Wiener Zinshausmarktbericht 2021

PENZING

Zinshauspreise Renditen

2.000 bis 4.400 EUR/m 2­ 1,9 bis 2,9%

Monatsmieten netto in EUR/m 2

Wohnungen Büros Geschäftslokale

Ø 11,25 8,5 bis 13,0

10–25

A-Lagen B-Lagen

5–9

Mit einer ganzen Reihe von Großprojekten hat der 14. Bezirk die Spitzenposition im Neubau in bereits etablierten Wiener Wohnlagen übernommen. Die starke Dynamik spiegelt sich auch in der sehr positiven Preisentwicklung wider. 14., Penzing

Abbruch und Neubau dominiert

heren) Abschnitt für Abbruch-/Neubau-Projekte attraktiv. Diese Bauvorhaben bewegen sich durchwegs in einer Größenordnung von 2.000 m² bis 3.000 m² Nutzfläche. Zudem erlebt Penzing eine gewisse Renais- sance bei gewerblichen Nutzungen und als Bürostandort. Ein Landmark-Projekt ist dabei der multifunktionale ÖAMTC-Stützpunkt an der Westausfahrt, auch die Zusammenführung der Allianz-Gruppe in der Linzer Straße hat große Signalwirkung.

Ehemalige Kasernen und stillgelegte Fabriken sind die Basis für einen bemerkenswerten Aufschwung, den Penzing aktuell als Wohnbezirk erlebt. Diese Flächenreserven ermöglichen die Realisierung von Großprojekten, mit denen der Wohnungsmarkt auch preislich in neue Kategori- en vorstößt. In einer fast genau von Süden nach Norden führenden Reihe werden derzeit in den Projekten „Kennedy Garden“ (frühere Siemens-Fabrik) und „Alice im Cumberland“ sowie auf den Liegen- schaften der früheren Salesianer-Zentrale, der ehemaligen Körnerkaserne und eines Busun- ternehmens rund 2.000 Wohnungen errichtet. Dabei werden für Eigentumswohnungen teilweise bereits Quadratmeterpreise von mehr als 5.500 Euro netto erreicht. Die hochwertigen Neubauprojekte geben auch dem Zinshausmarkt starke Impulse, die mitt- lerweile örtlich deutlich über den traditionellen Hotspot Altpenzing nahe Schönbrunn hinausra- gen. Insbesondere die Linzer Straße erlebt eine Neubewertung als Wohnlage. Das Preisniveau macht diese vor allem im östlichen (zentrumsnä-

„Nachhaltige Aufwertung als Wohnlage durch hochwertige Neubauprojekte“

Diese Kombination positiver Einflussfaktoren hat das Preisniveau auf dem Zinshausmarkt noch- mals deutlich nach oben getrieben. 2020 wurden bereits Quadratmeterpreise von bis zu 4.400 Euro und damit gut zehn Prozent mehr als im Jahr davor erzielt. Auch die Durchschnittspreise in den etwas kostengünstigeren Bezirksteilen zogen erheblich an. Das Marktvolumen war hingegen rückläufig, mit 49 Mio. Euro wurde der Wert aus 2019 um rund ein Drittel unterschritten.

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