Wiener Zinshausmarktbericht 2021

FLORIDSDORF Monatsmieten netto in EUR/m 2

Wohnungen Büros Geschäftslokale

Ø 10,75 9,0 bis 16,0

10–24

A-Lagen B-Lagen

5–11

DONAUSTADT Monatsmieten netto in EUR/m 2

Wohnungen Büros Geschäftslokale

Ø 11,00 9,0 bis 20,0

FLORIDSDORF

Zinshauspreise Renditen DONAUSTADT

Zinshauspreise Renditen

1.600 bis 3.400 EUR/m 2­ 2,4 bis 3,3%

2.000 bis 3.400 EUR/m 2­ 2,5 bis 3,4%

10–20

A-Lagen B-Lagen

6–9

Die beiden mit Abstand größten Bezirke der Stadt haben traditionell den bei weitem kleinsten Zinshausmarkt. Impulse für diesen kommen aus dem boo- menden Wohnungsneubau und dem starken Zuzug nach „Transdanubien“. 21., Floridsdorf | 22., Donaustadt

Infrastrukturinvestitionen stärken den Wohnstandort

Entwicklung war, so sind es nun zahlreiche große Schulneubauten, Einkaufsmöglichkeiten und hochwertige multifunktionale Entwicklungspro- jekte wie das „CITYGATE“ oder „Vienna Twen- tytwo“ (ursprünglich Forum Donaustadt). Positiv ist auch, dass in diesen Projekten und in der Donau City zahlreiche hochwertige Arbeits- plätze entstehen, damit werden die beiden Bezirke auch für immer mehr einkommensstarke Haushalte attraktiv. Diese haben vor allem das Umfeld der Alten Donau entdeckt, das wegen seines hohen Freizeitwerts mittlerweile zu den sehr teuren Wohnlagen der Stadt zählt. Auch die erfolgreiche Entwicklung des städtischen Pres- tigeprojekts „Seestadt Aspern“ trägt wesentlich zum kontinuierlichen Imagewandel der Bezirke nördlich der Donau bei. Aus Investorensicht ist der Zinshausmarkt in Flo- ridsdorf und Donaustadt vor allem für Abbruch-/ Neubau-Projekte interessant. Immer wieder ver- suchen Entwickler, zwei oder drei benachbarte Bestandsobjekte zu erwerben, um an deren statt größere Neubauprojekte zu realisieren. Möglich- keiten gibt es dabei weniger in Donaustadt als in Floridsdorf, wo vor allem die Floridsdorfer Haupt- straße weiteres Potenzial hat.

Schon 2019 war das Transaktionsvolumen in den beiden nördlich der Donau gelegenen Bezirken mit nur 27 Mio. Euro sehr gering und fiel 2020 auf nur mehr 11 Mio. Euro. Gerade einmal fünf Gesamtobjekte und ein Zinshausanteil wurden gehandelt, alle Transaktionen befanden sich im Preisbereich zwischen einer und drei Mio. Euro.

„Bevölkerungswachstum, hoher Freizeitwert, zusätzliche Arbeits- plätze und Imagewandel bringen gute Entwicklungsperspektiven.“

Quantitativ kann der Zinshausmarkt vom starken Bevölkerungswachstum in Donaustadt und Flo- ridsdorf schon deswegen wenig profitieren, weil der Bestand recht klein ist. Für die Entwicklung des Preisniveaus ist dieses hingegen durchaus relevant. Vor allem die kontinuierliche Verbes- serung der Infrastruktur wertet „Transdanubien“ als Wohnlage auf. Nachdem in der Vergangen- heit der Ausbau der Verkehrsanbindung mit den drei U-Bahn-Linien U1, U2 und U6 der Motor der

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