Wiener Zinshausmarktbericht 2021

MEIDLING

Zinshauspreise Renditen

2.000 bis 3.900 EUR/m 2­ 2,0 bis 3,1%

Monatsmieten netto in EUR/m 2

Wohnungen Büros Geschäftslokale

Ø 11,00 9,5 bis 15,0

12–30

A-Lagen B-Lagen

5–10

Nachdem der Bahnhof Meidling und die gute Entwicklung der Einkaufsmeile Meidlinger Hauptstraße lange für Impulse sorgten, ist der Markt in eine ruhi- gere Phase eingetreten. Das Investoreninteresse ist aber nach wie vor groß. 12., Meidling

Spitzenpreis steigt auf 3.900 Euro/m²

Bahnhofs Meidling zum wichtigen Knoten für die West- und die Südstrecke ebenso wie für die gute Entwicklung der Meidlinger Hauptstraße nach ihrer Umgestaltung zu einer Fußgängerzone. Nachdem die Lagen im Umfeld des Bahnhofs und der Hauptstraße ihre Potenziale zu einem guten Teil ausgeschöpft hatten, konzentrierten sich die Investoren stärker auf andere Bezirksteile. Neue Impulse kommen dabei vor allem von großen Neu- bauprojekten an den Bezirksrändern. An erster Stelle ist das „Vio Plaza“ neben der U4- Station Meidling auf den ehemaligen „Komet- gründen“ zu nennen. Der Nutzungsmix mit Bü- roflächen, Shoppingcenter, Hotel, Fitnessstudio und knapp 200 Wohnungen kann für den Stand- ort äußerst positiv bewertet werden. Im Westen des Bezirks steht mit dem Projekt „Eichenstraße 1“ ebenfalls ein Großprojekt in den Startlöchern. Auch dieses weist bei einem breiten Nutzungsmix eine Gesamtnutzfläche von rund 50.000 m² auf. Je näher die Fertigstellung der beiden Projekte rückt, desto stärker werden diese auf ihr näheres und weiteres Umfeld ausstrahlen. Für Zinshausin- vestoren eröffnen sich dadurch mittelfristig gute Wertsteigerungspotenziale.

Ein Blick auf die Preisentwicklung zeigt ein durch- aus erfreuliches Bild des Markts für Zinshäuser und Zinshausanteile in Meidling. Die Spitzenpreise stiegen im Jahresvergleich um weitere 200 Euro auf 3.900 m² und spiegeln so das anhaltend gro- ße Interesse der Investoren an dem Bezirk wider. Auch der Durchschnittspreis hat angezogen und liegt im Bereich von 3.000 Euro. „Die attraktive Neubebauung der „Kometgründe“ bietet vor al- lem den nördlichen Bezirksteilen spannende Perspektiven.“ Anders präsentiert sich die quantitative Entwick- lung: Es kamen deutlich weniger Objekte als in den Vorjahren auf den Markt, das Transaktionsvolumen ist im Jahresvergleich um rund 35 Prozent gesun- ken. Im Grundbuch eingetragen wurden Verkäufe mit einem Gesamtwert von über 50 Mio. Euro. Grund für die Rückgänge ist, dass die Faktoren, die jahrelang den Markt bewegten, mittlerwei- le eingepreist sind. Das gilt für den Aufstieg des

44

Powered by