EHL Zinshausmarktbericht 2026

Wiener Bezirke im Überblick

U4

Kettenbrückengasse

5., Margareten

Rechte Wienzeile

Schönbrunner Straße Margaretenstraße

Linke Wienzeile

U2

U4

Pilgramgasse

Margaretenplatz

Der Zinshausmarkt in Margareten zeigte 2025/26 ein zweigeteiltes Bild: Einerseits verharrt der Bezirk mit einem Transaktionsvolumen von 23,6 Mio. Euro im unteren Mittelfeld, andererseits bedeutet dieser Wert ein Plus von rund 20 Prozent im Jahresvergleich und deutet beachtliches Potenzial an.

U4

Margaretengürtel

Überdurchschnittliche Preislagen Durchschnittliche Preislagen Unterdurchschnittliche Preislagen U-Bahn

Wiedner Hauptstraße

Reinprechtsdorfer Straße U2

Reinprechtsdorfer Straße

U2-Verlängerung in Planung

U2

Matzleinsdorfer Platz

Die Transaktionsstruktur blieb auffallend kleinteilig; verbüchert wurden ausschließ- lich Deals unter fünf Mio. Euro, konzentriert auf die zentrumsnahen Lagen und das Umfeld der Reinprechtsdorfer Straße. Diese findet trotz der bekannt gewordenen Verzögerungen beim Ausbau der U5 zunehmend Beachtung, auch weil ihre Aufwertung nicht allein an der neuen U-Bahn hängt: Schon jetzt entwickelt sie sich mit breiteren Gehwegen und mehr Begrünung zu einer Flaniermeile mit lokaler Bedeutung, die auch als Einzelhandelslage gewinnt. Positiv bewertet werden auch diverse Lückenschlüsse im Radnetz, die in diesem zentrumsnahen Bezirk für viele Wohnungssuchende wichtig sind. An der Bezirksgrenze in der Wiedner Hauptstraße wird die Lücke zum Gürtel geschlossen, in der Margaretenstraße entstehen baulich getrennte Radwege Richtung Innere Stadt, und die Zentagasse wird als Querverbin- dung fahrradfreundlich umgestaltet. Das

verbessert die Erreichbarkeit für urbane Zielgruppen erheblich. Kurzfristig dominie- ren in den betroffenen Lagen die negativen Begleiteffekte der U2-Dauerbaustellen, die das Erstvermietungspotenzial dämpfen und vereinzelt Mietminderungsansprüche auslösen können. Doch der Wandel des einstigen Arbeiterbezirks zu einem Stadt- teil mit urbanem Charakter setzt sich fort. Unterstrichen wird das durch hochwertige Neubauprojekte: In der Siebenbrunnen- gasse entstehen mit „Vivienne“ und der „Wohnoase Siebenbrunnengasse 44“ gleich zwei Vorhaben im gehobenen Seg- ment, in der Matzleinsdorfer Straße setzt „THE 150“ auf kompakte Apartments ab 29 m² für junge, gutverdienende Zielgruppen. Solche Projekte wirken stabilisierend auf das Preisgefüge des Bestands; rund um die künftigen Stationen Reinprechts- dorfer Straße und Matzleinsdorfer Platz werden zudem die schwer vermarktbaren Erdgeschoßzonen verstärkt für Büros und Dienstleistungen genutzt.

Zinshauspreis

Monatsmieten netto in EUR/m²

1.900 bis 4.850 EUR/m²

Ø 13,60

Wohnungen:

11,50 bis 18,50

Büros:

Top-Renditen

15 bis 30

Geschäftslokale A-Lagen

2,4 bis 3,8 %

5 bis 12

Geschäftslokale B-Lagen

Bevölkerungs- entwicklung

Durchschnittliches Einkommen (netto)

Anteil nicht österrei- chischer Staatsbürger

EHL-Top-Tipp

Besonderes Augenmerk verdienen die Lagen an der Grenze zum 4. und 6. Bezirk. Die geplante Erweiterung des Naschmarkts um eine Markt- halle und zusätzliche Grünflächen rückt diesen Hotspot unmittelbar an den 5. Bezirk heran. Da die etablierten Lagen in den Nach- barbezirken preislich weitgehend ausgereizt sind, können diese Randlagen mittelfristig image- und wertmäßig zu den klassischen Naschmarktlagen aufschließen.

54.581

€ 27.897,– € 27.970,– (+0,3 %)

36,4 % 43,5 % (+7,1 %)

2025

Ø Wien 1050

Ø Wien 1050

-6,0 %

2045

Flächenaufteilung

Altersgruppen

4 %

7 %

0 bis 5 Jahre 6 bis 14 Jahre 15 bis 24 Jahre 25 bis 64 Jahre 65 Jahre und älter

15 %

12 %

Verbaute Flächen Grünfläche inkl. Gewässer Verkehrsflächen

41 %

47 %

2,0 km²

Ø 40,6 Jahre

9 %

12 %

62 %

Quellen: EHL Market Research | Q2 2026, Erster Wiener Wohnungsmarktbericht 2026, Statistik Austria. Landesstatistik Wien (MA 23), Stadt Wien Stadtvermessung

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