusbereich empfindliche Umsatzrückgänge in Filialen in Bestlagen verursacht. In Anbetracht dieser ungünstigen Voraussetzungen hat sich der Einzelhandelsmarkt Innenstadt erstaun- lich gut gehalten. Es sind weiterhin nur sehr wenig Leerstände zu verzeichnen, und das Mietenniveau ist nicht auf breiter Front unter Druck geraten. So sind zwar etwa in den Spitzenlagen Graben / Kohlmarkt / Goldenes Quartier die vor COVID-19 vereinzelten Ausreißer nach oben mit Quadratmetermieten von bis zu 600 Euro für kleine Flächen derzeit nicht zu verzeichnen, aber weiterhin sind Abschlüsse im Bereich von 300 bis 500 Euro / m² erzielbar. Ein klares Zeichen, dass der Optimismus zurückgekehrt ist und für Geschäftsflächen im Stadtzentrum kein nachhaltiges Problem droht. Das wird auch dadurch unterstrichen, dass es für die vereinzelt freiwerden- den Geschäftslokale praktisch immer rege Nachfrage seitens in- und ausländischer Interessenten gibt, die die aktuelle Situation als Chance sehen, sich in absoluten Bestlagen zu etablieren.

Ole Lynggaard

Louboutin

Zilli

Rimowa

Jimmy Choo

La Hong

Camicissima

Five Guys

Jones

Alpha Tauri (EÖ 2021-Q4)

Läderach

Zillertaler Trachten Outlet

Nespresso Atelier

IQOS

Kaufhaus Steffl

Bedarfsgruppen

Kurzfristbedarf Bekleidung

Huawei Flagship

Hausrat, Elektrowaren Sonstiges Wohnungseinrichtung

Quipster

Leerstand EH-begl. Angebot

Lloyd Germany

Shopping Mall Shopwechsel (Auswahl)

Guess

Lage

Fußgängerzone Begegnungszone

Burger & Bullen in Luxuslagen

Stand: Q3 2021

Bemerkenswert, aber durchaus positiv, ist eine kon- tinuierliche Veränderung des Branchenmix. So ist die Ansiedelung des Burgerlokals „Five Guys“ und des Red Bull Fashion Labels „AlphaTauri“ am Graben ein Signal, dass die Bestlagen nicht ausschließlich Lu- xuslabels vorbehalten bleiben werden und verstärkt Unternehmen aus anderen Marktsegmenten als Mieter sehr hochpreisiger Flächen in Frage kommen.

Stand: Oktober 2021

INTERNATIONAL PROPERTY CONSULTANTS

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CHARTERED SURVEYORS

früheren CA-Zentrale, jetzt „Haus am Schottenring“. Mit innovativen Lieferservices ist diese auch für weiter entfernt lebende Konsumenten attraktiv, und es ist durchaus vorstellbar, dass auch andere Lebensmittelkonzerne in weiterer Folge „Flagship-Fi- lialen“ im Zentrum eröffnen und so zu den insgesamt weiterhin sehr positiven Perspektiven des Teilmarkts Innenstadt beitragen.

Ebenfalls sehr erfolgreich gestartet ist die außerge- wöhnlich große Interspar-Filiale im Kassensaal der

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© JOKR

© Philipp Lipiarski

Online-Supermärkte und Automatenshops

für Online-Supermärkte eine gute Chance für sonst weniger gefragte Nebenlagen, die für Einzelhandel und Gastronomie zu wenig Frequenz aufweisen. Einen guten Hinweis darauf, wie groß das Potenzial reiner Online-Supermärkte wie gurkerl.at, alfies.at oder mjam ist, gibt die Bewertung der Unternehmen durch Investoren: So erreichte etwa die gurkerl. at-Muttergesellschaft Rohlik im Sommer dieses Jahres den Status eines „Einhorns“, also eines Start-ups mit einer Marktbewertung von mehr als einer Milliarde Dollar.

Der Lebensmittelhandel war in den vergangenen Jahren der verlässlichste Motor für Nachfrage nach Einzelhandelsflächen, auch deswegen, weil die dominante Position des klassischen Supermarkts durch die Onlinekonkurrenz nicht bedroht war. Während der Corona-Lockdowns hat sich das aller- dings deutlich geändert, und filiallose Online-Super- märkte verzeichnen hohe Wachstumsraten. Basis des Geschäftsmodells Online-Supermarkt ist aber eine rasche Zustellung, 30 Minuten ab Bestel- lung gilt als guter Branchenstandard. Das wiederum ist nur möglich, wenn sich das Auslieferungslager in der Nähe der Empfänger befindet, konventionelle Logistikcenter sind daher nicht geeignet. Statt- dessen werden Flächen in Wohngebieten gesucht, von denen aus eine rasche Zustellung problemlos möglich ist.

Lebensmittel rund um die Uhr

Eine weitere Innovation im Lebensmittelhandel, für die aktuell in zahlreichen Wiener Bezirken Flächen gesucht werden, sind Automaten-Supermärkte. In diesen werden rund um die Uhr Lebensmittel und andere Produkte des täglichen Bedarfs angeboten. Die Filialen, die von Betreibern wie „ServiceBOB“ oder „Eh da Greissler“ in den ersten Monaten dieses Jahres beispielsweise in der Hernalser Hauptstraße gestartet wurden, entwickeln sich sehr positiv, dementsprechend expansiv agieren die Betreiber. Die Standortkriterien sind ähnlich wie für konventionelle Supermärkte, die gesuchten Flächen bewegen sich im Bereich von 30 bis 100 m². In Zukunft werden voraussichtlich auch EG-Flächen in neuen Wohnbauten für diese Unternehmen interes- sant werden.

Park- und Anliefermöglichkeiten sowie Kundennähe zählen

Die Standortkriterien unterscheiden sich dabei deutlich von denen der Supermarktfilialen. Fre- quenzlage und Sichtbarkeit sind irrelevant, wichtig sind gute Anlieferungsmöglichkeiten für LKW und Parkmöglichkeiten für die Zusteller. In aller Regel werden Mindestgrößen von 400 bis 700 m² benö- tigt, also auch weniger als für Supermarktfilialen, die für Verkaufsfläche und Lager selten mit weniger als 800 m² auskommen. Damit sind Rangierflächen

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SCN – Shopping Center Nord Ignaz-Köck-Straße 1 | 1210 Wien 32.000 m 2

Einzelhandelsstandorte Wien und Umgebung

© SCN

STEFFL Department Store Kärntner Straße 19 | 1010 Wien 12.500 m 2

Goldenes Quartier Tuchlauben | 1010 Wien 11.500 m 2

Q19 Grinzinger Straße 112 | 1190 Wien 15.000 m 2

© Goldenes Quartier_Gregor Titze

© Q19

© STEFFL Department Store

Ringstraßen Galerien Kärntner Ring 5-7 | 1010 Wien 30.000 m 2

© EHL

Lugner City Gablenzgasse 5-13 | 1150 Wien 38.200 m 2

BahnhofCity Wien West Europaplatz 2-3 | 1150 Wien 20.500 m 2

© Lugner City

© ECE

Auhof Center Albert-Schweitzer-Gasse 6 | 1140 Wien 51.000 m 2

Gerngross Mariahilfer Straße 42-48 | 1070 Wien 30.000 m 2

© Deka Immobilien Management GmbH

© Auhof Center

Riverside Breitenfurter Straße | 1230 Wien 22.000 m 2

Center Alterlaa Anton-Baumgartner-Str. 40 | 1230Wien 20.000 m 2

Westfield Shopping City Süd Vösendorf Süd | 2334 Vösendorf 192.500 m 2

© Riverside

© Visualisierung basierend auf Foto von Colin Cyruz

© LLB Immo KAG | Architekten KBIA Kulmus Bügelmayer

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Shopping Resort G3 Gerasdorf G3 Platz 1 | 2201 Gerasdorf 70.000 m 2

Westfield Donau Zentrum Wagramer Straße 81 | 1220 Wien 120.000 m 2

Citygate Wagramer Straße 195 | 1210 Wien 17.800 m 2

© Visualisierung basierend auf Foto von Colin Cyruz

© G3 | Nagl

Millennium City Handelskai 94-96 | 1200 Wien 51.800 m 2

© Citygate Shopping

© Millennium City

Gewerbepark Stadlau Gewerbeparkstraße | 1220 Wien 66.000 m 2

© Wikipedia

Kärntner Str.

Stadion Center Olympiaplatz 2 | 1020 Wien 26.700 m 2

© Stadion Center

ZS Zentrum Simmering Simmeringer Hptstr. 96A | 1110 Wien 21.000 m 2

The Mall Landstraßer Hauptstraße | 1030 Wien 26.800 m 2

© CCreal

© ZS Betriebs GmbH

BahnhofCity Wien Hauptbahnhof Am Hauptbahnhof 1 | 1100 Wien 23.000 m 2

1100 Columbus Columbusplatz 7-8 | 1100 Wien 18.000 m 2

huma eleven Landwehrstraße 6 | 1110 Wien 50.000 m 2

© ECE

© EHL

© huma eleven | Robert Fritz

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Daten und Fakten Einzelhandelsmarkt Graz

Verkaufsfläche City

173.700 m 2

Verkaufsfläche je Einwohner

0,60 m 2 187 m 2 37,5 %

Ø Shopgröße

Filialisierungsgrad Leerstandsrate Fluktuationsrate

3,9 %

12,6 %

Quelle: Standort + Markt 2020/21

© shutterstock

Einzelhandelsmarkt Graz

gangen ist. Dies ist überwiegend auf Flächenverluste in der Bekleidungsbranche zurückzuführen (seit 2014: -7.300 m² oder –13 Prozent). Nichtsdestoweniger bildet die Grazer City mit knapp 174.000 m² Verkaufsfläche weiterhin die größte in- nerstädtische Einzelhandelsagglomeration außerhalb Wiens. Die Toplagen erstrecken sich am Fuße des Schlossbergs rund um den Hauptplatz, die Herren- gasse und das Traditionswarenhaus Kastner & Öhler in der Sackstraße. Im Süden schließt der Jakomini- platz (in B-Lage) an. Der Geschäftsbesatz setzt sich mit dem Südtiroler Platz und der Annenstraße auch westlich der Mur (in C-Lage) fort. Einst eine der wich- tigsten Einkaufsstraßen Österreichs, ist die Annen- straße heute vergleichsweise unattraktiv, wenngleich sie durch das renovierte Nahversorgungszentrum Styria Center wieder etwas aufgewertet wurde.

Die Landeshauptstadt Graz hat auch im Hinblick auf den Einzelhandel eine dominante Stellung in der Steiermark. Neben den regional wirksamen Einkaufs- zentren und Fachmarktagglomerationen im Grazer Stadtgebiet und der an der Peripherie gelegenen, überregional bedeutsamen Shoppingcity Seiersberg (85.000 m²), ist vor allem die attraktive Innenstadt mit ihrem diversifizierten Angebot ein unumstrittener Anziehungspunkt im Einzelhandelsbereich.

Kontinuierlich sinkende Verkaufsfläche

Auffallend ist die Entwicklung der Verkaufsfläche, die seit 2017 kontinuierlich sinkt und daher bereits deutlich um 7.100 m² oder vier Prozent zurückge-

Demographie & Wirtschaft Graz

Graz ist mit rund 291.000 Einwohnern die zweit- größte Stadt Österreichs und zählt mit einem Bevölkerungsplus von knapp 25 Prozent seit 2001 zu den am stärksten wachsenden Landeshaupt- städten. Für den Einzelhandelsmarkt sind darüber hinaus sowohl das große Einzugsgebiet von der südlichen Obersteiermark über das Südburgen- land bis in die Ost- und Weststeiermark sowie der Shoppingtourismus aus dem nördlichen Slowenien und aus Kroatien relevant. Bis 2030 rechnet man mit einer Einwohnerzahl von rund 325.000, die den Status als wichtigste Einkaufsdestination in den südlichen Bundesländern weiter festigen und stärken würde.

„Grazer Innenstadt bleibt die wichtigste Einzelhandels- agglomeration in den Bundes- ländern“

Die durchschnittliche Shopgröße ist vor allem in A-Lage (u. a. mit Kastner & Öhler) mit 313 m² sehr groß und wird nur von der Wiener Mariahilfer Straße (464 m²) übertrumpft. Erwartungsgemäß präsentiert sich auch der Filialflächenanteil der City (77 Prozent) überdurchschnittlich.

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Neugestaltung der westlichen Innenstadt

zuletzt konnte hier sogar eine leichte Abnahme um 0,3 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent verzeichnet werden. Auch die Fluktuationsrate ist mittlerweile „traditionell“ unterdurchschnittlich. Im Einzelhandel gab es nur Zugewinne für den Kurzfristbedarf. So verlegte die Kette dm ihren Standort in der Murgas- se; neue Standorte gab es auch für Dorotheum und Only. Zu den Auszügen zählen u. a. die Modeshops Tally Weijl, Stefanel, Bonita, Gerry Weber, aber auch Pandora Schmuck oder Frisör KLIPP.

In den aktuellen Plänen der (Innen-)Stadt spielen die Ausweitung der Flaniermeilen sowie neue Ver- kehrskonzepte eine Rolle. Insbesondere wird hier die Gestaltung des Bereiches Innenstadt West (zwischen Herrengasse und Mur) neu überdacht. So wurde in der Schmiedgasse eine neue Fußgängerzone etabliert.

Mieten Graz

„Wenig Leerstand, geringe Fluktuation im Zentrum“

Lage

Nettomiete EUR/m 2 /Monat

Einkaufsstraßen A-Lage Einkaufsstraßen B-Lage

92 37 51

Über die Jahre gesehen ist die Leerstandsrate konstant auf gutem Niveau (immer unter 5 Prozent),

Einkaufszentren

Quelle: Standort + Markt 2020/21

Einzelhandelsstandorte Graz

Shopping Malls 1 SC Seiersberg

Fläche

85.000 m 2 60.000 m 2 43.100 m 2 41.000 m 2 40.000 m 2 40.000 m 2 23.700 m 2 9.100 m 2 5.200 m 2 4.400 m 2 3.900 m 2 47.250 m 2 38.900 m 2 18.700 m 2 18.400 m 2 17.400 m 2 17.200 m 2 12.700 m 2 8.200 m 2 8.200 m 2 6.900 m 2 6.800 m 2

2 Center West

3 Murpark

4 Shopping Nord

ANDRITZ

5 Citypark

6 Kastner & Öhler Retail Parks 7 FMZ Graz Webling

GÖSTING

A9

8 Shopping West 9 Arland Center

GEIDORF

10 Center Ost

Herrengasse

11 AFZ Andritzer FMZ

ST. LEONHARD

EGGENBERG

Jakomini- platz

GRIES

Fachmarktagglomerationen 12 Webling

REININGHAUS

13 Seiersberg 14 Lauzilgasse 15 Puntigam 16 Center Ost

ST. PETER

A2

A9

17 Andritz

RAABA

LIEBENAU

18 Graz Nord 19 Eggenberg 20 Straßgang 21 Messendorf

STRASSGANG

PUNTIGAM

SEIERSBERG

22 Plüddemanngasse 23 Graz Nordwest

Herrengasse, Hauptplatz, Sporgasse, Stempfergasse, Sackstraße

250 m 2

A2

Quelle: Standort + Markt Beratungsgesellschaft m.b.H.

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Daten und Fakten Einzelhandelsmarkt Innsbruck

Verkaufsfläche City

115.400 m 2

Verkaufsfläche je Einwohner

0,87 m 2 160 m 2 39,0 %

Ø Shopgröße

Filialisierungsgrad Leerstandsrate Fluktuationsrate

4,4 %

15,3 %

Quelle: Standort + Markt 2020/21

© shutterstock

Einzelhandelsmarkt Innsbruck

(mit IKEA) und die Fachmarktagglomerationen im Osten der Stadt (z. B. Neurum) sowie die Cyta Shop- pingwelt in Völs machen den Großraum Innsbruck für Kundenströme sehr attraktiv.

Innsbruck kann mit seinem Shoppingangebot ein Einzugsgebiet ansprechen, welches über die Lan- desgrenzen hinaus reicht. Die Innenstadt verfügt im Vergleich zu anderen Städten mit ähnlicher Einwoh- nerzahl mit rund 115.000 m² Verkaufsfläche über ein sehr großes Einzelhandelsangebot und übertrifft damit beispielswiese das einwohnerstärkere Salz- burg um mehr als 50 Prozent. Zu erwähnen sind im Zentrum zwei behutsam in die Innenstadt integrierte Einkaufszentren (Kauf- haus Tyrol und Rathaus Galerien) im Hauptbereich der Maria-Theresien-Straße. Aber auch periphere Einkaufsdestinationen wie das Shopping Center dez

„Schwäche des Tourismus trifft auch den Einzelhandel der Tiroler Landeshauptstadt, dennoch bleibt Leerstand niedrig“

Der (zu Normalzeiten) mit beinahe 1,6 Mio. Nächti- gungen pro Jahr starke Städtetourismus ist vor allem für den Einzelhandel in der Innenstadt ein weiterer wichtiger Umsatzmotor. Ähnlich wie in Salzburg do- minieren dabei rund um die Besucher-Hotspots wie Herzog-Friedrich-Straße (mit Goldenem Dachl) die Souvenirläden und Gastronomiebetriebe, während die Einheimischen eher vom Angebot der weiter süd- lich liegenden Maria-Theresien-Straße angesprochen werden. Wenig überraschend hatte die Innsbrucker City daher 2020 und der ersten Jahreshälfte 2021 auch sehr mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen.

Demographie & Wirtschaft Innsbruck

Innsbruck hat 132.000 Einwohner und ist damit die fünftgrößte Stadt Österreichs. Im Großraum leben rund 300.000 Menschen, zusätzlich haben etwa 30.000 Studenten und sonstige Personen einen Nebenwohnsitz in Innsbruck. Die Kaufkraft in Tirol beträgt 23.490 EUR pro Einwohner. Mit rund 1,6 Mio. Nächtigungen pro Jahr ist die Stadt am Inn nach Wien und Salzburg die drittwichtigste österreichische Destination für Städtetouristen, und die Tiroler Wirtschaft ist stärker als die aller anderen Bundesländer vom Tourismus abhängig.

Das war auch der Hauptgrund, warum zuletzt der positive Trend bei der Leerstandsquote nicht auf-

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auch im Bekleidungssektor, der nach den Wiener Top-Destinationen mit 32 Prozent die größten An- teile bei den Primärstädten aufweist. Der Filialisie- rungsgrad sowie der Filialflächenanteil sind trotz der beiden integrierten Einkaufszentren, die mehr als ein Viertel der Gesamtverkaufsfläche einnehmen, mit 39 bzw. 67,8 Prozent unterdurchschnittlich.

rechterhalten werden konnte: Mit 4,4 Prozent(+1,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) war 2020 ein unge- wöhnlicher Anstieg zu verzeichnen. Auch die Fluktu- ationsrate ist aktuell überdurchschnittlich hoch.

Großanmietung durch Kastner & Öhler

Zu den bedeutsamsten Markteintritten zählt Kastner & Öhler im Kaufhaus Tyrol, welcher die Fläche von Peek & Cloppenburg übernommen hat und sich nun als größtes Modehaus Tirols präsentiert. Einige Bekleidungsfilialisten wie Massimo Dutti, Forever18, Superdry, s.Oliver und Zillertaler Trachtenwelt haben Standorte aufgegeben.

Mieten Innsbruck

Lage

Nettomiete EUR/m 2 /Monat

Einkaufsstraßen A-Lage Einkaufsstraßen B-Lage

100

28

Im Branchenmix ergeben sich im letzten Jahr Flächenzugewinne im Einzelhandel (+900 m²), u. a.

Einkaufszentren

90 Quelle: Standort + Markt 2020/21

Einzelhandelsstandorte Innsbruck

Shopping Malls

Fläche

1 Cyta Shoppingwelt

68.000 m 2 65.000 m 2 32.800 m 2 29.500 m 2 16.500 m 2 16.200 m 2 9.000 m 2

2 dez

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23

3 Kaufhaus Tyrol

4 Sillpark

5 Greif Center

6 west

THAUR

7 Rathaus Galerien

HUNGERBERG

RUM

HALL IN TIROL

Fachmarktagglomerationen 8 Neurum

REICHENAU

Maria- Theresien- Straße

88.100 m 2 39.700 m 2 21.900 m 2 8.300 m 2

HÖTTING

GEWERBE- GEBIET ROSSAU

9 Innsbruck Ost 1 10 Innsbruck West 11 Innsbruck Ost 2

A12

HÖTTINGER AU

WILTEN

VÖLS

INNSBRUCK- IGLS

A13

Maria-Theresien-Straße, Herzog-Friedrich-Straße, Pfarrgasse

Quelle: Standort + Markt Beratungsgesellschaft m.b.H.

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Daten und Fakten Einzelhandelsmarkt Linz

Verkaufsfläche City

144.000 m 2

Verkaufsfläche je Einwohner

0,70 m 2 176 m 2 39,6 %

Ø Shopgröße

Filialisierungsgrad Leerstandsrate Fluktuationsrate

3,4 %

14,2 %

Quelle: Standort + Markt 2020/21

© shutterstock

Einzelhandelsmarkt Linz

Atrium City Center und Passage Linz gleich drei integrierte Einkaufszentren auf. Dazu kommt die Len- tia City in der Hauptstraße von Linz-Urfahr, sodass sich im Innenstadtbereich insgesamt vier Shopping Malls befinden, auf die fast ein Drittel der gesamten innerstädtischen Verkaufsfläche entfällt. Während der südliche Teil der City mit der Landstraße überre- gionale Anziehungskraft besitzt, hat der nördlich der Donau in Urfahr gelegene Teil eher nahversorgende und bestenfalls regionale Bedeutung. „Die innerstädtischen Einkaufs- zentren Atrium, Passage, Lentia und Linzerie beeindrucken mit hohen Investitionen und innovati- ven Gestaltungskonzepten.“ Sehr beachtlich sind auch die Dynamik und das Investitionsvolumen. So wurde im Innenstadtbereich die Arkade Taubenmarkt mehrere Jahre lang sukzes- sive neugestaltet und erfuhr dann im Frühjahr 2021 einen Relaunch, nach dem sich das Center als „Lin- zerie“ unter anderem mit geändertem Gastronomie- konzept neu positioniert. Die Passage Linz wird von einem neuen Eigentümer revitalisiert, ein weiteres Einkaufszentrum (mit Hochhaus und Tiefgarage) am Schillerpark befindet sich in der Konzeptionsphase. Dieses könnte den Geschäftsbereich im südlichen Teil der Landstraße nachhaltig aufwerten.

Linz verfügt sowohl innerstädtisch als auch an der Peripherie und in den umliegenden Gemeinden und Städten über ein sehr breites und attraktives Einzel- handelsangebot. Im Zentrum der Stadt befinden sich rund 144.000 m² Verkaufsfläche, große Einkaufs- zentren im Umland wie beispielsweise die PlusCity und weitläufige Fachmarktagglomerationen wie in Linz Leonding ergänzen die umfassenden Einkaufs- möglichkeiten.

Starke Landstraße

Die Landstraße als meistfrequentierte Geschäftsstra- ße außerhalb Wiens weist mit Arkade Taubenmarkt,

Demographie & Wirtschaft Linz

Der oberösterreichische Zentralraum mit der Landeshauptstadt Linz ist nach Wien die wirtschaftlich stärkste Region Österreichs, die dank des Booms der Industrie im Jahr 2021 und der geringen Tourismusabhängigkeit aktuell auch eine überdurchschnittlich gute Entwicklung verzeichnet. Linz ist mit rund 207.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Österreichs, bis 2027 soll die Bevölkerung auf rund 220.000 Menschen anwachsen; auch unmittelbar angrenzende Orte wie Leonding, Pasching oder Traun verzeichnen starkes Bevölkerungswachstum. Darüber hinaus profitiert die Stadt von einem bevölkerungs- und kaufkraftstarken Einzugsgebiet bis nach Wels und Steyr.

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