Marktbericht Frühjahr 2025
Wir leben Immobilien.
Stoffellagasse 7 1020 Wien
Gudrunstraße 120 1100 Wien
02
Vorwort
Das Jahr 2024 war ein bewegendes und gleichzeitig herausforderndes Jahr für den österreichischen Immobilienmarkt. Nach mehreren Zinssenkungen durch die EZB, die das Investitionsklima positiv beeinflusst haben, konnten insbesondere Anleger von attraktiveren Rahmenbedingungen profitieren. Steuerliche Entwicklungen wie die beschleunigte Abschreibung und verbesserte Renditen aufgrund steigender Mieten sind positive Signale für den Vorsorgemarkt. Die Kombination aus stabilen Erträgen, langfristiger Werthaltigkeit und steuerlichen Vorteilen ist Vorsorgewohnungsbesitzern besonders zugute gekommen. Auch für dieses Jahr bleiben die Aussichten positiv. Dennoch ist die Zahl der verkauften Vorsor- gewohnungen im vergangenen Jahr deutlich
gesunken, was weniger auf die Attraktivität des Produkts zurückzuführen ist, sondern auf die Tatsache, dass Käufer vermehrt zum Eigennutzerpreis gekauft haben. In diesem Bericht werfen wir einen umfassenden Blick auf die zentralen Entwicklungen des vergangenen Jahres. Wir analysieren nicht nur die Dynamik der Miet- und Kaufpreise, sondern beleuchten auch die Faktoren, die Vorsorgewohnungen erneut als stabile und zukunftsorientierte Investitionsmöglichkeit etabliert haben. Ziel ist es, Ihnen klare und fundierte Einblicke in den Markt zu bieten, um eine solide Entscheidungsbasis dafür zu schaffen, dass Sie die Potenziale dieses Segments bestmöglich für sich nutzen können.
Karina Schunker, MA MRICS
Andrea Pöchhacker, MSc MRICS
Geschäftsführerin EHL Wohnen GmbH
Prokuristin Bereichsleiterin Wohninvestments EHL Wohnen GmbH
Kobelgasse 9 1110 Wien
03
Daten & Fakten
Im Jahr 2024 zeigte sich der Markt für Vor- sorgewohnungen in einem Spannungsfeld. Während die Verkaufszahlen von 839 Ein- heiten im Jahr 2023 auf 452 zurückgingen, stieg der durchschnittliche Nettokaufpreis von 4.903 EUR/m² auf 5.174 EUR/m², was einer Steigerung von 5,6 % entspricht. Der deutliche Rückgang neuer, fertiggestell- ter Mietwohnungen im vergangenen Jahr, wird sich im Jahr 2025 noch verschärfen
und die geringe Zahl neuer Projekte lässt erwarten, dass diese Verknappung des An- gebots auch über das laufende Jahr hinaus anhalten wird. Damit bleibt die aktuell exzellente Vermietungssituation bestehen und stellt für Investoren ein klares Kaufsignal dar.
Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um wieder in Anlegerwohnungen zu investieren.
Durchschnittliche Nettokaufpreise der Transaktionen in Österreich (in EUR/m²)
5.000
5.174
4.910
4.903
4.000
4.340
3.000
2.000
1.000
0
2021
2022
2023
2024
Quelle: EHL Market Research | Q1 2025
Die Zahlen und Daten wurden in Kooperation mit dem österreichischen Grundbuchexperten IMMOunited GmbH erarbeitet. Kriterien für die Datenerhebung: Nettopreise im Kaufvertrag | Wohnungen bis 100 m² | Wohnungen bis € 1.000.000 netto Angaben pro m² Wohnfläche | Preisangaben in netto | Nach Verbücherungsdatum. Stichtag der Daten: 31.12.2024
04
Erdbrustgasse 31 1160 Wien
Bahnhofstraße 58+60 2232 Deutsch-Wagram
05
Vorsorgewohnungen: Stabil investieren trotz Marktveränderungen
Das erste Halbjahr 2024 knüpfte nahtlos an die Entwicklung der zweiten Jahres- hälfte des Vorjahres an. Mit den EZB-Leitzinssenkungen im Herbst 2024 gewann dieser Trend weiter an Dynamik, sodass Nachfrage und Verkaufszahlen deutlich anstiegen. Dank verbesserter Rahmenbedingungen bietet der Vorsorgeimmobi- lienmarkt wieder deutlich attraktivere Chancen. Nachhaltige Baukonzepte und steigende Mieten machen Vorsorgewohnungen in Wachstumsregionen zu einer stabilen Investition mit Potenzial für langfristig steigende Renditen.
Generell bieten Vorsorgeimmobilien in Österreich weiterhin spannende Invest- mentmöglichkeiten und Chancen. Mit einer fortschreitenden Urbanisierung bleibt die Nachfrage nach Wohnraum, besonders in Ballungszentren wie unter anderem Wien, Graz, Linz und Innsbruck, ungebrochen hoch. Gleichzeitig wird der Mangel an Mietwohnungen immer spürbarer – eine Entwicklung, die die Mieten landesweit steigen lässt. Für 2025 ist eine Erhöhung um durchschnittlich 5 % prognostiziert – ein Faktor der Vorsorgewohnungen zu verläss- lichen Renditebringern macht.
Vorsteuerabzug nutzen, ist stark zurück- gegangen. Vielmehr zeichnet sich ein immer stärkerer Trend dazu ab, dass Anleger ohne Umsatzsteuervorteil kaufen und damit eine flexiblere Veranlagungsstrategie umsetzen können. Die derzeitige Zinssituation sorgt wieder für deutlich mehr Nachfrage, da nicht nur die Finanzierungskosten gesunken sind, sondern sich gleichzeitig auf dem Markt
Wiener Umland lassen sich erstklassige Neubauprojekte finden. Ein entscheidender Erfolgsfaktor für Vorsorgewohnungen ist die zukunftsorientierte Bauweise. Immer mehr Projekte setzen auf nachhaltige Techno- logien mit erneuerbaren Energiesystemen, Autarkie und thermische Sanierungen. Neben den ökologischen Vorteilen erhöhen diese Maßnahmen auch die Attraktivität der Immobilien und sichern langfristig ihre Wertstabilität.
auch besonders interessante Möglichkeiten eröffnen: Vor allem in wachsenden und stark gefragten Städten wie Wien und Graz sowie in Wachstumsregionen wie dem
In unsicheren Zeiten suchen Anleger nach stabilen und wertbeständigen Investments. Doch welche Faktoren machen Immobilien zur idealen Vorsorge? Wir zeigen die wichtigsten Einflussfaktoren auf.
Der Anteil der Vorsorgewohnungen, bei denen die Anleger die Möglichkeit zum
06
Roseggergasse 2-8 1160 Wien
Begehrter Inflationsschutz
Nachhaltig investieren
Immobilien sichern durch indexierte Mietverträge den realen Wert des investierten Vermögens und sind damit ein optimaler Inflationsschutz.
Energieeffiziente Immobilien sparen laufende Kosten und sichern langfristig den Marktwert – eine zukunftsweisende Wahl. Zudem steigern nachhaltige Bauweisen die Attraktivität für Mieter und erhöhen die Nachfrage.
Stabile Sachwerte
Immobilien bieten auch in Krisenzeiten Sta- bilität und Sicherheit. Selbst in wirtschaftlich unsicheren Phasen bleiben sie eine verlässliche und wertbeständige Kapitalanlage mit realem Gegenwert.
Geringeres Leerstandsrisiko, höhere Renditen
Seit dem Höhepunkt des Baubooms im Jahr 2022 ist der Wohnungsneubau stark zurückgegangen. In Städten mit wachsender Bevölkerungszahl wie Wien und Umgebung führt dies zu einer Verknappung des Angebots an Mietwohnungen, tendenziell steigenden Mieten und deutlich sinkenden Leerstandsraten. Alle diese Faktoren verbessern die Renditen und die Sicherheit für Anleger.
07
Wohnungsmarkt im Wandel
Die Mietpreise in Österreich haben im Jahr 2024 einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt. Dieser ist nicht nur auf die hohe Nachfrage, sondern auch auf die geringe Neubautätigkeit zurückzuführen. Ein zeit- gleicher Bevölkerungszuwachs setzte den Markt zusätzlich unter Druck. Besonders in Ballungszentren zeigt sich die Dynamik des Marktes. Wien bleibt der Haupttreiber dieses Trends. Hier stiegen die durchschnittlichen Nettomieten bei Vorsorgewohnungen von 13,90 EUR netto/m² im Jahr 2023 auf 14,87 EUR netto/m² im Jahr 2024. Aufgrund des geringen Angebots werden
immer weniger Mietvertragskündigungen ausgesprochen, was zu längeren durch- schnittlichen Mietzeiträumen und deutlich reduzierten Leerstandskosten führt. Graz, mit einem Anstieg von 11,40 auf 12,00 EUR netto/m² und Linz mit einem Zu- wachs von 11,50 auf 12,65 EUR netto/m² verzeichnen ähnlich dynamische Entwick- lungen. In Klagenfurt blieb das Mietniveau moderater, stieg jedoch ebenfalls von 11,00 auf 11,50 EUR netto/m². Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung ist der Rückgang neuer Wohnbauprojekte, der zu einem knappe- ren Angebot auf dem Mietmarkt führt.
Investoren profitieren dabei von einer starken Nachfrage und erhöhten Rendite- aussichten. Insgesamt zeigt sich, dass der österreichi- sche Mietmarkt von einer Kombination aus hoher Nachfrage, geringem Angebot und daraus resultierend steigenden Mieten geprägt ist.
08
Seeböckgasse 39-41 1160 Wien
Durchschnittliche Nettokaufpreise von transaktionierten Vorsorgewohnungen im Städtevergleich (in EUR/m²)
7.000
6.303
6.069
5.000
5.258
5.069
4.568
3.000
3.657
3.476
3.426
1.000
Wien
Graz
Linz
Klagenfurt
2023
2024
Quelle: EHL Market Research | Q1 2025
09
Franz Josef-Straße 17-19 2344 Maria Enzersdorf
Steuerliche Neuerungen im Fokus
Das Jahr 2024 brachte wichtige steuerliche Änderungen für Anleger, die ihre Investition noch attraktiver machen. Maßnahmen, die darauf abzielen Investitionen zu fördern sind beispielsweise verbesserte Abschreibungs- regelungen sowie längere Prognosezeit- räume bei der Vermietung. Für Neubauten wurde der Abschreibungs- satz angehoben und besonders energie- effiziente Gebäude profitieren sogar von 4,5 % in den ersten 3 Jahren. Damit wird nicht nur der Neubau gefördert, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, in den Genuss von steuerlichen Vorteilen bei zu- kunftsorientierten Immobilien zu kommen. Für Vermieter wurde die Planungssicherheit erhöht: Die Prognosezeiträume, die für die Bewertung von Mieterträgen bezüglich der Vorsteuer entscheidend sind, wurden verlängert. Somit ist der Beobachtungs-
zeitraum bei der „kleinen Vermietung“ auf 25 Jahre ausgedehnt worden und bei der „großen Vermietung“ auf 30 Jahre. Das be- deutet langfristigere Stabilität und weniger Unsicherheit bei der Renditenplanung. Ein Highlight ab 2025 ist die neue Klein- unternehmerregelung, die vor allem Privat- anleger mit geringeren Vermietungserträgen anspricht. Zum ersten Mal können auch Vermieter mit Hauptwohnsitz im Ausland, die jedoch Mieteinnahmen in Österreich erzielen, von dieser Regelung profitieren. Voraussetzung ist, dass die Einnahmen
Insgesamt eröffnen die steuerlichen Ände- rungen 2024 und 2025 zahlreiche Chancen für Investoren. Die verbesserten Abschrei- bungen und die erweiterte Kleinunterneh- merregelung erleichtern es, in Immobilien zu investieren und dabei Steuervorteile zu nutzen. Mit der hohen Nachfrage nach Mietwohnungen, insbesondere in Städten, bleibt der Markt weiterhin aussichtsreich. Wer jetzt die attraktiven Angebote am Markt nutzt und in Immobilien investiert, kann nicht nur von Mietzuwächsen profitieren, sondern auch Vermögen stabil und sicher aufbauen.
aus Vermietung und Verpachtung unter 55.000 Euro in Österreich und unter 100.000 Euro EU-weit bleiben. Diese Regelung bietet aus- ländischen Investoren zusätzliche Möglichkeiten, Kapital individuell zu veranlagen.
Die rechtlichen Neuerungen, wie die beschleunigte AfA und der verlängerte Prognosezeitraum, bieten Immobilieninvestoren neue Chancen, Steuerlasten zu optimieren und Investitionen effizienter zu gestalten.
„Kleine und große Vermietung“
Die kleine und große Vermietung bei Vorsorgewohnungen stellt sich- er, dass Investoren, die eine Wohnung mit Umsatzsteuer erwerben, von einem Vorsteuerabzug profitieren können. Nach der kleinen Ver- mietung (25 Jahre) und der großen Vermietung (30 Jahre) muss der Investor mit den Mieteinnahmen einen Gesamtüberschuss erzielen. Andernfalls wird das Investment als Liebhaberei betrachtet, was zur Rückzahlung der Vorsteuer führt.
10
Franz-Liszt-Gasse 8 7100 Neusiedl am See
Draschestraße 74-76 1230 Wien
11
Nachhaltigkeit sowie deren Relevanz für Ihr Immobilieninvestment
Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung, auch im Bereich der Immobilieninvestments. Investoren erkennen, dass umweltfreundliche und ressourcenschonende Gebäude nicht nur zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks beitragen, sondern auch langfristig rentabel sind.
Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Schlag- wort – sie ist zu einem zentralen Kriterium für die Zukunftsfähigkeit von Immobilien geworden. Doch was macht eine Immobilie tatsächlich nachhaltig, und warum sollten Vermieter darauf achten? Eine nachhaltige Immobilie zeichnet sich durch eine energieeffiziente Bauweise, den Einsatz von ressourcenschonenden Materialien und moderne Technologien für die Energieversorgung und den laufenden Betrieb aus. Zertifikate wie unter anderem ÖGNI, DGNB oder klimaaktiv geben dabei Orientierung und garantieren, dass das Gebäude den Anforderungen an Umwelt- freundlichkeit und Effizienz entspricht.
Für Vermieter ist dieser Faktor nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich von Bedeutung. Energieeffiziente Immobilien senken Betriebskosten, was sie für Mieter attraktiver macht. In einem Markt, in dem Energiekosten immer weiter steigen, kann das den Unterschied zwischen Leerstand und stabiler Nachfrage ausmachen.
Eine nachhaltige Immobilie ist also nicht nur ein ökologisches Statement, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil. Wer heute auf Nachhaltigkeit setzt, schafft eine Immobilie, die morgen gefragt ist – und langfristig attraktive Renditen erzielt.
Gleichzeitig sichern nachhaltige Gebäude langfristig ihren Wert, da sie weniger von zukünftigen regulatorischen Änderungen, die auch erhebliche Kosten verursa- chen können, betroffen sind.
Nachhaltigkeit bei Immobilien sichert langfristige Werte, fördert den Umweltschutz und sorgt für stabile Erträge.
12
Heiligenstädter Straße 103 1190 Wien
Die wichtigsten nationalen Nachhaltigkeitszertifikate in der Baubranche
ÖGNI Österreichische Zertifizierung nach
DGNB Fokus auf Nachhaltigkeit, Energieef- fizienz und Lebenszykluskosten. Un- terstützt klimaverträgliches Bauen. Ziel: Ressourcenschonung und hohe Nutzerzufriedenheit.
klimaaktiv Staatliches Programm für Klimaschutz in Gebäuden. Setzt auf CO 2 -Reduktion, erneuerbare Energie und ökologische Materialien. Fördert energieeffiziente Sanierung und Neubau.
DGNB-Standards. Bewertet Gebäude ganz- heitlich nach den Säulen Ökologie, Wirtschaftli- chkeit sowie Soziales und berücksichtigt somit den gesamten Lebenszyklus.
Die wichtigsten internationalen Nachhaltigkeitszertifikate in der Baubranche
BREEAM Ältestes Nachhaltigkeitszertifikat. Be- wertet Energie, Materialien, Gesundheit und Umweltauswirkungen. Global aner- kannt, besonders in Europa.
LEED Zertifikat für umweltfreundliche Gebäude. Prüft Energieeffizienz, Wassernutzung, Materialien und Standortqualität. International verbreitet, fördert nachhaltiges Bauen.
13
Kurbadstraße 8 1100 Wien
Laxenburger Straße 2D 1100 Wien
Nachhaltigkeit macht nachhaltig erfolgreich
ÖGNI-Geschäftsführer Peter Engert über die Chancen und Vorzüge nachhaltiger Immobilien aus Sicht von Investoren, warum Nachhaltigkeit und Leistbarkeit zusammengehören und Energie- effizienz alleine längst nicht alles ist.
14
Ressourcenschonung, Ökologisierung und Bodenverbrauch
Das Thema Nachhaltigkeit hatte schon einmal bessere Konjunktur als heute. Wie will man in einer Zeit, in der die Leistbarkeit des Wohnens das anscheinend alles beherrschende Thema ist, mit Umweltschutz punkten?
Bei Nachhaltigkeit geht es uns nicht nur um ökologische Optimierung. Soziale Nachhaltigkeit ist ebenso wichtig und speziell mit diesem Aspekt sind wir perfekt am Puls der Zeit. Nachhaltigkeit hat viele und massiv positive Kosteneffekte, sie steht also nicht im Widerspruch zu Leistbarkeit, sondern ist geradezu Voraussetzung dafür. Und damit ist sie gleichzeitig auch ein enorm wichtiger Erfolgsfaktor für Investoren, egal ob für institutionelle, die ganze Objekte, oder private, die einzelne Vorsorgewohnungen vermieten. In manchen Bereichen ist dieser Zusammenhang unmittelbar und auf den ersten Blick erkennbar wie etwa bei der Minimierung von Heizkosten durch energieeffiziente Gebäude oder durch Nutzung nachhaltiger Energiequellen. Hier liegt die durch Nachhaltigkeit erzielbare Senkung der Wohnkosten auf der Hand, bei anderen Nachhaltigkeitsthemen ist der Zusammenhang komplexer und wir müssen an der Bewusstseinsbildung arbeiten.
Worauf konkret spielen Sie an?
Eines der wichtigsten Themen ist z.B. die Nachhaltigkeit von Standorten, ganz unabhängig von der Nachhaltigkeit eines dort errich- teten Gebäudes. Wenn wir das Konzept der Wohnkosten weiter fassen als das, was offiziell unter Betriebskosten geführt wird, gibt es hier ebenfalls massive Einflüsse. Ein Standort, der an den öffentlichen Verkehr so mangelhaft angebunden ist, dass jeder Haushalt ein oder zwei Autos benötigt, ist für die Mieter teuer und damit weniger sozial nachhaltig als ein Standort, bei dem diese Kosten in einem geringeren Ausmaß anfallen. Ein Objekt, das auf der grünen Wiese gebaut wird und für das noch Verkehrswege, Kanal- und Stromanschlüsse sowie urbane Infrastruktur wie etwa Kindergärten und Schulen zu errichten sind, hat nicht nur aus ökologischer Sicht Nachteile, sondern ist für eine Kommune auch teuer und damit nicht nur ökologisch weniger nachhaltig als Stadtverdichtung.
Die Nachhaltigkeit einer Immobilie ist für Anleger wie für Mieter sicher nicht leicht zu beurteilen – welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Nachhaltigkeitszertifikate?
Um die Nachhaltigkeit eines Gebäudes zu beurteilen, müssen sehr viele Faktoren geprüft und beurteilt werden. Nachhaltigkeit basiert nicht nur auf ökologischen Maßnahmen, sehr wichtig sind auch soziale und wirtschaftliche Kriterien. Will ein Anleger oder Mieter vor Vertragsabschluss mehr über die Nachhaltigkeit des Objekts wissen, ist es notwendig, ein Zertifikat zu verlangen, dass alle Aspekte der Nachhaltigkeit beurteilt. Ein bewiesen nachhaltiges Gebäude ist wertbeständig und wird den Menschen auch in vielen Jahren noch Freude machen - ein nicht unwesentlicher Aspekt für Anleger.
In Ihrem Zertifizierungssystem gibt es verschiedene Nachhaltigkeitsstandards. Lohnt es sich, immer das Toplevel anzustreben oder ist am Ende im Hinblick auf die wirtschaftliche Optimierung für Anleger auch z.B. das Silber-Zertifikat ausreichend?
Ein mit Silber zertifiziertes Gebäude erfüllt alle rechtlichen Aspekte der aktuellen Bauordnung und ist darüber hinaus in einzelnen As- pekten der Nachhaltigkeit gut geplant und saniert oder errichtet. Da lohnt sich ein Blick in die Details des Zertifikats, wo die Stärken des Objekts liegen. Generell gesagt, ist es nicht notwendig, nur nach Platin- oder Gold-Objekten zu suchen, denn wir dürfen nicht ver- gessen, dass die Erreichung von Gold oder Platin zusätzliche Investitionen verursachen, die sich in Kaufpreis oder Miete niederschla- gen. Nachhaltigkeit ist gut mit einer Triangel zu vergleichen: die drei „Ecken“ - Ökologie-Ökonomie-Soziales müssen im Gleichklang zueinander stehen. Ob das so ist, zeigt das DGNB Zertifikat der ÖGNI.
Mag. Peter Engert
CEO ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immiobilienwirtschaft) - Austrian Sustainable Building Council
15
Wiens Mietmarkt bringt Anleger in die Poleposition
Die Mieten in Wien steigen, während immer weniger neuer Wohnraum entsteht. Zuzug und hohe Nachfrage treiben den Markt und ermöglichen deutlich höhere Renditen als in der Phase des Baubooms bis 2023. Für Anleger eröffnet das neue Chancen und ein gutes Zeitfenster, um von den attraktiven mittel- und langfristigen Perspektiven des Marktes zu profitieren.
Der Markt für Vorsorge- und Anlegerwohnun- gen in Wien ist durch die starke Nachfrage nach Mietwohnungen bei gleichzeitig stetig sinkendem Neubauvolumen geprägt. Die Abwärtstendenz bei den Preisen wird dadurch gestoppt und die durchschnittlichen Quadratmetermieten sind weiter gestiegen. Lagen 2023 die durchschnittlichen Miet- preise bei Vorsorgewohnungen im Erstbezug noch bei 13,90 EUR netto/m², kletterten sie 2024 auf 14,87 EUR netto/m² und für 2025 wird ein mindestens ebenso starker Anstieg auf fast 16,00 EUR netto/m² erwartet. Die Haupttreiber dieser Entwicklung sind anhal- tend hoher Zuzug, gestiegene Mietnachfrage und der stark rückläufige Wohnungsneubau. Auch die strengen Kreditvergaberichtlinien (KIM-Verordnung) haben den Eigenheim- erwerb erschwert, weshalb immer mehr – vor allem junge – Menschen auf Mietwohnungen angewiesen sind.
tät real weitgehend unverändert geblieben. Der Anstieg der durchschnittlichen Verkaufs- preise um knapp 3,9 % von 6.069 EUR/m² auf 6.303 EUR/m² ist darauf zurückzuführen, dass die Baukosten gestiegen sind und zugleich nur sehr wenige Projekte errichtet worden sind. Das Angebot konzentriert sich daher wieder viel stärker auf qualitativ hochwertigeren Wohnraum. Für Anleger bietet diese Marktsituation ein enormes Potenzial. Während in den vergangenen Jahren Renditen von mehr als 3 % oft schwer zu erwirtschaften waren, sind diese Rendite jetzt auch in Bestlagen erzielbar. An durchschnittlichen Standorten sind die Renditen hingegen sogar auf bis zu 4 % gestiegen. Damit liegen die Anfangs- renditen bereits in etwa gleich hoch wie die Fremdkapitalkosten. Die historisch niedrige Leerstandsrate sorgt zudem für eine sehr gute Vermietbarkeit und stabile Einnahmen.
Die Kaufpreise für Anlegerwohnungen sind bei vergleichbarer Objekt- und Standortquali-
16
Durchschnittliche Mietpreise und Nettokaufpreise bei Erstbezug in Wien (in EUR/m²)
7.000
15
14,87
6.000
14
6.303
6.069
13,90
5.855
5.000
13
12,87
4.829
4.000
12
12,42
3.000
11
2.000
10
2021
2022
2023
2024
Mietpreise
Kaufpreise
Quelle: EHL Market Research | Q1 2025
Innerstädtische Bezirke
Äußere Bezirke In den äußeren Bezirken, besonders jenseits der Donau und im Süden Wiens, ist aktuell noch ein breiteres Wohnbauangebot verfüg- bar. Auffällig ist der Trend zu Wohnanlagen mit 35 bis 60 Wohneinheiten, mit meist 3- und 4-Zimmerwohnungen, die auch als Investment hochinteressant sind. Renditen über 3,5 % sind durchaus erzielbar, was die Randbezirke besonders ertragsstark und interessant macht. Floridsdorf wächst weiter dynamisch, was die Nachfrage nach An- legerwohnungen und solide Renditen über der Donau begünstigt. Auch der 10. und 16. Bezirk zählen zu den aufstrebenden Wohn- lagen. Besonders gefragt ist das Gebiet rund um den Hauptbahnhof und Oberlaa, wo moderne Neubauten mit ausgezeichneter Infrastruktur entstehen. Gleichzeitig wird Ottakring aufgrund der Grätzl und Märkte für Investoren immer attraktiver.
Die Kombination aus zentraler Lage, perfekter Verkehrsanbindung und besonders knappem Angebot hat vor allem in den letzten Jahren deutliche Mietpreisanstiege ausgelöst. Aufgrund der höheren Verkaufs- preise fallen die Renditen meist etwas niedriger aus als in den äußeren Bezirken. Renditen im Bereich über der 3 %-Marke, die in den vergangenen Jahren nicht so leicht zu erwirtschaften waren, rücken jetzt aber wieder in greifbare Nähe, da sich die durch- schnittlichen Mietpreise mittlerweile in einer Spanne von beachtlichen 18,80 bis 22,50 EUR netto/m² im Erstbezug bewegen. Diese Situation wird nochmals verstärkt durch das Sinken des verfügbaren Wohnraumes in den inneren Bezirken, wobei die Nachfrage nach geeigneten Mietobjekten ungebrochen hoch ist und sich durch diesen Trend ein weiterer Anstieg der Mieten abzeichnet.
17
Mauerbachstraße 17 1140 Wien
Alle Vorsorgeprojekte unter ehl.at/vorsorge
Ausgewählte Vorsorge- projekte in Wien
Josephine
Park Flats
MAJA
1
2
3
Stoffellagasse 7, 1020 Wien Wohnungsanzahl: 64 Fertigstellung: Q4 2026
Ljuba-Welitsch-Promenade 22, 1030 Wien Wohnungsanzahl: 138 Fertigstellung: Q3 2026
Gudrunstraße 120, 1100 Wien
Wohnungsanzahl: 102 Fertigstellung: Q1 2025
TABA Apartments Kurbadstraße 6B 1100 Wien
DECK ZEHN
Kobelgasse Kobelgasse 9, 1110 Wien
4
5
6
Laxenburger Straße 2D, 1100 Wien Wohnungsanzahl: 229 Bezugsfertig
Wohnungsanzahl: 48 Fertigstellung: 2027
Wohnungsanzahl: 46 Fertigstellung: Q4 2025
Erdbrustgasse 31, 1160 Wien Wohnungsanzahl: 126 Fertigstellung: Q4 2026 Stadtvillen Wilhelminenberg
Zuhause in Hawei Mauerbachstraße 17, 1140 Wien Wohnungsanzahl: 14 Fertigstellung: Q1 2026
Ottakringer Str. Ottakringer Straße 26, 1170 Wien Wohnungsanzahl: 60 Fertigstellung: Q4 2025
16er Melange
7
8
9
10
Seeböckgasse 39-41, 1160 Wien Wohnungsanzahl: 23 Fertigstellung: Q4 2026
18
U1
A22
21.
19.
S2
U6
11
14 13
U4
20.
18.
17.
9.
12
U2
9
1
U5 8
16.
7
U3
1.
22.
8.
14.
2.
U6
A1
7.
10
U2 U5
4.
3. 2
6.
U4
15.
5.
5
13.
3
6
U3
11.
12.
U2
A4
10.
4
23.
U1
A23
U6
A21 A2 S1
Heiligenstädter Straße 103
Am Bienefeld
12 Wagramer Str.
13 Tokiostraße Tokiostraße 5a, 1220 Wien
11
14
Groß-Enzersdorfer Str. 7-11, 1220 Wien Wohnungsanzahl: 83 Bezugsfertig
Wagramer Straße 113a, 1220 Wien Wohnungsanzahl: 43 Bezugsfertig
1190 Wien Wohnungsanzahl: 43 Fertigstellung: Q4 2026
Wohnungsanzahl: 178 Bezugsfertig
19
Wiener Umland
Das Wiener Umland boomt: Dank ausgezeichneter Verkehrsanbindung und attraktiver Immobilienpreise entwickeln sich die umliegenden Regionen zu gefragten Standorten. Ideale Voraussetzungen für Investoren, die von stabilem Wachstum und guter Nachfrage profitieren möchten.
Mit dem stetigen Wachstum der Stadt Wien und dem kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur verschwimmen die Grenzen zwischen der Bundeshauptstadt und ihrem Umland zunehmend. Wohnen im Speckgür- tel Wiens bedeutet daher längst nicht mehr lange Pendelzeiten – im Gegenteil: Bei guter Verkehrsanbindung sind die Fahrzeiten aus dem Umland ins Stadtzentrum mittlerweile mit jenen innerhalb Wiens vergleichbar. Diese Entwicklung hat zu einer konstant steigenden Nachfrage nach Wohnraum in den umliegenden Regionen geführt. Bauträger haben dieses Potenzial erkannt und verstärkt an der Stadtgrenze neuen Wohnraum geschaffen. Der Vorteil: Dank niedrigerer Grundstückspreise sind auch die Verkaufspreise attraktiver. So können in diesen Gebieten Neubauwohnungen noch
zu Preisen von nur knapp über 4.000 EUR/ m² erworben werden, was Renditen von bis zu 4 % ermöglicht. Die Mietpreise bewegen sich in einem Rahmen von 11,00 bis 13,50 EUR netto/m². Auch wenn die Kaufpreise im Vergleich zur Bundeshauptstadt modera- ter angestiegen sind, ist künftig mit einer stärkeren Wertsteigerung zu rechnen, was den Markt besonders für Anleger attraktiv macht. Die Trends im Wiener Umland zeigen deut- lich: Wer jetzt investiert, sichert sich nicht nur attraktive Einstiegspreise, sondern auch nachhaltige Wertsteigerungen und solide Renditen. Angesichts der positiven Markt- dynamik und der kontinuierlich steigenden Nachfrage ist klar: Das Wiener Umland ist nicht mehr nur ein Geheimtipp, sondern eine strategisch kluge Wahl für Investoren.
20
Niederösterreich
Burgenland
Der niederösterreichische Wohnungsmarkt bleibt dank seiner strategisch günstigen Lage vor den Toren Wiens ein Hotspot für Anleger. Besonders gefragt sind gut ange- bundene Städte und Gemeinden, insbeson- dere im nördlichen Niederösterreich von Deutsch-Wagram über Korneuburg bis hin zu Stockerau und Krems. Vorallem punkten diese Lagen mit einer hervorragenden Infra- struktur und Verkehrsanbindung. Der Süden Niederösterreichs zeichnet sich neben den exklusiveren Wohngegenden wie Mödling und Baden zunehmend durch attraktive Mietstandorte entlang der Bahnlinie und Autobahn in Richtung Wiener Neustadt aus. Besonders für Familien boomt Nieder- österreich, da die Lebenshaltungskosten niedriger sind und die Mietpreise weiterhin erschwinglich bleiben.
Österreichs östlichstes Bundesland erfreut sich wachsender Beliebtheit. Besonders profitiert davon das nördliche Burgenland mit echten Hotspots in den Gemeinden am Neusiedler See. Durch das große Einzugs- gebiet, insbesondere mit dem dynamischen Wirtschaftsstandort Parndorf, zeigt sich die Region als Innovationstreiber im Immobi- liensektor. Nachhaltige und zukunftsorien- tierte Bauprojekte gewinnen hier an Be- deutung und heben das Wohnniveau auf ein neues Level. Die Quadratmeterpreise liegen je nach Mikrolage zwischen € 3.750 und € 4.115. Gerade für Anleger mit Weitblick bietet sich hier ein ideales Investmentum- feld: Bei einer durchschnittlichen Miete von 11,50 EUR netto/m² lassen sich Renditen von ca. 3,5 % erwirtschaften.
Steindlstraße 6 3500 Krems
21
Kollonitschgasse 5 2700 Wiener Neustadt
Ackergasse 14 2700 Wiener Neustadt
Renditechancen jenseits Wiens: Markttrends in Linz, Graz & Co
Die Immobilienmärkte der österreichischen Landeshauptstädte bieten für Anleger weiterhin spannende Perspektiven, auch wenn die Anzahl der verfügbaren Vorsorge- projekte begrenzt ist. Besonders im Westen des Landes, in Städten wie Innsbruck und Salzburg, sind die Quadratmeterpreise bei zugleich kontinuierlich steigenden Mieten auf einem konstant hohen Niveau. Diese beiden Städte bleiben die Spitzenreiter, doch aufgrund der begrenzten Neubau- projekte und der Knappheit an verfügbaren Objekten gestaltet sich die Suche nach lukrativen Investitionsmöglichkeiten zunehmend schwieriger. Auch wenn es gelegentlich „Insider-Schnäppchen“ gibt, ist es aufgrund der hohen Nachfrage und der wenigen verfügbaren Projekte herausfordernd, renditestarke Optionen zu finden.
Im Gegensatz dazu bieten Städte wie Linz und Graz deutlich attraktivere Bedingungen für Investoren. Hier lassen sich noch solide Neubauprojekte finden, die mit niedrigeren Kaufpreisen und stabilen Mieteinnahmen eine attraktive Rendite versprechen. Diese Städte zeichnen sich durch ein gutes Angebot an Bauvorhaben aus, die sowohl für Vorsorgewohnungen als auch für Bauherren- modelle interessante Optionen bieten. Die günstigeren Einstiegspreise in Kombination mit einer stabilen Nachfrage sorgen für eine sichere und rentable Anlagemöglichkeit, die vergleichsweise in den Märkten von Inns- bruck und Salzburg wegen der niedrigeren Renditen nur selten zu finden ist.
Innsbruck und Salzburg bleiben im Hochpreissegment, während Linz und Graz attraktive Ein- stiegspreise bieten.
22
Graz
Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs und wirtschaftliches Zentrum der Steiermark, bie- tet ein äußerst attraktives Investitionsumfeld im Immobiliensektor. Die Stadt profitiert von einer stetig wachsenden Bevölkerung, einer starken wirtschaftlichen Basis mit vielen ansässigen Unternehmen sowie den großen Universitäten. Diese Faktoren treiben die hohe Nachfrage nach Wohnraum, insbeson- dere nach altersgerechten und zukunftssi- cheren Wohnungen. Der Zuzug aus Regionen der Steiermark, Burgenland und Kärnten in die Stadt Graz bleibt ungebrochen. Aktuelle Marktdaten zeigen, dass für eine Vorsorge-
wohnung in Graz 2024 durchschnittlich 3.650 EUR/m² gezahlt wurden. Zu den Ver- kaufshits zählen nach wie vor Wohnungen mit einer Größe von 45 bis 50 Quadratmetern. Die Mietpreise haben sich in den letzten Jahren aufgrund der regen Neubautätigkeit eher nur moderat entwickelt, ziehen jedoch aufgrund der eintretenden Angebotsverknap- pung wieder stärker an. Somit sind durch- schnittliche Mieten im Neubau von 12,00 netto/m² erzielbar, in sehr guten Lagen bis zu 13,75 EUR netto/m². Diese Entwicklung unterstreicht das solide Wertsteigerungs- potenzial und die Attraktivität von Graz. 11,50 bis zu Spitzenreitern von 14,20 EUR netto/m² in besonders attraktiven Lagen erzielbar. Gut erschlossene Wohngebiete wie die Neue Heimat liegen etwas hinter der Innenstadt, Altstadt sowie dem beliebten Urfahr und bieten dennoch viel Potenzial. Hier lassen sich besonders bei vereinzelten Schnäppchen Renditen zwischen 3,5 % und knapp über 4,25 % erzielen. Linz zeigt sich als attraktiver Markt für kleinere Anleger- wohnungen, die besonders bei Studieren- den bzw. Pendlern gefragt sind. für langfristige Investitionen als auch für kurzfristige Kapitalanlagen großes Potenzial. Diese Vorzüge finden bei Wohnungssuchen- den immer mehr Beachtung und haben die ursprünglich eher niedrigen Kaufpreise sowie das Mietpreisniveau in die Höhe getrieben, wobei Preiszuwächse vor allem in inner- städtischen bzw. Seelagen zu verzeichnen sind. Mittelfristig wird Klagenfurt auch von der massiv verbesserten Anbindung an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn (Eröff- nung Koralmbahn Ende 2025, Fertigstellung Semmeringtunnel 2030) profitieren.
Linz
Linz ist die drittgrößte Stadt Österreichs und verzeichnet jährlich ein positives Bevöl- kerungswachstum. Als Investmentstandort ist der Markt deshalb hochinteressant, weil nur wenige Wohnprojekte realisiert werden und damit das Angebot für Wohnungs- suchende recht knapp ist, obwohl Linz zu den wichtigen Universitätsstädten und den stärksten Industriestandorten Österreichs zählt. Das hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren nicht nur die Mieten, sondern auch die Verkaufspreise gestiegen sind. Bei Neubauprojekten sind Mieten zwischen
Kasernstraße 30 8010 Graz
Klagenfurt
Klagenfurt, die Landeshauptstadt Kärntens, bietet durch ihre Lage am Wörthersee und im Dreiländereck Österreich – Italien – Slowe- nien nicht nur hohe Lebensqualität, sondern auch interessante Investitionsmöglichkeiten. Die Stadt zieht internationale Käufer an, die nach Kapitalanlagen, Vorsorgeimmobilien oder Ferienwohnungen suchen. Besonders die Nähe zum Wörthersee macht Klagenfurt für Ferienwohnungen und Zweitwohnsitze attraktiv und lässt gute Renditen durch Miet- preise ab 11,50 EUR netto/m² im Erstbezug lukrieren. Mit ihrer guten Anbindung und der reizvollen Umgebung bietet die Stadt sowohl
Brauquartier 8055 Graz
23
Alle Vorsorgeprojekte unter ehl.at/vorsorge
Ausgewählte Vorsorge- projekte in Österreich
Bahnhofstraße
The Vineyard
Bella Vita
1
2
3
Bahnhofstraße 58+60, 2232 Deutsch-Wagram Wohnungsanzahl: 47 Bezugsfertig
Franz Josef-Straße 17-19, 2344 Maria Enzersdorf Wohnungsanzahl: 87 Bezugsfertig
Ackergasse 14, 2700 Wiener Neustadt Wohnungsanzahl: 49 Fertigstellung: Q4 2025
Koll.Home
4 Steindlstraße Steindlstraße 6, 3500 Krems
Auberg+
5
6
Kollonitschgasse 5, 2700 Wiener Neustadt Wohnungsanzahl: 67 Bezugsfertig
Parzhofstraße 25, 4040 Linz Wohnungsanzahl: 41 Fertigstellung: Q2 2025
Wohnungsanzahl: 62 Bezugsfertig
Brauquartier Brauquartier, 8055 Graz
Jakomini Verde Kasernstraße 30, 8010 Graz Wohnungsanzahl: 150 Bezugsfertig
Franz-Liszt-Gasse Franz-Liszt-Gasse 8, 7100 Neusiedl am See Wohnungsanzahl: 26 Fertigstellung: Q4 2025
Seenah Wohnen Kohldorfer Straße 96, 9020 Klagenfurt
9
8
7
10
Wohnungsanzahl: 73 Fertigstellung: Q2 2025
Wohnungsanzahl: 168 Fertigstellung: Q4 2026
24
5
1
6
2
7
3
4
8
9
10
25
Kasernstraße 24 8010 Graz
Währinger Gürtel 134 1090 Wien
Beschleunigte Abschreibung
Anstatt über 67 Jahre kann die Immobilie innerhalb von nur 15 Jahren abgeschrieben werden, wodurch zusätzliche steuerlich ver- wertbare Verluste entstehen.
Attraktive Förderungen
Vorteile des Bauherren- modelles:
Je nach Bundesland profitieren In- vestoren von staatlichen Förderun- gen, meist in Form sehr zinsgünsti- ger Darlehen, z. B. in Wien mit nur einem Prozent Fixzins über 20 Jahre.
Geringe Eigenkapitalanforderung
Der Einstieg in ein Bauherrenmodell ist bereits mit einer geringeren Eigenkapitalquote möglich – Investitionen sind ab etwa 50.000 Euro realisierbar.
Reduzierte Steuerlast
In der Errichtungsphase können Anleger die an- teiligen Anlaufverluste steuerlich geltend machen und so ihre Einkommenssteuerlast reduzieren.
Freie Marktkonditionen
Nach Rückzahlung des geförderten Darlehens können die Wohnungen zu freien Marktkonditio- nen vermietet werden.
26
Bauherrenmodell – Investieren mit besonderem Steuereffekt
Das Bauherrenmodell ermöglicht privaten Anlegern den Ein- stieg in den geförderten Wohnbau – mit steuerlichen Vorteilen, günstiger Finanzierung und stabilen Erträgen. Dank gedeckelter Mieten bleibt das Verwertungsrisiko gering, während attraktive Nachsteuerrenditen erzielt werden können.
Das Bauherrenmodell bietet privaten Anlegern die Möglichkeit, in geförderten Wohnbau zu investieren – sei es durch den Erwerb eines grundbücherlich gesicherten Miteigentumsanteils oder durch eine Be- teiligung an einer Kommanditgesellschaft, die das Objekt besitzt. Diese Form der Im- mobilienveranlagung kombiniert steuerliche Vorteile mit langfristiger Wertsteigerung und bietet eine attraktive Möglichkeit, Kapital anzulegen. Dank der attraktiven Finanzierungskondi- tionen und steuerlichen Vorteile können trotz der durch den Richtwert gedeckelten Mieteinnahmen ansprechende Nachsteuer- renditen erzielt werden. Zudem minimiert das unter dem Marktniveau liegende Mietniveau das Verwertungsrisiko, was das Bauherrenmodell besonders stabil macht. Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Faktor für den Gesamterfolg des Invest-
ments ist der Exit: Investoren haben die Wahl, ihre Anteile langfristig zu halten und Mieteinnahmen zu generieren oder diese auf dem Sekundärmarkt zu veräußern. Für Privatanleger eröffnet sich damit eine zusätzliche Veranlagungsoption mit attraktiven Chancen und stabilen Erträgen. Der wesentliche Treiber dieses Comebacks ist der steigende Bedarf an bezahlbarem Wohnraum, denn Bauherrenmodelle sind speziell auf dieses Segment ausgerichtet. In den ersten 20 Jahren unterliegen die Mieten strengen Vorgaben: Wohnungen dürfen nur zum Richtwert (ohne Lage- zuschlag) oder maximal zu einem kosten- deckenden Mietzins vermietet werden. Dennoch können Anleger eine attraktive Nachsteuerrendite von rund 3 bis 4 % erzielen. Dies wird durch die Kombination von regulierten, dafür aber risikoarmen Mieteinnahmen und staatlicher Förderung
ermöglicht. Ein erheblicher Teil der Finan- zierung erfolgt über besonders günstige öffentliche Darlehen – die Konditionen variieren je nach Bundesland, in Wien beispielsweise beträgt der Fixzins lediglich ein Prozent. Zusätzlich profitieren Investoren von steuerlichen Vorteilen: Statt der üblichen Abschreibung über 67 Jahre kann das Objekt innerhalb von nur 15 Jahren steuerlich abgeschrieben werden. Dadurch entstehen steuerliche Verluste, die Anleger im Rahmen ihrer Veranlagung geltend machen können, was die Rentabilität des Investments weiter steigert.
27
Neuer Schwung für einen Investment- Klassiker
Das neue gesamtwirtschaftliche Umfeld und der große Bedarf an leistbarem Wohnraum kommt dem Bauherrenmodell entgegen und bietet Privat- anlegern eine interessante Veranlagungsoption mit attraktiven Chancen.
Bauherrenmodelle
Das Bauherrenmodell ist in den vergangenen Jahren ein wenig aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit und der Medien gerückt. Woran liegt das?
Das Bauherrenmodell ist ein klassisches Nischenprodukt, das auch in den vergangenen Jahren bei der richtigen Zielgruppe stets im Fokus stand. Gerade in wirtschaftlich volatilen Zeiten lässt sich keinesfalls von einer sinkenden Bedeutung der Anlageklasse Immobilien sprechen – im Gegenteil. Immobilien bieten Sicherheit, schützen vor Inflation und tragen wesentlich zur Portfoliostreu- ung bei. Im Zeitraum 2022–2024 hat die IFA AG 774 geförderte Wohnungen mit einer Nutzfläche von rund 59.200 m² übergeben und damit einen bedeutenden Beitrag zu leistbarem Wohnen geleistet. Insbesondere gewinnt das Bauherrenmodell zunehmend an Bedeutung für die private Altersvorsorge.
Für wen sind Bauherrenmodelle geeignet?
Bauherrenmodelle eignen sich besonders für Personen in höheren Steuerklassen, da diese die anfänglichen steuerlichen Verluste optimal verwerten können. Zu den Hauptkunden zählen beispielsweise Freiberufler wie Ärzte, Steuerberater und Rechtsanwälte oder auch Spitzensportler.
Welche Vor- und Nachteile hat ein Bauherrenmodell im Vergleich zu Vorsorgewohnungen?
Der größte Vorteil des Bauherrenmodells liegt in der verkürzten 1/15 AfA und den höheren Sofortabschreibungen zu Beginn. Zwar sind die Mieten beim Bauherrenmodell während des Förderzeitraums gedeckelt (in Wien 20 Jahre, in der Steiermark 15 Jahre),
28
doch bedeutet dies auch einen sehr hohen Vermietungsgrad. Die allermeisten Projekte sind vollvermietet. Zusätzlich verhindert der Mietenpool das Risiko eines Leerstands und sorgt für sichere, regelmäßige Erträge. Da Bauherrenmodelle mit privatem Kapital sozialen und leistbaren Wohnraum schaffen, profitieren Anleger von attraktiven Förderungen und die Allgemeinheit, dass der Be- völkerung mehr leistbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt wird.
Mit welchen Nachsteuerrenditen können Anleger etwa rechnen?
Trotz geförderter Mieteinnahmen können in den ersten 15 Vermietungsjahren Nachsteuerrenditen von über 3 % erzielt werden. Parallel dazu sinkt in dieser Zeit die individuelle Steuerlast. Nach der Förderphase steigen die Mietrenditen durch die Umstellung auf marktkonforme Mieten. Beim aktuellen Bauherrenmodell der IFA AG, „Baumstadt Floridsdorf“ in Wien, ergibt sich bei Kredit- zeichnung eine Rendite auf das gebundene Kapital von rund 5,5 %.
Welche Immobilien kommen für Bauherrenmodelle in Frage?
Unsere goldene Regel beim Bauherrenmodell lautet: Nachverdichtung statt Bodenversiegelung. Das bedeutet, dass Bauherren- modelle vor allem an Standorten realisiert werden, an denen bereits Bestandsgebäude existieren – sei es ein schwer baufälliges Wohnhaus oder eine alte Werkstatt in urbanen Gebieten. Auch denkmalgeschützte Gebäude kommen für Bauherrenmodelle in- frage.
Bauherrenmodelle sind langfristig ausgerichtet. Was passiert aber, wenn ein Anleger dennoch vorzeitig aussteigen will oder muss?
Bauherrenmodelle sind nicht als kurzfristige Investition gedacht. Ein frühzeitiger Ausstieg vor Erreichen des steuerlichen Total- gewinns kann steuerschädliche Auswirkungen haben. Das Modell dient dem langfristigen Aufbau eines Immobilienvermögens – oft über Generationen hinweg. Sollte dennoch ein Verkauf erforderlich sein, steht ein funktionierender Zweitmarkt zur Verfügung und die IFA unterstützt gerne beim Verkaufsprozess.
Die zu Ihrem Konzern zählende IFA ist seit einer gefühlten Ewigkeit der Platzhirsch im Bereich Bauherrenmodelle. Warum gibt es in diesem Marktsegment so wenige Mitbewerber?
Die Entwicklung eines Bauherrenmodells erfordert umfassendes Know-how, das von der Wahl der richtigen Liegenschaft über die Konzeption des Investments, die rechtliche und konzeptionelle Umsetzung bis hin zum Bau, der Vermietung und dem Asset Management bzw. der laufenden Investorenbetreuung alle Phasen umfasst. Dies benötigt Experten, die mit äußerster Sorgfalt und Marktkenntnis agieren und das über Jahrzehnte hinweg. IFA hat bereits rund 500 Modelle erfolgreich umgesetzt und genießt das Vertrauen von rund 8.000 Anlegern - und hat sich damit erfolgreich als Marktführer positioniert.
Dipl.-Ing. Hans-Peter Weiss
COO Soravia Group AG
29
Tiergartenweg 32C 8055 Graz
Werndlgasse 5 1210 Wien
30
31
Unser Blick ist immer nach vorne gerichtet.
Die EHL Immobilien Gruppe lebt ihre Unternehmenswerte. Täglich. Kompetent. Engagiert. Leidenschaftlich. In allen Dienstleistungsbereichen.
Vermittlung Bewertung Investment Asset Management Market Research
Büroimmobilien Einzelhandelsobjekte Logistikimmobilien Wohnimmobilien Vorsorgewohnungen
Anlageobjekte Zinshäuser Betriebsliegenschaften Grundstücke Hotels
EHL Wohnen GmbH T +43 1 512 76 90 wohnung@ehl.at www.ehl.at
Cover: Village im Dritten | Ein Projekt der ARE | © squarebytes Die Angaben und Prognosen dieses Berichts erfolgen ohne Garantie, Gewähr oder Haftung. Die elektronische Version des Berichts steht unter www.ehl.at/research zum Download zur Verfügung.
Wir leben Immobilien.
Page 1 Page 2 Page 3 Page 4 Page 5 Page 6 Page 7 Page 8 Page 9 Page 10 Page 11 Page 12 Page 13 Page 14 Page 15 Page 16 Page 17 Page 18 Page 19 Page 20 Page 21 Page 22 Page 23 Page 24 Page 25 Page 26 Page 27 Page 28 Page 29 Page 30 Page 31 Page 32Powered by FlippingBook