Erster Wiener Wohnungsmarktbericht 2026

2026 ausgabe

editorial

03

Moderne Architektur ist im Idealfall immer die Auseinandersetzung mit den Menschen. — Richard Meier

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Wir freuen uns, Ihnen mit der vierzehnten Ausgabe des Ersten Wiener Wohnungsmarktberichts – einer gemeinsa- men Publikation von BUWOG und EHL Immobilien – erneut einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen, Trends und Perspektiven zu bieten. Der Wiener Wohnungsmarkt zeigt wieder eine positive Dynamik – 2026 wird wieder ein Jahr neuer Chancen für Entwickler, Bauträger und Wohnungssuchende. Nach den Krisen der vergangenen Jahre sind eine fundierte Analyse des Marktgeschehens und eine Bewertung von Risiken und Potenzialen wichtiger denn je – besonders vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, der an- gespannten weltweiten Wirtschaftslage sowie veränderter Wohn- und Lebensgewohnheiten und neuer Anforderun- gen an Wohnimmobilien. Der Erste Wiener Wohnungsmarktbericht hat sich über die Jahre als maßgebliches Nachschlagewerk etabliert und ist gerade in von Veränderung und Unsicherheit geprägten Zeiten bedeutend. Unser Markt-Know-how basiert auf jähr- lichen Datenerhebungen und Recherchen, deren Ergebnisse direkt in unsere Projekte und Dienstleistungen einfließen – ein klarer Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner. Steigen die Preise in Wien 2026 wieder? Ist jetzt ein guter Zeit- punkt zum Verkauf? Und wie entwickelt sich die Nachfrage in den einzelnen Bezirken? Mit einem breiten Spektrum an Informationen bietet der vorliegende Bericht eine wertvolle Orientierung für Wohnungssuchende, die sich 2026 auf zahlreiche neue Projektstarts freuen können, ebenso wie für Stadtplanerinnen und Stadtplaner, Magistratsabteilungen, wissenschaftliche Institutionen und institutionelle Investoren. Wir blicken mit mehr Zuversicht und steigendem Optimis- mus auf das kommende Jahr und wünschen Ihnen wie immer eine interessante Lektüre und ein erfolgreiches 2026 auf dem Wiener Wohnungsmarkt.

der Wiener Immobilienmarkt hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch gezeigt. Auf die wirtschaftliche Abkühlung der Krisenjahre folgte ein deutlicher Rückgang des Neubauvolumens in Österreich. Gleichzeitig haben eine steigende Nachfrage, attraktivere Finanzierungskonditio- nen sowie gedämpfte Baupreise im Vorjahr wieder einen positiven Ausblick eröffnet – insbesondere bei der Planung neuer Projekte und für den Bau dringend benötigten zu- sätzlichen Wohnraums. Auch wenn sich der Markt 2025 teilweise stabilisiert hat, blieb das Jahr nicht frei von Herausforderungen. Die nied- rigen Fertigstellungszahlen führten – insbesondere vor dem Hintergrund des unausgeglichenen Verhältnisses von (leistbarem) Angebot und Nachfrage – zu einer spürbaren Anspannung. Vor allem im stark nachgefragten Miet- wohnungssegment resultierte dies in einem erheblichen Mangel. Teile der Branche waren mit Projektstopps, Ver- zögerungen und zum Teil sogar Insolvenzen konfrontiert. Die Bautätigkeit in Wien konnte daher mit dem steigenden Wohnraumbedarf nicht Schritt halten, besonders im frei finanzierten Segment verschärfte sich die Situation. Nun richten sich alle Blicke auf 2026. Die Stimmung inner- halb der Branche hat sich deutlich aufgehellt, und eine Trendwende zeichnet sich ab. Auch wenn das Jahr nach wie vor erhebliche zusätzliche Anstrengungen und Enga- gement von den Marktteilnehmern erfordert, ist mit einer weiterhin wachsenden Nachfrage zu rechnen, während weitere Rückgänge der Bautätigkeit nicht zu erwarten sind. Bereits im vergangenen Jahr haben zahlreiche Unter- nehmen neue Projektstarts angekündigt und damit einen ersten entscheidenden Schritt zur Schaffung dringend benötigten Wohnraums getan. Zugleich motivieren gesunkene Zinsen in Kombination mit stark steigenden Mieten viele Menschen, sich erneut mit dem Erwerb von Eigentum auseinanderzusetzen. Diese Entwicklung trägt maßgeblich zur Belebung des Immobilienmarkts bei und schafft positive Impulse sowohl für Käuferinnen und Käufer als auch für Projektentwickler gleichermaßen.

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Daniel Riedl FRICS Vorstandsmitglied Vonovia SE

Andreas Holler BSc Geschäftsführer BUWOG Group GmbH

KommR Mag. Michael Ehlmaier FRICS Geschäftsführender Gesellschafter EHL Immobilien GmbH

Karina Schunker M.A. MRICS Geschäftsführerin EHL Wohnen GmbH

inhalt

05

Wiens Bevölkerung Das Bevölkerungswachstum in Wien nimmt stetig zu, was einen jährlichen Bedarf an zusätzlichem Wohnraum generiert.

11

17

Wiens Bezirke im Detail Jeder der 23 Wiener Bezirke und seiner Stadtteile weist einen unverwechselbaren Charakter auf.

Editorial

03

Wiener Bezirke

Projekte BUWOG & EHL

38

05 06 07

17 18

68 70 72 74 78 80

Inhaltsverzeichnis BUWOG Group GmbH EHL Immobilien Gruppe

Wohnen in Wien 1010 Wien · Innere Stadt 1020 Wien · Leopoldstadt 1030 Wien · Landstraße 1040 Wien · Wieden 1050 Wien · Margareten 1060 Wien · Mariahilf 1070 Wien · Neubau 1080 Wien · Josefstadt 1090 Wien · Alsergrund 1100 Wien · Favoriten 1110 Wien · Simmering 1120 Wien · Meidling 1130 Wien · Hietzing 1140 Wien · Penzing 1150 Wien · Rudolfsheim-F. 1160 Wien · Ottakring 1170 Wien · Hernals 1180 Wien · Währing 1190 Wien · Döbling 1200 Wien · Brigittenau 1210 Wien · Floridsdorf 1220 Wien · Donaustadt 1230 Wien · Liesing

BUWOG / MY.TURN EHL / VIENNA TWENTYTWO BUWOG / drygalski EHL / Village im Dritten

20 22 24 26 28 30 32 34 36 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 62 64 66

Wohnungsmarkt

BUWOG / viéno EHL / Bella Vita

09 10 11

Eigentümerstruktur Demografie Österreich Demografie Wien Haushalte Österreich Haushalte Wien

Trendthema

12 13

38

Wenn Brownfields zu Wohnraum werden

68

14 16

76

Sinus-Milieus ® Unterwegs in Wien

Wohnen im Wiener Umland

82 83 84

Schlusswort Glossar Impressum

Wenn Brownfields zu Wohnraum werden Sie gelten als wichtigste Raumreserve für nachhaltige Stadtentwicklung, weil sie bereits erschlossen sind und ohne zusätzlichen Boden- verbrauch revitalisiert werden können.

Beste Referenzen Die BUWOG Group GmbH und die EHL Wohnen GmbH präsentieren eine Auswahl ihrer aktuellsten Immobilienprojekte.

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

BUWOG Group GmbH

EHL Immobilien Gruppe

07

Die BUWOG Group GmbH hat sich im Laufe der Jahre als führender privater Komplettanbieter auf dem österreichischen Wohnimmobilienmarkt etabliert und blickt auf 75 Jahre Erfahrung zurück. Unter dem Motto „Glücklich wohnen“ ist die BUWOG seit jeher bestrebt, die besten Wohnerlebnisse für ihre Kundinnen und Kunden zu schaffen. Sie zeichnet sich durch ihre ausgeprägte Kompetenz aus – sei es in der Planung, im Bau, in der Vermarktung oder der Bewirtschaftung und Verwaltung von Immobilienobjekten. Das Fundament unseres täglichen Schaffens bildet die Expertise in allen Aspekten des Bauens und Wohnens, die sich über viele Jahre hinweg angesammelt hat und laufend erweitert werden konnte. Unsere Geschäftstätigkeit stützt sich auf drei Kernelemente: Asset und Property Management (nachhaltige Vermietungs- und Bestandsbewirtschaftung) von eigenen Beständen und jene von Dritten, Property Sales (Verkauf von Einzelwohnungen, Objekten und Portfolios) und Property Development (Planung und Errichtung von Neubauten). So können wir die gesamte Wert- schöpfungskette des Wohnungsimmobiliensektors in Österreich abdecken und sind dabei immer bestrebt, den hohen Qualitäts- ansprüchen unserer Kund:innen gerecht zu werden. Glücklich wohnen

Wir leben Immobilien

Die BUWOG Group GmbH verfügt

Die EHL Wohnen GmbH ist Teil der EHL Immobilien Gruppe und eines der führenden Maklerunternehmen im Großraum Wien, in Wiens Umgebung, Graz und Linz. Neben der Vermittlung von Miet-, Eigentums- und Vorsorgewohnungen sowie von Grundstücken und Häusern ist das Unternehmen im Bauträger-Consulting aktiv und berät Entwickler bei der Konzeption und Vermarktung ihrer Projekte. EHL Immobilien, gegründet 1991 , ist einer der führenden Immobiliendienstleister Österreichs und auf Wohn-, Gewerbe- und Investment- immobilien spezialisiert. Unser Dienstleistungsspektrum reicht von Immobilienvermittlung über Immobilienbewer- tung, Asset- und Portfoliomanagement bis zu Market Research und Investmentberatung. EHL wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Unter anderem zwölf Mal in Folge mit dem IMMY, dem Qualitätspreis der Wirtschafts- kammer Wien. Darüber hinaus erhielt EHL

bereits vierzehn Cäsaren und wurde

über ein hochwertiges Immobilienbestands- portfolio, das aktuell rund 36.800 Einheiten in Österreich umfasst, in Summe verwaltet die BUWOG in Österreich knapp 55.000 Einheiten. Hinzu kommen etwa 6.000 Wohneinheiten, die sich derzeit in Entwicklung befinden. Eine Vielzahl an Auszeichnungen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene – bestätigt das erfolgreiche Wirken der BUWOG auf dem Immobilienmarkt. Dieser Erfolg spiegelt vor allem die herausragenden Leistungen unserer 360 engagierten Mitarbeiter:innen wider, die tagtäglich Teamkompetenz, Einsatz- bereitschaft und Professionalität beweisen. Seit Januar 2019 ist die BUWOG Group GmbH eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Vonovia SE, Deutschlands führendem Wohnungsunternehmen mit Sitz in Bochum.

schon zum vierzehnten Mal in Folge als stärkste Immobilienmarke Österreichs prämiert.

EHL vermittelte 2025 ca. 1.680 Wohneinheiten (Miete/Eigentum/Vorsorge) und ca. 105.000 Quadratmeter Büro-, Einzelhandels- und Logistik- flächen und setzte im Investment ein Transaktionsvolumen in Höhe von

ca. EUR 800 Millionen um. Im stark wachsen- den Segment Immobilienbewertung liegt das Jahresvolumen bei über EUR 19,5 Milliarden. Die exklusive Partnerschaft mit dem globalen Immobiliendienstleister BNP Paribas Real Estate sichert der EHL Gruppe ein globales Netzwerk und Markt-Know-how in 23 Ländern.

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

Gute Architektur ist kein Zufall. Sondern eine bewusste Entscheidung. — Christian Gaus

eigentümerstruktur

09

Im Vergleich zu den übrigen acht Bundesländern weist Wien eine deutlich abweichende Eigentümerstruktur auf. Von den rund 974.636 Hauptwohnsitzen entfallen etwa 76 Prozent auf Mietwohnungen. Mehr als die Hälfte dieser Mietobjekte, nämlich 55 Prozent, befindet sich im Eigentum der Stadt Wien oder gemeinnütziger Bauver- einigungen und stellt damit einen zentralen Pfeiler des sozialen Wohnungsangebots der Bundeshauptstadt dar.

Der Anteil an Eigentumswohnungen liegt mit 14 Prozent in Wien zwar nur leicht über dem österreichischen Durchschnitt, bleibt jedoch im Verhältnis zum hohen Miet- wohnungsanteil vergleichsweise gering. Hingegen machen Einfamilienhäuser, die österreichweit mit 36 Prozent die häufigste Wohnform darstellen, in Wien aufgrund der dichten urbanen Bebauung lediglich rund 5 Prozent der Hauptwohnsitze aus.

Wohnungsbestand 2025

Österreich

Wien

Absolute Zahlen

Absolute Zahlen

4.158.500 1.505.377 486.545 1.788.155

974.636

Unterkünfte als Hauptwohnsitz insgesamt

51.656

Hauseigentum

139.373 739.749 203.212 203.212 333.326

Wohnungseigentum

Miete

282.778 702.787 802.591 378.424

Gemeindewohnung

Genossenschaftswohnung

Andere Miete

43.859

Sonstige

Quelle: Statistik Austria, Abweichungen können sich aus Rundungsdifferenzen ergeben.

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

demografie österreich

demografie wien

11

Österreich zählte im Oktober 2025 9.216.459 Einwohner:innen – und wird laut aktueller Prognose weiter wachsen, wenn auch deutlich langsamer als bisher. Bis 2040 steigt die Bevölkerung nur mehr um etwa 2,5 Prozent, bevor sich das Wachstum in den folgenden Jahrzehnten spürbar abschwächt und schließlich stagniert. Insgesamt zeichnet sich damit eine Zukunft ab, in der Österreich zwar weiter wächst, jedoch deutlich verhaltener, und zugleich älter wird. Diese Trends prägen bereits heute zentrale gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche – vom Wohnraumbedarf über den Arbeitsmarkt bis hin zu Pflege und sozialer Infrastruktur.

Mit dem Überschreiten der Zwei-Millionen-Einwohner-Grenze im Jahr 2023 gehört Wien früher als prognostiziert zu den bevölkerungsreichsten Städten Europas. Im Januar 2025 lebten 2.038.514 Menschen in der österreichischen Bundes- hauptstadt. In Verbindung mit dem weiterhin starken Bevölkerungswachstum führt dies zu einem deutlich erhöhten Bedarf an zusätzlichem Wohnraum.

Bevölkerungsprognose Österreich 2025 bis 2080

Bevölkerung 1.1.2025 nach Altersgruppen

Bevölkerung 1.1.2025 nach Altersgruppen

Bevölkerungsprognose Wien 2025 bis 2080

2.338.566

9.071.087

9.216.459

2.038.514

Bevölkerung

> 65 Jahre 16,5 %

> 65 Jahre 20,22 %

19,20 %

10.000.000

0-19 Jahre

0-19 Jahre 19,4 %

Bevölkerung

8.000.000

2.000.000

A

W

6.000.000

Ø Alter 43,6 Jahre

Ø Alter 41,1 Jahre

1.750.000

60,58 %

4.000.000

20-64 Jahre 64,1 %

20-64 Jahre

1.500.000

2.000.000

Jahr

Jahr

0

1.250.000

2000 2010

2020

2030 2040 2050 2060

2070

1990

2000 2010

2020

2030 2040 2050 2060

2070

2025

2080

2025

2080

Prognose bis 2080

Prognose bis 2080

→ Das Bevölkerungswachstum flacht ab → Ein Rückgang der Bevölkerung wird ab den 2040er Jahren erwartet → Die demografische Alterung nimmt zu → Der Anteil der unter 20-jährigen wird auf 16,35 % sinken

→ 2080 werden in Wien ca. 2.338.566 Menschen leben → Das bedeutet ein Wachstum von fast 11,7 % → Der Anteil der über 65-Jährigen wird auf ca. 25 % steigen → Der Anteil der unter 20-Jährigen wird auf 16 % sinken

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

haushalte österreich Seit mehreren Jahren ist in Österreich ein deutlicher Trend hin zu kleineren Haushaltsstrukturen zu beobachten. Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Haus- haltsgröße bei 2,17 Personen. Trotz dieser Entwicklung bleibt das Einfamilienhaus weiterhin eine sehr beliebte Wohnform im Land. Diese Entwicklung dürfte sich auch künftig fortsetzen: Prognosen der Statistik Austria zufolge wird die Zahl der Privathaushalte bis 2060 auf 4,67 Millionen steigen, wobei Einpersonenhaushalte mit einem Anteil von 42,2 Prozent dominieren werden. Vor dem Hintergrund dieser demografischen Veränderungen sowie der zunehmenden Dringlichkeit klima- politischer Herausforderungen ist eine Neuausrichtung der Stadt- und Raum- planung notwendig.

haushalte wien

13

Rund 974.636 Privathaushalte zählte Österreichs Hauptstadt 2025, wobei die durchschnittliche Haushaltsgröße bei nur 2,04 Personen lag. Die Tendenz hin zu immer kleineren Einpersonen- haushalten ist vor allem in Wien erkennbar und führt zu einem wachsenden Bedarf an neuem Wohnraum, der durch vermehrte Bautätigkeit gedeckt werden soll.

Privathaushalte in Österreich Prognose für Ein- und Mehrpersonenhaushalte 2025 bis 2060

Privathaushalte in Wien Prognose für Ein- und Mehrpersonenhaushalte 2025 bis 2060

Anzahl Haushalte

Anzahl Haushalte

596.895

578.505

3.000.000

600.000

2.682.188

526.634

2.529.363

2.500.000

500.000

448.002

1.992.642

2.000.000

400.000

1.633.694

Einpersonenhaushalte

Einpersonenhaushalte

1.500.000

300.000

Mehrpersonenhaushalte

Mehrpersonenhaushalte

1.000.000

200.000

500.000

100.00

0

0

Jahr

Jahr

2025

2060

2025

2060

Quelle: WKO Statistik

Prognose bis 2060

Prognose bis 2060

→ Einpersonenhaushalte: Anstieg von fast 22 % → Mehrpersonenhaushalte: Anstieg von 6 % → Privathaushalte: Anstieg von 12,3 %

→ Einpersonenhaushalte: Anstieg von 29,1 % → Mehrpersonenhaushalte: Anstieg von 13,3% → Privathaushalte: Anstieg von 20,6 %

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

sinus-milieus ®

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Wer wohnt wie?

Sinus-Milieus ® sind ein Modell, das Menschen nach ihren Grundhaltungen und Lebensweisen gruppiert. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Gruppen der Sinus-Milieus ® im Hinblick auf ihr Konsumverhalten, ihren Lebensstil und ihr Wohnumfeld.

traditionelle Milieus

gehobene Milieus

Oberschicht / Obere Mittelschicht

Konservativ-Etablierte Die alte strukturkonservative Elite: klassische Verantwor- tungs- und Leistungsethik sowie Exklusivitäts- und Status- ansprüche; optimistische Grundhaltung, hohes Selbst- vertrauen, Wunsch nach Ordnung und Balance Traditionelle Die Sicherheit und Ordnung liebende ältere Generation: verhaftet in der kleinbürgerlichen Welt bzw. traditionellen Arbeiterkultur; anspruchslose Anpassung an die Notwendigkeiten

Performer Die global orientierte und fortschrittsoptimistische moderne Elite: Effizienz, Eigenverantwortung und individueller Erfolg haben oberste Priorität; globalökonomisches und liberales Denken; wirtschaftliche Rationalität ist Maßstab für alle Lebensbereiche; hohe Technik- und digitale Affinität Postmaterielle Die weltoffenen Kritiker:innen von Gesellschaft und Zeitgeist: vielfältig kulturorientiert und kosmopolitisch interessiert, aber kritisch gegenüber der Globalisierung; Verfechter:innen von Post-Wachstum, Nachhaltigkeit, diskriminierungsfreien Verhältnissen und Diversität Kosmopolitische Individualisten Die individualistische Lifestyle-Avantgarde: mental und geografisch mobil, online und offline vernetzt; auf der Su- che nach neuen Grenzen und unkonventionellen Erfahrungen, Lösungen und Erfolgen; ausgeprägte Selbst- darstellungskompetenz

PERFORMER

KOSMOPOLITISCHE INDIVIDUALISTEN

-

KONSERVATIV- ETABLIERTE

POSTMATERIELLE

Mittlere Mittelschicht

PROGRESSIVE REALISTEN

ADAPTIV- PRAGMATISCHE MITTE

Milieus der Mitte

NOSTALGISCH- BÜRGERLICHE

Nostalgisch-Bürgerliche Die systemkritische ehemalige Mitte: Wunsch nach gesi- cherten Verhältnissen und einem angemessenen Status bei gleichzeitiger Kritik an den herrschenden Verhältnissen; Überforderung und Abstiegsängste, Gefühl, vom aktuellen politischen und medialen Mainstream missachtet zu werden; Sehnsucht nach „alten Zeiten“

Untere Mittelschicht / Unterschicht

TRADITIONELLE

HEDONISTEN

KONSUMORIENTIERTE BASIS

moderne Unterschicht

Adaptiv-Pragmatische Mitte Der flexible und nutzenorientierte Mainstream:

GRUNDORIENTIERUNG

Konsumorientierte Basis Die um Orientierung und Teilhabe bemühte Unterschicht: Dazugehören und Anschlusshalten an den Lebensstil und Lebensstandard der breiten Mitte, aber Häufung sozialer Benachteiligung und Ausgrenzung; Gefühl des Abgehängt- seins, Verbitterung und Ressentiments Hedonisten Die momentbezogene, erlebnishungrige (untere) Mitte: Spaßhaben im Hier und Jetzt; berufliche Anpassung vs. Freizeit-Eskapismus; Verweigerung von Konventionen der Mehrheitsgesellschaft, starker Bezug auf die eigene Gruppe

ausgeprägter Lebenspragmatismus, hohe Anpassungs- und Leistungsbereitschaft; Nützlichkeitsdenken, aber auch Wunsch nach Spaß und Unterhaltung; starkes Bedürfnis nach Verankerung und Zugehörigkeit

Traditionelle Werte

Modernisierung

Neuorientierung

Progressive Realisten Die Treiber gesellschaftlicher Veränderungen:

Quelle: INTEGRAL Markt und Meinungsforschungsges.m.b.H.

Veränderungswille, ausgeprägtes Problembewusstsein für die globalen Herausforderungen; Synthese aus Verantwortungsbewusstsein und Selbstverwirklichung, aus Disruption und Pragmatismus, Erfolg und Nachhaltig- keit, Party und Protest

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

wohnen in wien

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Unterwegs in Wien

Die Tabelle fasst übersichtlich alle relevanten Infor- mationen und Fakten zu Einwohnerzahlen, Einkommen sowie Verkaufs- und Mietpreisen in den einzelnen Wiener Bezirken zusammen. Bei den angeführten Preisen handelt es sich um jene Preise pro Quadratmeter, die tatsächlich zu Vertragsab- schluss galten (keine Angebotspreise). Die Verkaufspreise

beinhalten die Eigentümerpreise je Quadratmeter Netto- wohnfläche ohne Stellplatz und ohne Nebenkosten.

Die nachfolgenden Seiten bieten einen umfassenden Überblick über die wichtigsten demografischen Daten, statistischen Details sowie die spezifischen Merkmale der 23 Wiener Bezirke.

Wien verbindet ein Straßennetz mit einer Länge von rund 2.800 km. Öffi-Nutzer:innen profitieren von insgesamt mehr als 500 km, die von den Wiener Linien abgedeckt werden. Die gut ausgebaute Radverkehrs- infrastruktur erstreckt sich auf ca. 1.700 km und ermöglicht auf Radwegen, Radrouten und in verkehrsberuhigten Bereichen das Erkunden der umliegenden Natur.

Bezirke

EINWOHNER:INNEN

EINKOMMEN*

VERKAUFSPREISE ABSCHLUSS

MIETEN ABSCHLUSS

derzeitige Streckenführung U2, später U5 Streckenführung U5 in Bau Streckenführung U2 in Bau

Anzahl

Jahresnettobezug

Erstbezug

Sonstige

Erstbezug

Sonstige

21.

A22

1010 Wien · Innere Stadt 1020 Wien · Leopoldstadt 1030 Wien · Landstraße 1040 Wien · Wieden 1050 Wien · Margareten 1060 Wien · Mariahilf 1070 Wien · Neubau 1080 Wien · Josefstadt 1090 Wien · Alsergrund 1100 Wien · Favoriten 1110 Wien · Simmering 1120 Wien · Meidling 1130 Wien · Hietzing 1140 Wien · Penzing 1150 Wien · Rudolfsheim 1160 Wien · Ottakring 1170 Wien · Hernals 1180 Wien · Währing 1190 Wien · Döbling 1200 Wien · Brigittenau 1210 Wien · Floridsdorf 1220 Wien · Donaustadt 1230 Wien · Liesing

16.281 112.675 98.881 33.444 54.581 31.083 31.330 24.242 41.664 223.190 112.149 102.393 56.108 99.049 75.902 102.727 56.767 51.376 76.074 86.950 189.551 228.158 123.714

€ 43.606 € 30.480 € 32.950 € 33.526 € 27.970 € 31.738 € 33.787 € 33.157 € 32.805 € 25.673 € 27.249 € 27.207 € 37.977 € 31.946 € 25.423 € 27.190 € 28.809 € 34.564 € 35.238 € 25.435 € 29.191 € 32.060 € 32.428

€ 24,00 € 16,50 € 16,50 € 17,30 € 14,90 € 17,20 € 17,30 k. A.** € 17,40 € 15,10 € 14,00 € 14,50 € 16,90 € 15,60 € 14,30 € 14,70 € 14,80 € 17,20 € 17,50 € 14,30 € 13,80 € 13,60 € 14,50

k. A.** € 13,20 € 14,40 € 14,80 € 13,60 € 14,70 € 14,80 € 15,00 € 14,70 € 12,30 € 11,90 € 12,80 € 14,90 € 13,70 € 12,90 € 13,10 € 13,20 € 14,80 € 14,90 € 13,00 € 12,80 € 12,50 € 13,20

k. A.** € 7.300 € 7.000 € 7.500 € 6.000 € 7.300 € 7.600 € 8.100 € 7.900 € 5.850 € 5.550 € 6.000 € 8.000 € 6.150 € 5.850 € 6.050 € 6.000 € 8.000 € 8.700 € 5.800 € 5.650 € 5.550 € 5.800

k. A.** € 5.100 € 5.050 € 5.650 € 4.900 € 5.700 € 5.800 € 6.050 € 5.800 € 4.050 € 3.900 € 4.300 € 5.950 € 4.350 € 4.050 € 4.150 € 4.300 € 5.700 € 6.100 € 3.950 € 3.850 € 3.750 € 4.150

Leopoldau U

19.

Floridsdorf

S2

Heiligenstadt

20.

22.

17.

18.

Spittelau

14.

9.

Seestadt

16.

Elterleinplatz

1.

6. 7. 8.

2.

Ottakring

Stephansplatz

15.

Karlsplatz

4.

3.

Westbahnhof

Hütteldorf

5.

A1

13.

12.

Simmering

Wienerberg

11.

A4

10.

23.

Oberlaa

A23

Siebenhirten

S1

A21

A2

* Quelle: Lohnsteuerstatistik 2024, durchschnittlicher Jahresnettobezug Arbeitnehmer:innen insgesamt, in Euro / Stand: Dezember 2025 ** Das zu beobachtende Sample war zu klein, um aussagekräftige Angaben machen zu können.

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

1010 wien – innere stadt

19

Wiens historisches Herz

Wipplingerstraße 24-26 / EHL

Jordangasse 7a / EHL

Schottenring

Börseplatz 1 / EHL

Schottentor

Rathausplatz

Schwedenplatz

Herrengasse

Rathaus

Stephansplatz

Schulerstraße 1-3 / BUWOG

Stubentor

Volkstheater

Museumsquartier

Stephansdom

Stadtpark

Karlsplatz

Operngasse 6 / EHL

Graben

FACTS Demografie

Rathausstraße 1 / BUWOG

Sinus-Milieus ® gehobene Milieus traditionelle Milieus Milieus der Mitte moderne Unterschicht

Tradition trifft Zukunft

Wohnbevölkerung

16.281 8.433

Wohnungen (Hauptwohnsitz)

Personen/Haushalt

1,96

Die Innere Stadt ist nicht umsonst als historisches Zentrum Wiens bekannt. Doch zwischen prunkvollen Palais und historischen Gassen zeigt sich Wiens nobelster Bezirk über- raschend zukunftsorientiert. Wiens 1. Bezirk ist weit mehr als nur historisches Postkartenmotiv: Als politisches und wirtschaftliches Zentrum der Hauptstadt vereint die Innere Stadt Verwaltung, Arbeitsplätze und Sehens- würdigkeiten auf kleinstem Raum – über 100.000 Menschen arbeiten hier. Auch wenn die Innere Stadt tagsüber stark frequentiert ist und auch nachts viele Menschen zum Ausgehen in die Stadt kommen, ist er der einzige Bezirk Wiens, in dem die Bevölkerungszahl rückläufig ist. Gleichzeitig zeigt sich der traditionsreiche Bezirk offen für Veränderung. Plätze wie der Neue Markt oder der Michaelerplatz wurden in den letzten Jahren klimafit umgestaltet, Fußgänger- zonen wie etwa jene rund um die Alte Post erweitert und durch Begrünungen sowie Verkehrsberuhigungen lebenswerter gemacht.

modernen Science Communication Center umgebaut – mit Ausstellungen, Workshops und begrüntem Vorplatz. Ergänzt wird all dies durch neue Radwege sowie ein geplantes automatisiertes Zufahrtsmanagement in der Inneren Stadt, das für Verkehrs- beruhigung sorgen soll. Ein ambitioniertes Ziel, zumal der 1. Bezirk die höchste Pkw-Dichte Wiens aufweist. Als Wohnort bleibt die Innere Stadt exklusiv – mit hohen Preisen, wenig Angebot, aber großem Prestige. Zudem weist der 1. Bezirk die höchste durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf auf. Wer in der Inneren Stadt auf Wohnungssuche ist, braucht nicht nur ein angemessenes Budget, sondern auch Geduld, denn die Auswahl an verfügbaren Wohnungen ist überschaubar. In Summe gibt es nur sehr wenige neue Projekte und Entwicklungen, und auch das Angebot an Bestandswohnungen ist gering. Die einzigen beiden bekannten neuen Projekte, die in den nächsten Jahren im 1. Be- zirk umgesetzt werden sollen, sind das Sanierungsprojekt Sixth Sense Residences am Stubenring 2 und das denkmalgeschützte Steindlhaus in der Steindlgasse 4, das im Zuge eines Bauherren- modells hochwertig saniert und ausgebaut werden soll.

Zuzüge

+ 2.129 - 2.333

Wegzüge

Wanderungsbilanz

- 204

Wohnungspreise Eigentum Erstbezug

Anteil nicht österreichischer Staatsbürger

k. A.* k. A.*

6,7 %

36,4 %

Wien Innere Stadt

Sonstige

3,06 %

> 65 Jahre 26,1 %

6-14 Jahre

31,4 %

0-5 Jahre

10 %

Miete Erstbezug Sonstige

15-24 Jahre

Durchschnittliches Einkommen (netto)

€ 24,00 / m2

€ 30.005

Wien Innere Stadt

Ø Alter 47,2 Jahre

k. A.*

€ 43.606

Zinshaus € 6.000,– bis € 10.000,– / m2

Durchschnittsalter

54,2 %

25-64 Jahre

Als Basis für die Berechnung wurden die Daten aus dem EHL-Zinshausbericht 2025 herangezogen

41,7

Wien Innere Stadt

47,2

Auch in den kommenden Jahren sind mehrere Maßnahmen geplant: Die Aula der Wissenschaften wird bis 2027 zum

* Das zu beobachtende Sample war zu klein, um aussagekräftige Angaben machen zu können.

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

1020 wien – leopoldstadt

21

Wandel in Leopoldstadt

SEVEN Lassallestraße 7 / EHL

Augarten

Praterstern

Schottenring

Josephine Stoffellagasse 7 / EHL

Stadion

Schwedenplatz

Donaumarina

Praterkai

MARINA TOWER Wehlistraße 291 / BUWOG

FACTS Demografie LeopoldQuartier Obere Donaustraße 25 / EHL

Prater

Prater Hauptallee

Josephine Stoffellagasse 7 / EHL

Sinus-Milieus ® gehobene Milieus traditionelle Milieus Milieus der Mitte moderne Unterschicht

Wohnbevölkerung

112.675

Wohnungen (Hauptwohnsitz)

51.921

Zwischen Urbanität und Natur

Personen/Haushalt

2,11

Zuzüge

+ 16.357 - 13.855 + 2.502

Wegzüge

Wanderungsbilanz

Die Leopoldstadt vereint das Beste aus zwei Welten: quirliges Stadtleben und entspannte Naturidylle. Zwischen Donaukanal und Donau gelegen, punktet der Bezirk mit einer hohen Lebens- qualität, vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und urbanem Flair. Rund 60 Prozent der Gesamtfläche der Leopoldstadt bestehen aus Grünraum und Gewässern. Mit insgesamt 44 Parks bietet der Bezirk eine beeindruckende Vielfalt an naturnahen Erholungs- räumen und gilt damit als wahre grüne Oase. Der 2. Bezirk gehört zudem zu den Gemeindebezirken mit einer hohen Radwegdichte. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Leopoldstadt als hipper und vielfältiger Wohnbezirk etabliert, der sich bei Wohnungssuchenden äußerst hoher Beliebtheit erfreut. Quartiere wie das Leopoldquartier oder Grünblick im Viertel Zwei prägen das moderne Stadtbild und haben dem Bezirk neues Leben ein- gehaucht. Entwickelt wird auch weiterhin: Im Stadtentwicklungs- gebiet Nordbahnviertel sollen auf den brachliegenden Flächen zwischen ÖBB-Trasse und Dresdner Straße rund 200 neue Wohnungen entstehen.

Die Wiener Bevölkerung wächst, und die Leopoldstadt zählt zu den stark wachsenden Gemeindebezirken. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach Wohnraum im 2. Bezirk anhält – das Angebot hingegen ist leicht rückläufig. In Entwicklung sind gerade Projekte wie Leopoldquartier Living in der Oberen Donaustraße, Franz im Glück in der Franzensbrückenstraße oder Josephine in der Stoffellagasse. Auch in puncto Urbanisierung steht der 2. Bezirk nicht still. So setzen diverse Zukunftsprojekte starke Impulse: Am Handelskai entsteht bis 2028 ein internationaler Fernbus-Terminal, die neue Sport Arena Wien – die erste ihrer Art in Österreich – wurde im September 2025 offiziell eröffnet und soll als multifunktionale Trainings- und Eventlocation neue Maßstäbe setzen. Ebenfalls in Arbeit ist die weitere Aufwertung der Uferpromenade am Donaukanal mit Chillout-Zonen, einem Sonnendeck und begrünten Pocket-Parks.

Wohnungspreise Eigentum Erstbezug

Anteil nicht österreichischer Staatsbürger

€ 7.300,– / m2 € 5.100,– / m2

38,5 % 36,4 %

Wien Leopoldstadt

Sonstige

4,69 %

> 65 Jahre 14,6 %

9,4 %

0-5 Jahre

6-14 Jahre

Miete Erstbezug Sonstige

Durchschnittliches Einkommen (netto)

€ 16,50 / m2 € 13,20 / m2

12,3 %

€ 30.480 € 30.005

Wien Leopoldstadt

15-24 Jahre

Ø Alter 40,1

Zinshaus

€ 2.300,– bis € 5.100,– / m2

Durchschnittsalter

58,9 %

25-64 Jahre

Als Basis für die Berechnung wurden die Daten aus dem EHL-Zinshausbericht 2025 herangezogen

41,7

Wien Leopoldstadt

40,1

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

1030 wien – landstraße

23

Facettenreiche Landstraße

Landstraßer Hauptstraße

Untere Weißger- berstraße 37 / EHL

Landstraße

Rochusgasse

Stadtpark

Kardinal-Nagl-Platz

Leonhardgasse 3-5 / BUWOG

Rennweg

Schlachthausgasse

Erdberg

St. Marx

Quartier Belvedere

Gasometer

Apostelhof Apostelgasse 25-27 / EHL

Village im Dritten Baufeld 13, 14A oder 14B / EHL

Gasometer

Village im Dritten Baufeld 13, 14A und 14B / EHL

HELIO Tower Döblerhofstraße 10 / BUWOG

FACTS Demografie

Sinus-Milieus ® gehobene Milieus traditionelle Milieus Milieus der Mitte moderne Unterschicht

Ein Zusammenspiel aus Historie und Zukunft

Wohnbevölkerung

98.881 50.401

Wohnungen (Hauptwohnsitz)

Personen/Haushalt

1,95

Der 3. Bezirk beeindruckt durch ein harmonisches Zusammen- spiel von historischer Architektur und innovativen Neubau- projekten. Als einziger Innenbezirk ragt das Areal der Landstraße über den Gürtel hinaus. Der 3. Bezirk zeigt sich als dynamischer Stadtteil im Umbruch – mit starken Parallelen zur benachbarten Leopoldstadt. Während zentrumsnah nur begrenzt neuer Wohnraum entsteht, prägen Altbausanierungen, Dachgeschossausbauten und punktuelle Neubauten – etwa entlang des Rennwegs, der Schlachthausgasse und rund um die Landstraßer Hauptstraße – das Bild. Die Nachfrage nach Wohnraum in der Landstraße ist hoch, besonders bei jungen Zielgruppen. Gründe dafür sind die urbane Vielfalt, hervorragende Verkehrsanbindung (U3, S-Bahn, Autobahn, Flughafen) und ein überraschend hoher Anteil an Grünflächen, etwa im Botanischen Garten oder am Schloss Belvedere. Für neue Impulse im Bezirk sorgt besonders das Stadtentwick- lungsgebiet Village im Dritten am Landstraßer Gürtel. Hier ent- steht auf einem ehemaligen Bahnareal ein neuer Stadtteil mit Wohnungen, wie beispielsweise im Projekt Park Flats an der

Ljuba-Welitsch-Promenade, Büros, Nahversorgung und Freizeit- angeboten – ein wesentlicher Beitrag zur Aufwertung der Umgebung. Auch weitere Baufelder sind bereits in Planung. Ein weiteres Zukunftsprojekt ist das Stadtteilentwicklungs- konzept Arsenal . Durch den Ausbau von Dachgeschossen sowie die Ansiedlung von Bildungs-, Forschungs- und Kultur- einrichtungen – etwa durch die Technische Universität Wien und die Akademie der bildenden Künste – soll das derzeit noch abgeschlossene Areal geöffnet und integriert werden. Ziel ist eine lebendige „Science City”, die Innovation und urbane Qualität vereint. Im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts An und unter der Tangente sollen ungenutzte Flächen aktiviert und klimagerecht gestaltet werden. Dabei steht die Aufwertung des öffentlichen Raums im Vordergrund – mit mehr Grün, Aufenthaltsqualität und neuen Mobilitätslösungen. Ein Highlight der kommenden Jahre ist die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 von der U3-Station Schlachthausgasse zur U2-Station Stadion. Ab Herbst 2026 verbindet die Linie den 2. und 3. Bezirk direkt durch den Prater – mit sieben neuen Haltestellen, 2,1 km Radwegen, Grüngleisen, rund 200 Bäumen und verkehrsberuhigten Bereichen.

Zuzüge

+ 13.167 - 12.751

Wegzüge

Wanderungsbilanz

+ 416

Wohnungspreise Eigentum Erstbezug

Anteil nicht österreichischer Staatsbürger

€ 7.000,– / m2 € 5.050,– / m2

38,4 % 36,4 %

Wien Landstraße

Sonstige

4,18 %

> 65 Jahre 16,3 %

8 %

0-5 Jahre

6-14 Jahre

Miete Erstbezug Sonstige

Durchschnittliches Einkommen (netto)

11,4 %

€ 16,50 / m2 € 14,40 / m2

15-24 Jahre

€ 30.005

Wien Landstraße

Ø Alter 41,3 Jahre

€ 32.950

Zinshaus

€ 2.000,– bis € 5.600,– / m2

Durchschnittsalter

60,2 %

25-64 Jahre

Als Basis für die Berechnung wurden die Daten aus dem EHL-Zinshausbericht 2025 herangezogen

41,7

Wien Landstraße

41,3

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

1040 wien – wieden

25

Zentral, kreativ & charmant

TU Karlsplatz

Wiedner Hauptstraße

Karlsplatz

Schwarzenbergplatz

The Core Petzvalgasse 4 / EHL

Taubstummengasse

Leibenfrost- gasse 8 / EHL

Schelleingasse 4 / EHL

Südtiroler Platz

Wiedner Gürtel 62 / BUWOG

FACTS Demografie

Hauptbahnhof

Sinus-Milieus ® gehobene Milieus traditionelle Milieus Milieus der Mitte moderne Unterschicht

Karlskirche

Wiedner Gürtel 62 / BUWOG

Wohnbevölkerung

33.444 16.476

Wohnungen (Hauptwohnsitz)

Personen/Haushalt

2,01

Zuzüge

+ 5.662 - 5.387

Melange zwischen konservativ und hip

Wegzüge

Wanderungsbilanz

+ 275

Wohnungspreise Eigentum Erstbezug

Wieden vereint gutbürgerliches Flair mit urbaner Lebendig- keit. Historische Bauten – ein hoher Anteil der Gebäude wurde vor 1919 erbaut – und eine gute Infrastruktur, vereint mit einer vielfältigen Gastronomieszene, machen den Bezirk zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort. Besonders rund um den Karlsplatz, den Schwarzenbergplatz und die untere Wiedner Hauptstraße zählt der 4. Bezirk zu den gefragteren Wohngegenden Wiens. Der Bereich rund um die Technische Universität ist stark vom studentischen Leben geprägt – insbesondere das belebte Freihausviertel mit seinen zahlreichen Gastronomiebetrieben zieht eine breite Zielgruppe an. Trotz seiner attraktiven Lage zwischen Innenstadt und Hauptbahn- hof verzeichnet der Bezirk derzeit nur sehr wenig Neubauaktivität. Bis auf die Erweiterung des Funkhauses in der Argentinierstraße, wo neue Wohnungen errichtet werden sollen, sind aktuell keine

weiteren größeren Neubauprojekte geplant. Zuletzt wurden Bau- vorhaben wie jene in der Petzvalgasse, der Wiedner Hauptstraße und der Mommsengasse fertiggestellt. Parallel dazu schreitet die städtebauliche Aufwertung des Bezirks voran. Die Neugestaltung der Argentinierstraße und der Wiedner Hauptstraße wurde bereits erfolgreich umgesetzt. Künftig sollen auch kleinere Maßnahmen zur Aufwertung beitragen – etwa in der Mühl- gasse, die im Abschnitt zwischen Preßgasse und Schikanedergasse zur begrünten, verkehrsberuhigten Fußgängerzone umgestaltet werden könnte. Auch die Schäffergasse soll durch Baumpflanzungen und Sitzgelegenheiten attraktiver werden. Ein weiteres Entwicklungspotenzial bietet der Karlsgarten vor der TU Wien. Mit dem Auslaufen des bisherigen Pachtvertrags ergibt sich die Chance, diesen neu zu gestalten und dauerhaft als öffentlich zugänglichen Erholungsraum zu etablieren.

Anteil nicht österreichischer Staatsbürger

€ 7.500,– / m2 € 5.650,– / m2

36,4 %

Wien Wieden

Sonstige

3,79 %

> 65 Jahre 17,9 %

7,6 %

37,1 %

0-5 Jahre

6-14 Jahre

Miete Erstbezug Sonstige

Durchschnittliches Einkommen (netto)

10,8 %

€ 17,30 / m2 € 14,80 / m2

15-24 Jahre

€ 30.005

Wien Wieden

Ø Alter 42,5 Jahre

€ 33.526

Zinshaus

€ 3.300,– bis € 5.600,– / m2

Durchschnittsalter

59,9 %

25-64 Jahre

Als Basis für die Berechnung wurden die Daten aus dem EHL-Zinshausbericht 2025 herangezogen

42,5 41,7

Wien Wieden

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

1050 wien – margareten

27

Margareten entwickelt sich

Kettenbrückengasse 23 / BUWOG

Kettenbrückengasse

Pilgramgasse 15 / EHL

Pilgramgasse

Margaretenstraße 131-135 / EHL

Margaretengürtel

Schlossquadrat

Matzleinsdorfer Platz

Schwarzhorngasse 13 / EHL

FACTS Demografie

Siebenbrunnen- platz

Pilgramgasse 15 / EHL

Bruno-Kreisky-Park

Sinus-Milieus ® gehobene Milieus traditionelle Milieus Milieus der Mitte moderne Unterschicht

Wohnbevölkerung

54.581 28.398

Wohnungen (Hauptwohnsitz)

Personen/Haushalt

1,91

Vielseitig, urban und im Wandel

Zuzüge

+ 8.574 - 8.398

Wegzüge

Wanderungsbilanz

+ 176

Wohnungspreise Eigentum Erstbezug

Margareten wird oft als der letzte klassische Arbeiterbezirk im innerstädtischen Wien bezeichnet. Mit der höchsten Bevölke- rungsdichte der Stadt und einem Grünraumanteil von lediglich vier Prozent zählt Margareten zu den am dichtesten besiedelten und am stärksten verbauten Bezirken der Stadt. In den letzten Jahren hat der Bezirk jedoch eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Besonders der Ausbau des U-Bahn- Netzes mit der neuen U2-Anbindung bringt wesentliche Impulse: Mit Stationen an der Pilgramgasse, der Reinprechtsdorfer Straße und am Matzleinsdorfer Platz wird die Erreichbarkeit deutlich ver- bessert und der Bezirk infrastrukturell aufgewertet. Die positiven Veränderungen haben auch dafür gesorgt, dass es in jüngerer Zeit vermehrt Kreative und Künstler:innen in den Bezirk gezogen hat. Ein wichtiger Meilenstein in der Neugestaltung des öffentlichen Raums war die umfassende Umgestaltung der Reinprechtsdorfer Straße. Weitere Maßnahmen zur Klimaanpassung und Lebens- qualitätssteigerung folgen: Unter dem Motto „Hitze raus – Natur

rein!“ wurde bei der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse der Bar- bara-Prammer-Park mit rund 1.500 Quadratmetern neu eröffnet.

Anteil nicht österreichischer Staatsbürger

Eines der größten Stadtentwicklungsprojekte im Bezirk steht mit der geplanten Neugestaltung des Margaretenplatz-Grätzls bevor. Ziel ist es, den öffentlichen Raum klimafit, fußgängerfreundlich und zukunftsorientiert zu gestalten. Mit dem Friederike-Mayröcker- Hof wurde im Herzen von Margareten bereits ein richtungs- weisendes Projekt von Wiener Wohnen umgesetzt: Auf der zuvor ungenutzten Fläche entstand ein achtgeschossiges Niedrigst- energiehaus mit 15 hochwertigen und leistbaren Wohnungen sowie neuen Gemeinschaftsflächen für Jungfamilien. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt das Angebot an Neu- bauten im frei finanzierten Bereich im Bezirk aufgrund der dichten Bebauung begrenzt. Zuletzt wurden Projekte auf der Wiedner Hauptstraße, Spengergasse und Schönbrunner Straße fertiggestellt. Die steigende Nachfrage trifft jedoch weiterhin auf ein knappes An- gebot, da größere Projektentwicklungen derzeit nicht geplant sind.

€ 6.000,– / m2 € 4.900,– / m2

36,4 %

Wien Margareten

Sonstige

3,85 %

> 65 Jahre 15 %

7,4 %

43,5 %

0-5 Jahre

6-14 Jahre

Miete Erstbezug Sonstige

Durchschnittliches Einkommen (netto)

11,9 %

€ 14,90 / m2 € 13,60 / m2

15-24 Jahre

€ 30.005

Wien Margareten

Ø Alter 40,6 Jahre

€ 27.970

Zinshaus

€ 1.800,– bis € 4.800,– / m2

Durchschnittsalter

61,8 %

25-64 Jahre

Als Basis für die Berechnung wurden die Daten aus dem EHL-Zinshausbericht 2025 herangezogen

41,7

Wien Margareten

40,6

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

1060 wien – mariahilf

29

Zwischen Szeneflair und Altbaucharme

RAY, Gumpendorfer Straße 60 / EHL

Mariahilfer Straße

Museumsquartier

Getreidemarkt

Neubaugasse

Esterházygasse 28 / EHL

Kettenbrückengasse

Zieglergasse

Westbahnhof

Pilgramgasse

Hay Joe Haydngasse 17 / EHL

Gumpendorfer Straße

Margaretengürtel

FACTS Demografie

Hay Joe Haydngasse 17 / EHL

Mariahilfer Straße

Sinus-Milieus ® gehobene Milieus traditionelle Milieus Milieus der Mitte moderne Unterschicht

Attraktive Wohnlage inmitten kultureller Vielfalt

Wohnbevölkerung

31.083

Wohnungen (Hauptwohnsitz)

16.110

Personen/Haushalt

1,94

Zuzüge

+ 5.182 - 5.426

Eingebettet zwischen dem traditionsreichen Naschmarkt im Süden und der pulsierenden Mariahilfer Straße, Österreichs bekanntester Einkaufsmeile, im Norden, präsentiert sich Mariahilf als ein wahres Zentrum urbaner Vielfalt. Der 6. Bezirk Wiens überzeugt mit einem lebendigen Mix aus hippen Cafés, trendigen Bäckereien, kleinen Bistros und ausgewählten Weinhandlungen und schafft so eine perfekte Mischung aus Lebensqualität und Flair. Der 6. Wiener Gemeindebezirk, Mariahilf, zählt zu den begehr- testen Lagen der Stadt – klein in der Fläche, groß in Vielfalt. Mariahilf lebt den urbanen Lifestyle mit einem Hauch von Bohème. Gleichzeitig punktet der Bezirk mit seiner hervor- ragenden Lage, exzellenter öffentlicher Anbindung und einer beeindruckenden Altbausubstanz. Aktuelle und geplante Stadtentwicklungsprojekte setzen klare Akzente in Richtung Begrünung und Aufenthaltsqualität. Die Linke Wienzeile wurde bereits mit zahlreichen Baumpflanzungen aufgewertet, das Schulzentrum Spalowskygasse und die Mittelgasse wurden umfassend neu gestaltet. Auch der Umbau des Naschmarkt-Parkplatzes sowie neue Parkanlagen bei der

Kettenbrückengasse tragen zur klimafitten Transformation des Bezirks bei. Ein zentrales Vorhaben ist die Neugestaltung der Gumpendorfer Straße: Bis 2028 entstehen hier mehr Grün- flächen, Aufenthaltszonen sowie neue Leitungsinfrastrukturen. Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Anbindung von Mariahilf an das öffentliche Verkehrsnetz. Mit aktuell vier U-Bahn- Linien ist Mariahilf bereits ausgezeichnet ans Netz angebunden – die geplante Erweiterung durch die neue U2/U5 bringt zusätz- liche Verbindungen. Trotz dieser urbanen Dichte weist der Bezirk eine vergleichsweise geringe Radweginfrastruktur auf. Die Nachfrage nach Wohnraum ist hoch, das Angebot begrenzt. Neue Projekte entstehen vor allem durch Lückenverbauungen, Altbausanierungen und Dachgeschossausbauten, vorwiegend im mittleren und westlichen Teil des Bezirks, wie beispielsweise Projekte wie Sophisticated in der Bürgerspitalgasse oder EST22 in der Esterházygasse. Das überschaubare Angebot an neuen Wohnungen in dieser attraktiven Lage spiegelt sich auch in den Preisen wider. Gleichzeitig entsteht mit dem neuen Gemeinde- bau in der Stumpergasse 56 auch dringend benötigter leistbarer Wohnraum, inklusive betreutem Wohnen für Senior:innen.

Wegzüge

Wanderungsbilanz

- 244

Wohnungspreise Eigentum Erstbezug

Anteil nicht österreichischer Staatsbürger

€ 7.300,– / m2 € 5.700,– / m2

36,4 %

Wien Mariahilf

Sonstige

6,3 %

3,22 %

> 65 Jahre 17 %

6-14 Jahre 0-5 Jahre

35,2 %

11,5 %

Miete Erstbezug Sonstige

15-24 Jahre

Durchschnittliches Einkommen (netto)

€ 17,20 / m2 € 14,70 / m2

€ 30.005

Wien Mariahilf

Ø Alter 42,3 Jahre

€ 31.738

Zinshaus

€ 2.800,– bis € 6.000,– / m2

Durchschnittsalter

62 %

25-64 Jahre

Als Basis für die Berechnung wurden die Daten aus dem EHL-Zinshausbericht 2025 herangezogen

41,7

Wien Mariahilf

42,3

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

1070 wien – neubau

31

Tradition & Zeitgeist

Neubaugasse

Thaliastraße

RUBAN Kaiserstraße 52 / EHL

Volkstheater

Museums- Quartier

Burggasse-Stadthalle

Neubaugasse

Zieglergasse

Westbahnhof

Lindengasse 25 / EHL

Schottenfeldgasse 20 / BUWOG

Museumsquartier

RUBAN Kaiserstraße 52 / EHL

It‘s 7 Zollergasse 7 / EHL

FACTS Demografie

Lindengasse 60 / BUWOG

Wo sich Biedermeier und Bobos begegnen

Sinus-Milieus ® gehobene Milieus traditionelle Milieus Milieus der Mitte moderne Unterschicht

Wohnbevölkerung

31.330 16.946

Der 7. Bezirk ist ein pulsierender Mikrokosmos aus Kunst, Kultur und Kulinarik. Designerläden, Galerien, trendige Lokale und Bars prägen das Straßenbild und machen den Bezirk zu einem Hotspot für Kreative, Genießer und alle, die das urbane Leben schätzen. Architektonisch beeindruckt Neubau mit prachtvollen Gründerzeitbauten und charmanten Biedermeierhäusern – ein reizvoller Kontrast zur modernen, weltoffenen Szene. Neubau grenzt im Norden an die belebte Mariahilfer Straße und zählt wie alle innerstädtischen Bezirke zu den dicht besiedelten Gebieten Wiens. Der Anteil an Grünflächen ist zwar begrenzt, dennoch sorgen kleine, gepflegte Parks wie der Siebensternpark oder der Gutenbergpark für Erholungsmöglichkeiten im urbanen Raum. Auffällig ist auch der hohe Anteil an Bewohner:innen, die aus anderen Bundesländern stammen – mit über 25 Prozent liegt dieser Wert im stadtweiten Vergleich an der Spitze. Die lebendi- ge Lokalszene und die kreative Atmosphäre machen Neubau zu einem der dynamischsten und begehrtesten Bezirke Wiens. Der Wohnungsmarkt ist hier entsprechend angespannt. Trotz zuletzt etwas gesteigerter Bautätigkeit bleibt das Angebot an neuen Wohnungen knapp – ein Umstand, der vor allem auf die hohe Nach- frage und begrenzte Flächen zurückzuführen ist. Die Neubautätig- keit konzentriert sich vor allem auf Sanierungen, Dachgeschoss- ausbauten und kleinere Baulückenschließungen. Beispiele dafür

sind Projekte wie RUBAN in der Kaiserstraße, La Bohème in der Halbgasse oder ZIE4 in der Zieglergasse. Darüber hinaus gab es zu- letzt zwei größere Stadtentwicklungsprojekte: Zum einen das neue Stadtquartier am Gelände des ehemaligen Sophienspitals, welches kurz vor der Fertigstellung steht. Hier entstehen rund 180 geförderte Wohnungen sowie Flächen für Geschäfte, Bildungseinrichtungen, Kultur und Freizeit. Zum anderen das bislang größte frei finanzierte Projekt im Bezirk: Auf dem Areal des ehemaligen Leiners an der Mariahilfer Straße sollen über 200 neue Wohnungen realisiert werden. Auch wenn Neubau keine ausgedehnten Parkanlagen bietet, wird laufend an Begrünungs- und Umgestaltungskonzepten gearbeitet, um die Lebensqualität weiter zu erhöhen. So entsteht ab Herbst 2025 ein neuer Abschnitt der „Kühlen Zone Neubau“ in der Seiden- gasse, wo die Grünfläche von derzeit 32 auf 287 m² erweitert wird. Zudem profitieren Radfahrer:innen von der jüngst geschaffenen sicheren Verbindung entlang des Bezirks im Rahmen der Wiener Radwegoffensive. Entstanden ist ein neuer, sicherer Zweirichtungs- radweg entlang der Innenseite des Neubaugürtels. Nicht zuletzt bietet der Bezirk auch für Familien attraktive Ange- bote: Mit kostenlosen Indoorspielräumen wie der „Kichererbse“ und der „Pusteblume“, die vom Bezirk finanziert werden, sowie der inklusiven „Spielothek“ des Hilfswerks finden Kinder mit und ohne Behinderungen geschützte Spielräume mitten im urbanen Umfeld.

Wohnungen (Hauptwohnsitz)

Personen/Haushalt

1,86

Zuzüge

+ 4.384 - 4.593

Wegzüge

Wanderungsbilanz

- 209

Wohnungspreise Eigentum Erstbezug

Anteil nicht österreichischer Staatsbürger

€ 7.600,– / m2 € 5.800,– / m2

36,4 %

Wien Neubau

Sonstige

3,37 %

> 65 Jahre 16,4 %

6,6 %

33,4 %

0-5 Jahre

6-14 Jahre

Miete Erstbezug Sonstige

10,9 %

Durchschnittliches Einkommen (netto)

15-24 Jahre

€ 17,30 / m2 € 14,80 / m2

€ 30.005

Wien Neubau

Ø Alter 41,7 Jahre

€ 33.787

Zinshaus

€ 3.700,– bis € 6.200,– / m2

Durchschnittsalter

62,8 %

25-64 Jahre

Als Basis für die Berechnung wurden die Daten aus dem EHL-Zinshausbericht 2025 herangezogen

41,7 41,7

Wien Neubau

ERSTER WIENER WOHNUNGSMARKTBERICHT 2026

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