auf. Damit kehrt ein wichtiger Nachfrage- treiber schrittweise zurück – wenngleich zu geringeren Preisen, aber weiterhin mit klarem Fokus auf risikoarme, qualitativ hochwertige Assets im Einklang mit dem beschriebenen Trend zur Core-Qualität. Privatinvestoren und Eigennutzer blieben daneben eine konstant bedeutende Käufergruppe, die insbesondere im Bestandssegment und bei niedrigeren Transaktionsvolumina für stabile Marktaktivi- tät sorgt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise im Nahen Osten bleibt das Marktumfeld allerdings von erhöhter Unsicherheit geprägt, was sich dämpfend auf Risikobereitschaft und Transaktionsdynamik auswirkt. Die Angebotsseite wird weiterhin maßgeblich von offenen Fonds, Projektentwicklern sowie Bestandshaltern mit anstehendem Refinan- zierungsbedarf bestimmt. Die angespannten Finanzierungsbedingungen sowie weiterhin hohe Insolvenzzahlen verstärken diesen Trend zusätzlich und führen punktuell zu einem breiteren Verkaufsangebot sowie zu selektiv steigendem Verkaufsdruck.
Die Entwicklung der Renditen bleibt eng mit dem Finanzierungsumfeld verknüpft: Setzt die Europäische Zentralbank weitere Unternehmen agieren bei Anmietungen vorsichtiger, was sich vor allem abseits Zinsschritte um, dürfte sich der Druck auf die Fremdkapitalkosten noch zusätzlich erhöhen und auch die Zinsen am „langen Ende“ weiter nach oben drücken. Im stabilen Core-Segment ist angesichts des anhaltend hohen Wettbewerbs um hochwertige Objekte dennoch von einem relativ stabilen Rendite- niveau auszugehen, während risikoreichere Lagen und Objekte einen wachsenden etablierter Toplagen in schwächerer Nachfrage und steigenden Leer- standsraten zeigt.
Renditeaufschlag aufweisen – Ausdruck der anhaltenden Flucht in Qualität und der spürbaren Preiskorrektur an schwächeren Standorten. Im Bürosektor lagen die Spitzen- renditen in CBD-Lagen bei etwa 5,00 % bis 5,50 %, in peripheren Lagen jedoch jenseits von 6 %. Wohnimmobilien im Core-Segment bewegten sich in Wien bei etwa 4,00 % bis 4,50 %, in den Bundesländern mindestens 50 bps darüber; Core-Logistik- und Hotelimmobi- lien blieben stabil im Bereich von rund 5,00 % bis 6,00 %, während Core-Fachmarktzentren weiterhin bei etwa 6,00 % bis 6,50 % lagen. Vor dem Hintergrund des angespannten Finanzierungsumfelds, möglicher weiterer Zinsschritte sowie einer erhöhten globalen makroökonomischen Volatilität wird das Renditeniveau tendenziell in allen Nutzungs- kategorien ansteigen. Dies eröffnet vor allem finanzstarken, eigenkapitalstarken Investoren attraktive Opportunitäten für Markteinstieg oder Portfolioausbau.
Investmentmarkt
Nach ersten Erholungstendenzen Anfang 2026 dämpft das makroökonomische Umfeld den Markt in der zweiten Jahreshälfte.
Nach starkem Jahresauftakt kühlte sich die Marktdynamik im zweiten und dritten Quartal des Jahres spürbar ab, getrieben von steigenden Zinsen, Inflation, restriktiven Finanzierungsbedingungen und einer schwachen Konjunktur. Das Zinsumfeld bleibt für Investoren die zentrale Belastung. Die Europäische Zentralbank wird die Leitzinsen im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich nochmals anheben, was Fremdkapital zusätz- lich verteuert und den Trend zu eigenkapital- getriebenen Strategien verstärkt. Fremd- finanzierte Transaktionen werden dadurch strukturell erschwert, eigenkapitalstarke Investoren bauen ihre Wettbewerbsposition
weiter aus. Die verhaltene Konjunktur bremst dabei zunehmend auch den gewerblichen Vermietungsmarkt. Unternehmen agieren bei Anmietungen vorsichtiger, was sich vor allem abseits etablierter Toplagen in schwächerer Nachfrage und steigenden Leerstandsraten zeigt. Der Markt wurde in den ersten drei Quartalen 2026 weiterhin maßgeblich von „deutschsprachigem“ Kapital getragen: Österreichische sowie deutsche Investoren stellten unverändert die aktivsten Marktteilnehmer dar und bestimmen in weiten Teilen das Transaktionsgeschehen. Investoren von außerhalb des DACH-Raumes sowie Investoren von außerhalb Europas
agierten demgegenüber zurückhaltender und selektiver – vor allem eine Folge anhaltender geopolitischer Spannungen und eines volatileren makroökonomischen Umfelds. Zudem verfügen internationale Anleger aktuell über ein breiteres Spektrum an Anlagealter- nativen und allokieren Kapital verstärkt in Märkte mit kurzfristig höherer Liquidität bzw. attraktiveren Rendite-Risiko-Profilen. Nach einer eher zurückhaltenderen Marktphase zeigten jedoch die institutionellen Investoren – insbesondere Versicherungen und Spezial- fonds – im Verlauf der ersten drei Quartale 2026 wieder eine zunehmende Präsenz am Markt und traten selektiv verstärkt als Käufer
Referenzprojekte Investment
Muthgasse 11
Wipplinger Straße 35
Wissenschaft trifft Investment bei der Vermittlung der Immobilie mit über 18.000 m², die der- zeit die BOKU beheimatet. EHL Investment Consulting vermittelte erfolgreich diese erstklassige Life-Science-Immobilie im 19. Bezirk.
Im 1. Wiener Gemeindebezirk ver- mittelte EHL Investment Consul- ting das moderne Bürogebäude ‚Haus der Europäischen Union‘ mit über 4.600 m² Nutzfläche, Tiefgaragenplätzen und zwei Dachgeschosswohnungen.
Spitzenrenditen Büroimmobilien im europäischen Vergleich (in %)
Gesamtfläche 18.200 m ² Auftraggeber Privatinvestoren
Gesamtfläche
4.600 m ²
8 %
Auftraggeber
Hallmann
8,0
Franz-Jonas-Platz
Hietzinger Kai 101-105
6 %
6,5
6,25
Im Rahmen eines co-exklusiven Mandats vermittelte EHL Invest- ment Consulting das voll vermie- tete Büro- und Geschäftsgebäude am Franz-Jonas-Platz mit über 11.000 m² Nutzfläche in zentraler Lage am Bahnhof Floridsdorf.
EHL Investment Consulting ver- mittelte die ehemalige Allianz Zentrale am Hietzinger Kai an Kollitsch Invest. Geplant ist eine Neuentwicklung der rund 22.000 m² mit Wohn-, Büro- und Gewerbenutzung.
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Gesamtfläche
11.000 m ²
Gesamtfläche
22.000 m ²
Auftraggeber
S IMMO AG
Auftraggeber
KGAL
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Quelle: EHL Market Research | BNP Paribas Real Estate | Q1 2026
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