EHL Zinshausmarktbericht 2026

Wiener Bezirke im Überblick

Karlsplatz U1 U2 U4 U5

Technische Universität

4., Wieden

Operngasse

Naschmarkt

Gußhausstraße

Rennweg

U1

Taubstummengasse

Prinz-Eugen-Straße

Paulanergasse

Die Wieden festigte 2025 ihre Position als einer der stabilsten Teilmärkte für Wiener Zinshäuser. Während andernorts die Volatilität zunahm, profitierte der vierte Bezirk von seiner gewachsenen Struktur und einer kontinuier- lichen Nachfrage nach Bestandsimmobilien, gestützt durch die Nähe zur Technischen Universität und zum Hauptbahnhof.

Favoritenstraße

Wiedner Hauptstraße

Schönburgstraße

Überdurchschnittliche Preislagen Durchschnittliche Preislagen Unterdurchschnittliche Preislagen U-Bahn

HAUPTBAHNHOF

U1

Südtiroler Platz Hauptbahnhof

U5 in Planung

Das Transaktionsgeschehen blieb 2025 auf beachtlichem Niveau. Mit 64,6 Mio. Euro wurde der Vorjahreswert zwar um rund 10 Prozent unterschritten, dennoch lag der Anteil am Wiener Gesamtmarkt erneut deutlich über dem langjährigen Schnitt. Auffällig war die Dynamik im gehobenen Segment: Bei drei Transaktionen über zehn Mio. Euro handelte es sich jeweils um Abverkäufe institutioneller Eigentümer, ausschließlich Versicherungen, an private Immobiliengruppen. Die größte war die Veräußerung der Argentinierstraße 36 durch die Generali um 17 Mio. Euro. Die beiden anderen betrafen benachbarte Objekte in der Prinz-Eugen- Straße, die die Uniqa an eine österreichi- sche Immobiliengruppe verkaufte. Ein wesentlicher Faktor für die Beständig- keit sind punktuelle Maßnahmen im öffentlichen Raum. Die Umgestaltung der Argentinierstraße zu einer fahrradfreund- lichen Verkehrsberuhigungszone hat die Standortqualität erhöht und wirkt positiv auf die angrenzenden Liegenschaften.

Parallel sorgt die Neuentwicklung des ehemaligen ORF-Funkhauses für Impulse: Das Projekt „Argento“ nutzt das Areal für hochwertige Wohneinheiten und Kulturein- richtungen wie Radiokulturhaus und RSO, was die Attraktivität des Grätzls zwischen Belvedere-Viertel und Karlsplatz langfristig absichert. Da im vierten Bezirk kaum noch größere unbebaute Grundstücke verfügbar sind, konzentriert sich der Markt auf die Optimierung der Gründerzeitsubstanz. Die Nähe zu den modernen Standorten rund um Sonnwendviertel und Hauptbahnhof macht die Wieden für einkommensstarke Mietergruppen und für den Abverkauf von Eigentumswohnungen weiterhin zur ersten Wahl. Auch die kleinteilige gastronomische und gewerbliche Infrastruktur rund um Wiedner Hauptstraße und Naschmarkt trägt dazu bei, dass Leerstände praktisch vernachläs- sigbar sind.

Gürtel

Zinshauspreis

Monatsmieten netto in EUR/m²

3.400 bis 5.700 EUR/m²

Ø 14,80

Wohnungen:

12,00 bis 21,00

Büros:

Top-Renditen

15 bis 30

Geschäftslokale A-Lagen

2,0 bis 3,3 %

5 bis 12

Geschäftslokale B-Lagen

EHL-Top-Tipp

Bevölkerungs- entwicklung

Durchschnittliches Einkommen (netto)

Anteil nicht österrei- chischer Staatsbürger

Die Argentinierstraße war jahrelang eine Großbaustelle, die nun zu Ende geht. Verkehrsberuhigung, Be- grünung und Fahrradfreundlichkeit werden zusehends spürbar, und es dürfte kaum eine ähnlich zentrums- nahe und zugleich lebenswerte Straße geben. Das steigert die Attraktivität als Wohnlage deutlich. Die bei der Neunutzung des frühe- ren ORF-Funkhauses angesetzten Verkaufspreise geben einen guten Hinweis auf das Potenzial, das sich hier für Investoren eröffnet.

33.444

€ 27.897,– € 33.526,– (+20,2 %)

36,4 % 37,1 % (+0,7 %)

2025

Ø Wien 1040

Ø Wien 1040

+2,0 %

2045

Flächenaufteilung

Altersgruppen

4 %

7 %

0 bis 5 Jahre 6 bis 14 Jahre 15 bis 24 Jahre 25 bis 64 Jahre 65 Jahre und älter

18 %

11 %

Verbaute Flächen Grünfläche inkl. Gewässer Verkehrsflächen

36 %

47 %

1,8 km²

Ø 42,5 Jahre

9 %

60 %

17 %

Quellen: EHL Market Research | Q2 2026, Erster Wiener Wohnungsmarktbericht 2026, Statistik Austria. Landesstatistik Wien (MA 23), Stadt Wien Stadtvermessung

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