Vorsorgewohnungsmarktbericht | Frühjahr 2026

Boomender Mietmarkt bringt stark steigende Erlöse und Renditen

Durchschnittliche Nettokaufpreise von transaktionierten Vorsorgewohnungen im Städtevergleich (in €/m²)

7.000

6.695

6.303

5.749

5.000

5.258

Der Mietwohnungsmarkt in Wien, aber auch in anderen österreichischen Großstädten, ist aktuell von einem starken Nachfrageüberhang geprägt. Vorsorgewohnungskäufer profitieren davon durch minimale Leerstände, Mieten auf Rekordniveau und deutlich gestiegene Renditen. Und die Perspektiven bleiben weiterhin positiv.

4.540 4.568

4.197

3.000

3.657

1.000

Wien

Graz

Linz

Klagenfurt

2024

2025

Quelle: EHL Market Research | Q2 2026

Nach zwei Jahren mit Mieten, die deutlich über der Inflationsrate gestiegen sind, befindet sich der Wiener Mietwohnungs- markt auf einem absoluten Rekordniveau. Die Quadratmetermieten haben einen neuen Höchststand erreicht, Leerstände gibt es bei modernen Wohnungen aktuell nahezu gar nicht und die Neuvermietung freiwerdender Einheiten erfolgt in der Regel in sehr kurzer Frist. Gründe dafür sind einerseits das deutlich rückläufige Neuflächenangebot und andererseits die weiterhin starke Nachfrage, bedingt durch Bevölkerungswachstum sowie die nach wie vor schwierigen Bedingungen bei der Kreditvergabe für den Kauf von Eigentums- wohnungen. Käufer von Vorsorgewohnungen profitieren von dieser Marktsituation durch außer- gewöhnlich positive Rahmenbedingungen mit sehr geringen Leerstandzeiten, soliden Cash Flows mit Steigerungspotenzial bei Wiedervermietungen und – da die

Wohnungspreise deutlich weniger stark ge- stiegen sind als die Mieten – auch deutlich höheren Renditen als in den Jahren des Wohnbaubooms bis 2022. Bei markttypischen Vorsorgewohnungen – folglich modernen, gut ausgestatteten Wohnungen mit bis zu 50 m² in über- durchschnittlichen Lagen – sind Quadrat- metermieten von 15 bis 17 € netto ohne Betriebskosten mittlerweile zum Normalfall geworden. Im Dreijahresvergleich bedeu- tet das einen Anstieg um mehr als 20 % und die Marktdaten lassen erwarten, dass die Aufwärtstendenz auch im Jahr 2026 und darüber hinaus bis mindestens Ende 2027 anhalten wird. Aktuell sind die lokalen Unterschiede bei den Miethöhen gering, da aufgrund des geringen Angebots auch in dezentraleren Lagen ausreichend starke Nachfrage besteht. Davon profitieren Projekte in Bezirken nördlich der Donau sowie in

einigen Teilen Favoritens und Simmerings, in denen zuletzt eine stärkere Neu- bautätigkeit verzeichnet wurde. Etwas kleinräumiger profitieren etwa der 15. und der 16. Bezirk von Ausweicheffekten, da im beliebten 14. Bezirk aktuell viel weniger Wohnungen angeboten werden als noch vor zwei oder drei Jahren. Auch im Hinblick auf Verkehrsanbindung zeigen sich Mieter derzeit kompromissbereiter. Statt der früher fast unverzichtbaren U-Bahn-Nähe wird inzwischen auch eine gute Straßen- bahnanbindung akzeptiert. Sehr positiv ist auch die Situation bei Nachvermietungen: In innerstädtischen Lagen sind Mietpreisanhebungen um 5 bis 10 % möglich, auch wenn die Wohnung kein Erstbezug mehr ist. In peripheren Lagen sind ebenfalls Mietsteigerungen zu beobachten – je weniger Angebot, desto höher fällt diese aus.

08

09

Sechshauser Straße 3 1150

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