Graz
Graz bleibt klar auf Wachstumskurs: Laut Statistik Austria konnte die Einwohnerzahl 2025 erneut zulegen und bestätigt damit ihre Rolle der Stadt als einer der dynamischsten Wohnmärkte Österreichs. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt weiterhin hoch und wird von einem konstanten regionalen Zuzug getragen, der unvermindert anhält. Parallel dazu stiegen die durchschnittlichen Kaufprei- se deutlich von 3.660 auf 4.197 €/m², was einem Plus von rund 14,8 % entspricht. Auch die Mieten entwickelten sich positiv: Sie la- gen 2024 bei bis zu 13,75 €/m² im Neubau und erreichten aktuell rund 14,50 €/m².
Westliche Bundesländer, starke Universitätsstädte und neue Chancen im studentischen Wohnen
Linz
Linz reagiert zunehmend auf den anhalten- den Wohnraumbedarf: 2025 wurden über 1.100 Wohnungen fertiggestellt, nahezu dreimal so viele wie im Jahr zuvor. Den- noch bleibt der Preisdruck bestehen. Die Kaufpreise stiegen von 5.260 €/m² (2024) auf 5.750 €/m², ein Plus von rund 9,3 %. Auch am Mietmarkt zeigt sich eine klare Dynamik: Während Erstbezugsmieten 2024 noch zwischen 11,50 und 14,20 €/m² la- gen, bewegen sie sich aktuell bei 13,00 bis 16,00 €/m², insbesondere in guten Lagen wie der Innenstadt oder Neue Heimat. Wie schon in den letzten Jahren zeigt sich Linz als wachsender Anlegermarkt, vor allem im Segment der 2-Zimmer-Wohnungen, die sich auch für das studentische Wohnen hoher Beliebtheit erfreuen. Der Wohnungsmarkt ist weiterhin stabil, wenn auch wenig dynamisch. Die Lage am Wörthersee sorgt insbesondere im Segment Zweitwohnsitze für ungebrochene Beliebt- heit. Während die Mieten im Jahresvergleich im Erstbezug von rund 11,50 €/m² auf etwa 12,80 €/m² zulegten, stiegen die Kaufpreise nur marginal auf 4.570 €/m². Klagenfurt
Amraser-See-Straße 4 6020 Innsbruck
Westösterreich zeigt sich 2026 als Markt der Gegensätze, jedoch weniger dynamisch als erwartet. Salzburg, Tirol und Vorarlberg bleiben geprägt von hohem Preisniveau, struktureller Knappheit und selektiver Nach- frage. Die „Belebung“ entspricht eher einer Stabilisierung auf hohem Niveau. In Tirol steht Innsbruck exemplarisch: Mieten von bis zu 25 €/m² spiegeln einen chronisch angespannten Markt wider. Angebot und Nachfrage klaffen deutlich auseinander – Investitionen werden hier eher von Knappheit als von Wachstum getragen. Vorarlberg bleibt trotz steigender Transaktio- nen ein Sonderfall. Als teuerstes Bundesland wird der Markt stark durch Zweitwohnsitze im alpinen Raum geprägt. Vorsorgeimmobi-
schaften. Für Anleger ergibt sich ein klares Bild: Vorsorgewohnungen gelten als sichere Anlage, bieten aber begrenzte Renditen. Ka- pital wird in hochpreisigen Lagen gebunden, während attraktive Einstiege selten sind. Chancen liegen in Nischen. In Innsbruck ge- winnt studentisches Wohnen an Bedeutung, mit Beteiligungsmodellen an Studentenhei- men und Renditen von über 4,5 %. Der Süden zeigt sich differenzierter: Graz überzeugt als wachsender Universitäts- standort mit stabiler Nachfrage und soliden Renditen. Verbesserte Anbindungen Richtung Kärnten und Oberitalien stärken zusätzlich die Standortqualität.
lien sind zwar grundsätzlich attraktiv, jedoch ist das Angebot im regulären Wohnungsmarkt begrenzt und die hohe Preisstruktur erschwert es in der klassischen Vermietung, eine angemessene Rendite zu erwirt-
Westen stabil, aber rendite- schwach; Innsbruck punktet mit Nischen, Graz mit Wachs- tum und Perspektive.
Münzgrabenstraße 173c 8010 Graz
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