Wiener Zinshausmarktbericht 2021

FAVORITEN Monatsmieten netto in EUR/m 2

Wohnungen Büros Geschäftslokale

Ø 10,45 9,0 bis 22,0

15–45

A-Lagen B-Lagen

5–12

SIMMERING Monatsmieten netto in EUR/m 2

Wohnungen Büros Geschäftslokale

Ø 9,95 8,5 bis 13,5

FAVORITEN

Zinshauspreise Renditen SIMMERING

Zinshauspreise Renditen

1.900 bis 3.200 EUR/m 2­ 2,4 bis 3,3%

1.800 bis 2.800 EUR/m 2­ 2,8 bis 3,5%

14–23

A-Lagen B-Lagen

5–9

Die Flächenbezirke im Süden und Südosten der Stadt mit ihren relativ kleinen Zinshausbeständen zählen mit deutlich steigendem Transaktionsvolumen und anziehendem Preisniveau zu den Gewinnern des Jahres. 10., Favoriten | 11., Simmering

Comeback an der U-Bahn-Linie U3

Zunehmend gewinnen aber auch andere Entwicklungen an Bedeutung für den Zinshaus- markt. Die Verlängerung der U-Bahn-Linie U1, Wohnungsneubau im mittleren Preisbereich und auch die langsam anlaufenden Aktivitäten rund um das Stadtentwicklungsgebiet „Neues Landgut“ sorgen für interessante Perspektiven in den südlicheren, etwas zentrumsferneren Bezirksteilen. „Favoriten ist dank höherer Renditen und guten Werksteige- rungspotenzials für Zinshausin- vestoren salonfähig geworden.“ Diese Kombination positiver Einflussfaktoren hat zu einem gewissen Imagewandel des Markts geführt. Bei privaten, aber auch institutionellen Investoren sind Engagements in Favoriten mittler- weile durchaus salonfähig. Untermauert wird das durch den Kauf des CPI-Portfolios durch den deutschen Assetmanager aik. Dieses hat seinen Schwerpunkt im Bezirk, und es war wegen der hier noch etwas höheren Mietrenditen und der im Wienvergleich noch recht niedrigen Quadratme- terpreise besonders attraktiv.

Die Transaktionsvolumina in den beiden großen und einwohnerstarken Bezirken im Süden und Südosten entwickelten sich 2020 klar gegen den wienweiten Trend. Verkäufe von Gesamtobjekten und Zinshausanteilen mit einem Gesamtwert von mehr als 63 Mio. Euro bedeuten im Jahresver- gleich mehr als eine Verdoppelung. Dabei sticht insbesondere das Comeback des 11. Bezirks hervor, der 2019 noch nahe inexistent war. Bei Preisen von bis zu 2.800 Euro/m² entfiel der Großteil des Zuwachses auf Simmering. 20 Mio. Euro (nach gerade einer im Jahr davor) wurden umgesetzt, wobei sich das Marktgeschehen auf das Umfeld der vier U-Bahn-Stationen der Linie U3 des Bezirks konzentrierte. Auch die mit mehr als zehn Mio. Euro größte Einzeltransaktion wur- de in der Simmeringer Hauptstraße verbucht. Zwar weniger stark, aber doch signifikant war der Anstieg des Marktvolumens in Favoriten. Hier setzen weiterhin der Hauptbahnhof und das an ihn anschließende Sonnwendviertel die stärksten Impulse für die Marktentwicklung. Die Preise erreichten bereits recht beachtliche 3.200 Euro pro Quadratmeter.

42

Powered by