EHL Zinshausmarktbericht 2026

Wiener Bezirke im Überblick

14., Penzing

Überdurchschnittliche Preislagen Durchschnittliche Preislagen Unterdurchschnittliche Preislagen U-Bahn

Mauerbachstraße

Schottenwald

Penzing präsentierte sich 2025 als Markt der Gegensät- ze. Während der flächenmäßig große Bezirk beachtliche Neubautätigkeit aufweist, herrschte im klassischen Zins- haussegment nahezu Stillstand. Die Dynamik verschiebt sich zunehmend weg vom Bestandserhalt hin zur geziel- ten baulichen Nachverdichtung.

Hüttelbergstraße

Flötzersteig

Hadikgasse

Ottakring U3

Steinhofgründe

Linzer Straße

Maroltingergasse

U3

Hütteldorfer Straße

U3

Auhof

Johnstraße U3

Westeinfahrt

Hütteldorf U4

U4

Ameisgasse

Hietzing U4 U4

U4

Schönbrunn

Das Transaktionsvolumen in Penzing ver- zeichnete 2025 einen markanten Rückgang auf lediglich 9,5 Mio. Euro. Mit nur neun verbücherten Transaktionen blieb die Liqui- dität ungewöhnlich niedrig. Bezeichnend ist, dass selbst die größte Einzeltransaktion mit 2,4 Mio. Euro im unteren Mittelfeld früherer Jahre liegt. Dieser Mangel an großvolumigen Abschlüssen steht in klarem Kontrast zur regen Bautätigkeit: Vor allem in den zentraleren Teilen Penzings ent- stehen zahlreiche kleinere Neubauprojekte, wobei ein wesentlicher Teil auf den Abriss ehemaliger Zinshäuser und die Verwertung der Baulücken zurückgeht. Strukturell profitiert der Bezirk von der Nähe zu Schönbrunn, was punktuell erfolgreiche Konzepte für Kurzzeitwohnen ermöglicht. Aufgrund der restriktiven Bestimmungen für gewerbliche Nutzungen im Bestand bleibt deren Umsetzung jedoch

komplex. Infrastrukturell setzen der geplan- te Ausbau der Radachse in der Hütteldorfer Straße (zwischen Drechslergasse und Leyserstraße) und die Rad-Offensive 2025 Impulse für die Standortqualität. Sie ergänzen die exzellente Anbindung durch U4 und Westbahn, die Penzing für Pendler und urbane Zielgruppen attraktiv macht. Für Zinshausinvestoren bietet Penzing derzeit vor allem Chancen in Sanierung und Dachgeschoßausbau, sofern die Objekte in stabilen Mikrolagen liegen. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt dank der guten Durchmischung urbaner Strukturen und der Nähe zum Wienerwald hoch, was die Mietrenditen im sanierten Altbau stabilisiert.

Zinshauspreis

Monatsmieten netto in EUR/m²

2.100 bis 3.650 EUR/m²

Ø 13,70

Wohnungen:

11,00 bis 16,00

Büros:

Top-Renditen

10 bis 23

Geschäftslokale A-Lagen

2,3 bis 3,6 %

6 bis 11

Geschäftslokale B-Lagen

Bevölkerungs- entwicklung

Durchschnittliches Einkommen (netto)

Anteil nicht österrei- chischer Staatsbürger

EHL-Top-Tipp

Besonderes Augenmerk verdienen Liegenschaften im zentrumsnächs- ten Abschnitt der Linzer Straße und deren Umfeld. Während Alt-Penzing preislich bereits stark gestiegen ist, bieten die Lagen zwischen Cumber- landstraße und Linzer Straße noch deutliches Aufwärtspotenzial. Das geplante Großprojekt der BUWOG in der Beckmanngasse zeigt, dass auch die bisher weniger geschätz- ten Flächen nördlich der Bahnlinie bei institutionellen Investoren in den Fokus rücken.

99.049

€ 27.897,– € 31.946,– (+14,5 %)

36,4 % 31,1 % (-5,3 %)

2025

Ø Wien 1140

Ø Wien 1140

+9,0 %

2045

Altersgruppen

Flächenaufteilung

1 %

4 %

13 % 10 %

9 %

0 bis 5 Jahre 6 bis 14 Jahre 15 bis 24 Jahre 25 bis 64 Jahre 65 Jahre und älter

19 %

Verbaute Flächen Grünfläche inkl. Gewässer Verkehrsflächen Landwirtschaftliche Nutzung

10 %

33,8 km²

Ø 42,8 Jahre

76 %

57 %

Quellen: EHL Market Research | Q2 2026, Erster Wiener Wohnungsmarktbericht 2026, Statistik Austria. Landesstatistik Wien (MA 23), Stadt Wien Stadtvermessung

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