EHL Büromarktbericht Wien | Frühjahr 2026

Executive Summary

Die Nachfrage bewegt sich weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. Der Wiener Büroimmobilienmarkt beweist sich einmal mehr resilient.

Aufgrund des im Vorjahr höheren Neuflächenvolumens, das vom Markt nicht un- mittelbar absorbiert werden konnte, steigt die Leerstandsrate kurzfristig auf 3,8 %. Da die Fertigstellungsleistung im laufenden Jahr jedoch deutlich geringer ausfällt, ist in absehbarer Zeit wieder von einer rückläufigen Leerstandsquote auszugehen. Neuflächenproduktion & Leerstandsrate

Vermietungsleistung Im vergangenen Jahr konnte – entgegen vielen Erwartungen – eine erfreulicherwei- se hohe Vermietungsleistung in Höhe von 230 000 m² Bürofläche erzielt werden. Aktu- ell präsentiert sich die Nachfrage stabil auf gutem Niveau, und mehrere namhafte Mie- ter befinden sich derzeit in fortgeschrittenen Mietvertragsverhandlungen.

Leicht steigendes Mietpreisniveau Die Mietpreise bleiben weiterhin im Aufwärts- trend. Treiber sind der Nachfrageüberhang in Toplagen, anhaltend hohe Bau- und Finanzie- rungskosten sowie die wieder ansteigende Inflation. Die Spitzenmiete liegt aktuell bei 29,50 €/m² mit weiterhin leicht steigender Tendenz.

Der Immobilieninvestmentmarkt ist grundsätzlich unter guten Vorzeichen in das Jahr 2026 gestartet: Die Inflation sank auf etwa 2 %, die österreichische Volkswirtschaft kam aus der Rezession und zeigte erste Tendenzen einer Erholung, wenn auch mit noch geringem Wachs- tum. Auch die Insolvenzwelle schien ihren Scheitelpunkt bereits überschritten zu haben. Mit Beginn der Unruhen im Nahen Osten ist aber mit einem Schlag die Unsicherheit in den Markt zurückgekehrt und Entscheidungen werden teilweise erneut verschoben. Insbesondere für Cross-Border-Transaktionen und die Ansprache von neuen Investoren von außerhalb Europas sind damit neue Fakten geschaffen worden. Investment

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