Wiener Zinshausmarktbericht 2021

NEUBAU

Zinshauspreise Renditen

3.000 bis 5.600* EUR/m 2­ 1,5 bis 2,6%

Monatsmieten netto in EUR/m 2

Wohnungen Büros Geschäftslokale

Ø 12,25 9,5 bis 16,0

30–120

A-Lagen B-Lagen

6–25

Kaum ein anderer Bezirk verbuchte in den vergangenen Jahren einen ähnlich starken Aufschwung. Mittlerweile sind die kurzfristigen Potenziale weitgehend ausgereizt, und der Markt ist in eine ruhigere Phase eingetreten. 7., Neubau

Fokus auf Lagen in Gürtelnähe

Bezirks verbucht. Hier strahlt, sowie im Nach- barbezirk Mariahilf, die steigende Attraktivität des Europaplatzes aus, der Überlegungen für ertragsstarke Alternativnutzungen im Hospitality- Segment inspiriert. Sehr positiv ist, dass in großen Teilen des Bezirks die Verwertung von Erdgeschoßflächen sehr gut funktioniert. Das ist zweifellos den zahlreichen kleinen, alternativ angehauchten Einzelhändlern und Dienstleistern geschuldet, für die der siebte Wiener Gemeindebezirk so etwas wie das „natür- liche Biotop“ darstellt. Nominell ist das Transaktionsvolumen im Jahres- vergleich radikal zurückgegangen. Das ist keines- wegs sinkendem Investoreninteresse als vielmehr dem Mangel an Angeboten zuzuschreiben. Zudem ist es auch der Zufälligkeit geschuldet, dass 2020 die großen Transaktionen in der Mariahilfer Straße allesamt auf ungerade Hausnummern und damit den 6. Bezirk entfielen – wäre etwa statt der Mariahilfer Straße 69 die Hausnummer 68 gehandelt worden, sähe das Bild ganz anders aus. Daher ist es auch sinnvoll, bei einer Evaluierung des Markts nicht nur Bezirke, sondern ähnlich strukturierte Stadtteile wie etwa Mariahilf und Neubau gesamthaft zu betrachten.

Die enorme Beliebtheit von Neubau als Wohnbe- zirk sorgte über Jahre hinweg für einen nachhal- tigen, überdurchschnittlichen Aufschwung des Zinshausmarkts. Der Alternative Chic dieses Stadtteils zieht eine einkommensstarke Klientel an, die auch dafür sorgte, dass die wenigen Neu- bauprojekte wie z. B. auf dem Gelände des frühe- ren Kurier-Verlagshauses in der Lindengasse zu absoluten Höchstpreisen bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter verwertet werden konnten.

„Überdurchschnittlich gute Verwertungschancen für Erd- geschoßflächen“

Bei einem durchschnittlichen Preisniveau von knapp 5.000 Euro und Spitzenpreisen von über 7.000 Euro ist diese Entwicklung aber weitgehend konsumiert, dementsprechend ist der Markt in eine ruhigere Phase eingetreten. Am meisten Bewegung ist in den gürtelnahen Bereichen, die preislich noch etwas niedriger liegen, zu ver- zeichnen. Dort wurde 2020 auch die mit einem Volumen von 15 Mio. Euro größte Transaktion des

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* Wegen des überdurchschnittlichen Einzelhandels-/Gewerbeanteils höherer Kaufpreis pro m²

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